Archiv für Januar 2009

Der Antisemitismus der Päpste

Donnerstag, 29. Januar 2009

Natürlich ist es unangenehm, wenn ausgerechnet in einer Zeit, in der fast jede Kritik an der verbrecherischen Kriegführung Israels im Gazastreifen sofort als antisemitische Hetze gebrandmarkt wird, sich ausgerechnet ein deutscher Papst mit ausgewiesenen Antisemiten unter den Würdenträgern der katholischen Kirche solidarisiert. (mehr …)

Bad Banker mit Entzugserscheinungen

Montag, 26. Januar 2009

Bläst man den Nebel fort, der derzeit ganz bewusst von interessierter Seite bis hinein in höchste Kreise der Politik um die Situation der Banken und Möglichkeiten ihrer »Rettung« erzeugt wird, dann bleibt als Faktum zurück: Jene, die durch Gier und Skrupellosigkeit die weltweite Finanzkrise auslösten, sind keineswegs bereit, daraus auch für sie geltende Konsequenzen zu ziehen, sondern tun alles nur Denkbare, um ihr doch so – für sie – lukratives Tun fortzusetzen. So ist der Ruf nach einer »Bad Bank«, die man eigentlich einen Mülleimer nennen sollte, (mehr …)

Tage in der Toskana: Präsente für die Madonna

Donnerstag, 22. Januar 2009

Gelegentlich geht es in der Toskana auch hoch hinaus; immerhin misst ihr höchster Berg 1738 Meter. Er heißt »Monte Amiata« und wird gekrönt von einem stählernen Gipfelkreuz und einer reich beschenkten Madonna. Wenn man Glück hat, kann man von dort weit über das sanft hügelige Bergland schauen; (mehr …)

Kulinaria von Mazara del Vallo

Mittwoch, 21. Januar 2009

»Fischprodukte sind das Aushängeschild der gastronomischen Produktion Siziliens. Im Produktionsgebiet der Stadt Mazara del Vallo (Provinz Trapani) werden über 60 Prozent des Gesamtumsatzes der Insel erwirtschaftet.
Mit dieser Information sowie einem Produkt-Sortiment im Gepäck fand sich im Dezember auf Vermittlung des Berliner Büros der Italieni­schen Handels­kammer für Deutschland (ITKAM) eine repräsentative Abordnung aus Süd­westsizilien in Berlin ein, (mehr …)

Rechte SPD als Geburtshelfer von Schwarz-Gelb

Montag, 19. Januar 2009

Die Mär, dass durch den Einzug von fünf oder gar mehr Parteien in die Volksvertretungen das parlamentarische System destabilisiert würde, hat sich nun auch in Hessen ad absurdum geführt – wie zuvor schon in Niedersachsen und Bayern. (mehr …)

Vor 20 Jahren – Der Countdown in der DDR läuft

Donnerstag, 15. Januar 2009

Heute vor 20 Jahren bot wieder einmal das Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxermburg der Opposition in der DDR die Möglichkeit, sich gegen den Druck der Staatsmacht Gehör zu verschaffen. Und sichtbarer als je zuvor wurde, dass sich der Widerstand gegen das Regime in der DDR immer weiter ausbreitete – sowohl räumlich in vielen Teilen der DDR als auch organisatorisch, indem immer neue Bereiche, gesellschaftliche Gruppen Kritik artikulierten und sich zu vernetzen begannen. (mehr …)

Lucca ohne Badehaus

Montag, 12. Januar 2009

Mit Heinrich Heines Reisebericht über die »Bäder von Lucca« hatte alles begonnen. Zwar beschrieb der Dichter darin keineswegs ein toskanisches Badehaus, aber er prägte den Satz »Es gibt nichts Langweiligeres auf dieser Erde als die Lektüre einer italienischen Reisebeschreibung – außer etwa das Schreiben derselben.« (mehr …)

Wie sich die EU selbst den Gashahn zudrehte

Samstag, 10. Januar 2009

Das Geschrei ist groß derzeit in den führenden EU-Gremien: Russland habe Europa den Gashahn zugedreht. Man werde erpresst. Tausende EU-Bürger, vor allem in Osteuropa, müssten unter russischer Willkür leiden. Mit der Wahrheit hat derlei Propaganda wenig zu tun, denn tatsächlich war es die Europäische Union selbst, die sich den Gashahn zudrehte – indem sie den wirklich Schuldigen unter ihre Fittiche nahm. Neu ist das freilich nicht. Es ist vielmehr die Wiederauflage eines Szenarios, das wir bereits im Sommer um Georgien erlebten. (mehr …)

Merckle und Westerwelle

Donnerstag, 08. Januar 2009

Zwei Kommentare waren in dieser Woche zur weltweiten Finanzkrise zu vernehmen – und sie konnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine kam von Adolf Merckle, jenem Milliardär, der sich das Leben nahm, weil er sein Firmenimperium an den Rand des Untergangs manövriert hatte. (mehr …)

Kein Förster in Gaza

Montag, 05. Januar 2009

Beim Theaterregisseur Dimiter Gotscheff fand sich jüngst ein »Witz«, den der von Heiner Müller hatte und der – wie fast alles von Müller – zum Kommentar auf die Gegenwart taugt, zum Beispiel mit Blick auf den Nahen Osten: »Man findet im Wald ein fast völlig zerfallenes Tagebuch von einem bulgarischen Partisanen, darin steht, schwer zu entziffern: Donnerstag. Wir haben die Faschisten aus dem Wald gejagt. (mehr …)