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	<title>Kommentare zu: Die SPD sucht einen Wunderheiler</title>
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	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Jan 2012 11:07:32 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Markus</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2008/08/20/die-spd-sucht-einen-wunderheiler/comment-page-1/#comment-1296</link>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 20:56:46 +0000</pubDate>
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		<description>Man sollte an die Wurzel des &#220;bels gehen, um zu sehen, woran es liegt. Bei dem gegenw&#228;rtigen und aus Sicht der SPD zweifellos als grottenschlecht zu bezeichnenden Zustand der Partei sind die m&#246;glichen Ursachen und Hintergr&#252;nde des seit mehreren Jahren sich abzeichnenden Niedergangs der gro&#223;en deutschen Volkspartei links von der Mitte vielschichtiger, als sich dies in wenigen S&#228;tzen zusammenfassen lie&#223;e. Da&#223; die stark neoliberalistisch angehauchte Reformpolitik der Sozialdemokraten damit ma&#223;geblich zu tun hat, d&#252;rfte aber unstrittig sein. 

Warum sich aber die M&#252;he machen, nach m&#246;glichen eigenen inhaltlich-programmatischen Schw&#228;chen und politisch-strategischen Fehlern Ausschau zu halten? Die dabei zu Tage tretenden Wahrheiten k&#246;nnten schlie&#223;lich unangenehm sein f&#252;rs eigene Selbstverst&#228;ndnis und f&#252;r einige Protagonisten pers&#246;nlich schmerzlich dazu. Dies ahnt man wohl auch im Erich-Ollenhauer-Haus. Dann also doch lieber die auch im &quot;alten Europa&quot; Einzug gehalten habende Personalisierung von Politik vorantreiben und anstrengenden innerparteilichen Debatten aus dem Weg gehen. 

