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	<title>Kommentare zu: Vor 20 Jahren &#8211; Wahlmanipulation und Ausreisewelle bef&#246;rdern die Erosion eines Staates (Teil 2)</title>
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	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
	<lastBuildDate>Sat, 15 Jun 2013 08:14:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Zeitung: Jahn will Fall Stolpe weiter aufarbeiten</title>
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		<dc:creator>Zeitung: Jahn will Fall Stolpe weiter aufarbeiten</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 19:00:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] fall in love The Tallest Man on Earth - &quot;Love Is All&quot; (Official Music Video ... In Blogs gefunden: vor 20 jahren wahlmanipulation und ausreisewelle bef&#246;rdern die die erste solche meinungs&#228;u&#223;erung stammte aus der dkpzeitung &#187;unsere zeit&#171; [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] fall in love The Tallest Man on Earth &#8211; &quot;Love Is All&quot; (Official Music Video &#8230; In Blogs gefunden: vor 20 jahren wahlmanipulation und ausreisewelle bef&ouml;rdern die die erste solche meinungs&auml;u&szlig;erung stammte aus der dkpzeitung &raquo;unsere zeit&laquo; [...]</p>
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		<title>Von: oberblogsaenger</title>
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		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 17:09:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Fast 20 Jahre sp&#228;ter ist man immer kl&#252;ger. Insofern m&#246;chte ich aus heutiger Sicht in keinem Punkt widersprechen. 1990 gab es bei vielen tats&#228;chlich noch andere Hoffnungen, die m&#246;glicherweise von Anfang an angesichts des vor allem auf der D-Mark fu&#223;enden Realit&#228;tssinns der damaligen Bundesregierung Illusion waren. Daraus kann man gewiss lernen, aber allein Selbstbewusstsein der Linken d&#252;rfte kaum reichen, um k&#252;nftig Entwicklungen mehr mitbestimmen zu k&#246;nnen. Dazu bedarf es zuallererst eines &#252;berzeugenden alternativen Konzeptes zur Strategie der b&#252;rgerlichen Klasse, das bereits 1989/90 fehlte und auch heute nicht in Sicht ist.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fast 20 Jahre sp&#228;ter ist man immer kl&#252;ger. Insofern m&#246;chte ich aus heutiger Sicht in keinem Punkt widersprechen. 1990 gab es bei vielen tats&#228;chlich noch andere Hoffnungen, die m&#246;glicherweise von Anfang an angesichts des vor allem auf der D-Mark fu&#223;enden Realit&#228;tssinns der damaligen Bundesregierung Illusion waren. Daraus kann man gewiss lernen, aber allein Selbstbewusstsein der Linken d&#252;rfte kaum reichen, um k&#252;nftig Entwicklungen mehr mitbestimmen zu k&#246;nnen. Dazu bedarf es zuallererst eines &#252;berzeugenden alternativen Konzeptes zur Strategie der b&#252;rgerlichen Klasse, das bereits 1989/90 fehlte und auch heute nicht in Sicht ist.</p>
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		<title>Von: Sepp Aigner</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/05/17/vor-20-jahren-wahlmanipulation-und-ausreisewelle-befoerdern-die-erosion-eines-staates-teil-2/comment-page-1/#comment-4474</link>
		<dc:creator>Sepp Aigner</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 10:22:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;diese Bewegung ... ein originaeres Produkt der DDR&quot;: Das glaube ich schon. Aber was die &quot;Hoffnungen und Erwartungen&quot; betrifft, waren diejenigen Teile der Buergerbewegung, denen ein &quot;3.Weg&quot; vorgeschwebt haben mag, nicht weniger realitaetsfern als die SED-Fuehrung es auf ihre Weise war. 

Die einzige beteiligte Partei, die politisch klarsichtig unbeirrt ihre Ziele verfolgt hat, war die westdeutsche Fuehrung. Kohl hat einmal gesagt, dass das &quot;Fenster der Gelegenheit&quot; nur einen geschichtlichen Augenblick lang offenstand. Und genau in dieses kleine Fenster ist er in genau dem richtigen Moment gesprungen. (Von der westdeutschen Bourgeoisie lernen, heisst siegen lernen !) DENEN ging es um die Eigentumsordnung. Die Durchsetzung der kapitalistischen Eigentumsordnung iast das wirkliche Resultat. Alles andere war Illusion.

In gewisser Weise ist das ja Schnee von gestern. Ich habe die Diskussion aus einem Grund angefangen, den ich gar nicht genannt habe. Irgendwo im Text ist die Rede von der &quot;Vereinigung&quot;. Das mag fuer um 1990 herum angehen. Nach zwanzig Jahren Erfahrung mit dieser &quot;Vereinigung&quot; muss das klar anders formuliert werden: Anschluss. Von Vereinigung konnte nicht die Rede sein, egal wieviele DDR-Buerger endlich &quot;zum Westen gehoeren&quot; wollten. Die Annexion Oesterreichs durch Hitler kann auch nicht Vereinigung genannt werden, weil so viele &quot;Ostmaerker&quot; dem Kerl mit ausgestrecktem Arm zugejubelt haben. 

