Gesundheitspoker



Dass die so genannte Gesundheitsreform relativ planmäßig kommt, dessen kann man sicher sicher sein – auch wenn immer mehr Politiker, Experten und Betroffene der verschiedenen Lager sie für total verfehlt halten.
Sie wird vor allem deshalb kommen, weil – wie SPD-Fraktionschef Peter Struck jetzt in einem Interview sagte – ein Scheitern der Gesundheitsreform »ein Rückschlag für die Koalition« wäre. So wird aus der Sachfrage eine Machtfrage. Und wo es um die Macht geht, setzt stets der Verstand aus. 

Wir werden also erleben, dass sich die Großen Koalitionäre wieder einmal auf eine »Reform« einigen, vermutlich nachdem sie das bisher Bekannte weiter verschlimmbessert haben. Ganz nach einem Motto, das zu DDR-Zeiten geboren wurde: »Wer schon die Übersicht verloren hat, muss wenigstens den Mut zur Entscheidung finden.«

Siehe auch:
Ursula Engelen-Kefer: Eine immanente Kritik der unendlichen Geschichte der Gesundheitsreformen. Es gibt viel Reformbedarf an der neuesten „Reform“.

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