Daf&#252;r bietet sich das &quot;M&#252;ntefering-R&#228;stel&quot; geradezu an. Der &quot;Seelentr&#246;ster der Partei&quot; Franz M&#252;ntefering hat n&#228;mlich genau das, was der wirtschaftsfreundliche Selfmade-Man Gerhard Schr&#246;der nie gehabt hat (und auch nie haben wollte): sozialdemokratischen Stallgeruch. Zwar stammt auch Schr&#246;der aus dem klassischem SPD-Milieu der unterprivilegierten Arbeiterschicht; aber dem &quot;Genossen der Bosse&quot; w&#252;rde es niemals einfallen, mit einer schlichten Volksschulbildung zu prahlen, sondern f&#252;r den Empork&#246;mmling Schr&#246;der galt es immer, aus ebendiesem proletarisch gepr&#228;gten Dunstkreis herauszukommen. M&#252;ntefering hingegen ist auf seine &quot;Volksschule Sauerland&quot; noch heute m&#228;chtig stolz und verk&#246;rpert so den scheinbar &quot;perfekten Sozialdemokraten&quot;. Wen st&#246;rt es da schon bei den heutigen ma&#223;geblichen &quot;Sozis&quot; und beim politischen Gegner CDU, da&#223; der liebevoll nur &quot;M&#252;nte&quot; genannte Franz aus dem Sauerland mit nicht geringerer Sturheit, pardon Konsequenz die Politik der sog. Modernisierer um Gerhard Schr&#246;der in der SPD nach wie vor vertritt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte an die Wurzel des &#220;bels gehen, um zu sehen, woran es liegt. Bei dem gegenw&#228;rtigen und aus Sicht der SPD zweifellos als grottenschlecht zu bezeichnenden Zustand der Partei sind die m&#246;glichen Ursachen und Hintergr&#252;nde des seit mehreren Jahren sich abzeichnenden Niedergangs der gro&#223;en deutschen Volkspartei links von der Mitte vielschichtiger, als sich dies in wenigen S&#228;tzen zusammenfassen lie&#223;e. Da&#223; die stark neoliberalistisch angehauchte Reformpolitik der Sozialdemokraten damit ma&#223;geblich zu tun hat, d&#252;rfte aber unstrittig sein. </p>
<p>Warum sich aber die M&#252;he machen, nach m&#246;glichen eigenen inhaltlich-programmatischen Schw&#228;chen und politisch-strategischen Fehlern Ausschau zu halten? Die dabei zu Tage tretenden Wahrheiten k&#246;nnten schlie&#223;lich unangenehm sein f&#252;rs eigene Selbstverst&#228;ndnis und f&#252;r einige Protagonisten pers&#246;nlich schmerzlich dazu. Dies ahnt man wohl auch im Erich-Ollenhauer-Haus. Dann also doch lieber die auch im &#8220;alten Europa&#8221; Einzug gehalten habende Personalisierung von Politik vorantreiben und anstrengenden innerparteilichen Debatten aus dem Weg gehen. </p>
<p>Daf&#252;r bietet sich das &#8220;M&#252;ntefering-R&#228;stel&#8221; geradezu an. Der &#8220;Seelentr&#246;ster der Partei&#8221; Franz M&#252;ntefering hat n&#228;mlich genau das, was der wirtschaftsfreundliche Selfmade-Man Gerhard Schr&#246;der nie gehabt hat (und auch nie haben wollte): sozialdemokratischen Stallgeruch. Zwar stammt auch Schr&#246;der aus dem klassischem SPD-Milieu der unterprivilegierten Arbeiterschicht; aber dem &#8220;Genossen der Bosse&#8221; w&#252;rde es niemals einfallen, mit einer schlichten Volksschulbildung zu prahlen, sondern f&#252;r den Empork&#246;mmling Schr&#246;der galt es immer, aus ebendiesem proletarisch gepr&#228;gten Dunstkreis herauszukommen. M&#252;ntefering hingegen ist auf seine &#8220;Volksschule Sauerland&#8221; noch heute m&#228;chtig stolz und verk&#246;rpert so den scheinbar &#8220;perfekten Sozialdemokraten&#8221;. Wen st&#246;rt es da schon bei den heutigen ma&#223;geblichen &#8220;Sozis&#8221; und beim politischen Gegner CDU, da&#223; der liebevoll nur &#8220;M&#252;nte&#8221; genannte Franz aus dem Sauerland mit nicht geringerer Sturheit, pardon Konsequenz die Politik der sog. Modernisierer um Gerhard Schr&#246;der in der SPD nach wie vor vertritt?</p>
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		<title>Von: Mcp</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2008/08/20/die-spd-sucht-einen-wunderheiler/comment-page-1/#comment-1295</link>
		<dc:creator>Mcp</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 19:21:22 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Weshalb sie gerade ihm die Kompetenz eines Retters zuweisen, ist das eigentliche M&#252;ntefering-R&#228;tsel, &#252;ber das eine angema&#223;te Hauptstadtzeitung j&#252;ngst im Stile schw&#252;lstiger Dreigroschenhefte schwadronierte.&quot;

Weil er, gemessen an der Qualit&#228;t des derzeit agierenden Perorales, dieses bei weitem &#252;berragt. Das sagt nichts &#252;ber M&#252;nteferings Qualit&#228;ten, daf&#252;r aber alles &#252;ber die von Beck, Nahles, Gabriel und anderen roten Traumt&#228;nzern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Weshalb sie gerade ihm die Kompetenz eines Retters zuweisen, ist das eigentliche M&#252;ntefering-R&#228;tsel, &#252;ber das eine angema&#223;te Hauptstadtzeitung j&#252;ngst im Stile schw&#252;lstiger Dreigroschenhefte schwadronierte.&#8221;</p>
<p>Weil er, gemessen an der Qualit&#228;t des derzeit agierenden Perorales, dieses bei weitem &#252;berragt. Das sagt nichts &#252;ber M&#252;nteferings Qualit&#228;ten, daf&#252;r aber alles &#252;ber die von Beck, Nahles, Gabriel und anderen roten Traumt&#228;nzern.</p>
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