Bush im Schatten Ho Chi Minhs

George W. Bush hat sich in Hanoi umgetan, der Hauptstadt eines Landes, das die USA einst »in die Steinzeit« zurückbomben wollten und das sich zu einer wirtschaftlich wie politisch aufstrebenden asiatischen Mittelmacht entwickelte, seit es die Amerikaner verlassen hatten. Vietnam zeigt Selbstbewusstsein, auch darin, dass es den unsicher grinsenden US-Präsidenten beim Fototermin vor einer Ho -Chi-Minh-Büste platzierte – so als wollte es sagen: Verloren hat er, haben wir gegen Euch nicht!

Bush hat nicht verstanden – oder wollte nicht. Er sprach mit Blick auf Irak weiter vom Sieg: »Wir werden erfolgreich sein, wenn wir nicht einfach aufgeben.« Sollte das eine späte Kritik an seinem damaligen Vorgänger sein, ist von ihm auch weiterhin Schlimmes zu befürchten, einschließlich vielleicht der Perspektive, dass dereinst ein amerikanischer Präsident

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