Das scheint mir wichtig fuer die Zukunft zu sein. Nicht, weil sich etwas zurueckdrehen liesse, sondern weil eine deutsche Linke, die wieder Selbstbewusstsein gewinnen will, sich ihr Geschichtsbild nicht vom Gegner aufzwingen lassen darf, inklusive der verwendeten Begriffe.
Diejenigen SED-Mitglieder, die sich im Zug der Annexion irgendwie &quot;arrangiert&quot; haben und trotzdem &quot;irgendwie links&quot; geblieben sind, sollten sich dazu durchdringen zu sagen: Jawohl, wir haben uns auch betruegen lassen. Ich sage das, als, zumindest dem Ursprung nach westdeutscher, Kommunist, ohne jede Ueberheblichkeit, die ja laecherlich waere, weil wir selber nie etwas Entscheidendes zustande gebracht haben. Aber Fakt bleibt Fakt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;diese Bewegung &#8230; ein originaeres Produkt der DDR&#8221;: Das glaube ich schon. Aber was die &#8220;Hoffnungen und Erwartungen&#8221; betrifft, waren diejenigen Teile der Buergerbewegung, denen ein &#8220;3.Weg&#8221; vorgeschwebt haben mag, nicht weniger realitaetsfern als die SED-Fuehrung es auf ihre Weise war. </p>
<p>Die einzige beteiligte Partei, die politisch klarsichtig unbeirrt ihre Ziele verfolgt hat, war die westdeutsche Fuehrung. Kohl hat einmal gesagt, dass das &#8220;Fenster der Gelegenheit&#8221; nur einen geschichtlichen Augenblick lang offenstand. Und genau in dieses kleine Fenster ist er in genau dem richtigen Moment gesprungen. (Von der westdeutschen Bourgeoisie lernen, heisst siegen lernen !) DENEN ging es um die Eigentumsordnung. Die Durchsetzung der kapitalistischen Eigentumsordnung iast das wirkliche Resultat. Alles andere war Illusion.</p>
<p>In gewisser Weise ist das ja Schnee von gestern. Ich habe die Diskussion aus einem Grund angefangen, den ich gar nicht genannt habe. Irgendwo im Text ist die Rede von der &#8220;Vereinigung&#8221;. Das mag fuer um 1990 herum angehen. Nach zwanzig Jahren Erfahrung mit dieser &#8220;Vereinigung&#8221; muss das klar anders formuliert werden: Anschluss. Von Vereinigung konnte nicht die Rede sein, egal wieviele DDR-Buerger endlich &#8220;zum Westen gehoeren&#8221; wollten. Die Annexion Oesterreichs durch Hitler kann auch nicht Vereinigung genannt werden, weil so viele &#8220;Ostmaerker&#8221; dem Kerl mit ausgestrecktem Arm zugejubelt haben. </p>
<p>Das scheint mir wichtig fuer die Zukunft zu sein. Nicht, weil sich etwas zurueckdrehen liesse, sondern weil eine deutsche Linke, die wieder Selbstbewusstsein gewinnen will, sich ihr Geschichtsbild nicht vom Gegner aufzwingen lassen darf, inklusive der verwendeten Begriffe.<br />
Diejenigen SED-Mitglieder, die sich im Zug der Annexion irgendwie &#8220;arrangiert&#8221; haben und trotzdem &#8220;irgendwie links&#8221; geblieben sind, sollten sich dazu durchdringen zu sagen: Jawohl, wir haben uns auch betruegen lassen. Ich sage das, als, zumindest dem Ursprung nach westdeutscher, Kommunist, ohne jede Ueberheblichkeit, die ja laecherlich waere, weil wir selber nie etwas Entscheidendes zustande gebracht haben. Aber Fakt bleibt Fakt.</p>
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		<title>Von: oberblogsaenger</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/05/17/vor-20-jahren-wahlmanipulation-und-ausreisewelle-befoerdern-die-erosion-eines-staates-teil-2/comment-page-1/#comment-4473</link>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 20:01:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Sepp Aigner

Im R&#252;ckblick mag sich die Entwicklung im Osten Deutschlands so darstellen, 1989 jedoch gab es durchaus noch ganz andere Hoffnungen und Erwartungen - gerade bei der B&#252;rgerrechtsbewegung. Eben darum lassen sie sich ja aus diesem Text ablesen, der damals und nicht heute entstand.

Denn damals war die schnelle Vereinigung f&#252;r die B&#252;rgerrechtler keine Option. Sie waren gegen&#252;ber dem Westen oft ebenso kritisch wie gegen&#252;ber der DDR und wollten eine Art 3. Weg. Allerdings folgte ihnen die Mehrheit der Bev&#246;lkerung nicht. Das jedoch meist aus Unkenntnis dessen, was kommen w&#252;rde. Diese Mehrheit  orientierte sich am BRD-Bild aus dem Fernsehen, es machte die Vereinigung f&#252;r sie attraktiv. Die Eigentumsverh&#228;ltnisse interessierten sie damals nicht, wohl aber den Westen. Und so wie sie sich heute darstellen, wollten sie die wenigsten DDR-B&#252;rger haben, was gewiss eine Illusion war. Man kannte eben den Kapitalismus nur theoretisch, nicht seine Praxis.

Was den Untergang der DDR angeht,  lag Prim&#228;res und Sekund&#228;res genau umgekehrt. Ohne die Aktionen in der DDR h&#228;tte sich nichts ge&#228;ndert; allerdings erg&#228;nzte und vermittelte der Westen die Proteste durch due genannte Beispielwirkung. Er gab der Bewegung in der DDR letztlich das Ziel, diese Bewegung aber war ein origin&#228;res Produkt der DDR.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Sepp Aigner</p>
<p>Im R&#252;ckblick mag sich die Entwicklung im Osten Deutschlands so darstellen, 1989 jedoch gab es durchaus noch ganz andere Hoffnungen und Erwartungen &#8211; gerade bei der B&#252;rgerrechtsbewegung. Eben darum lassen sie sich ja aus diesem Text ablesen, der damals und nicht heute entstand.</p>
<p>Denn damals war die schnelle Vereinigung f&#252;r die B&#252;rgerrechtler keine Option. Sie waren gegen&#252;ber dem Westen oft ebenso kritisch wie gegen&#252;ber der DDR und wollten eine Art 3. Weg. Allerdings folgte ihnen die Mehrheit der Bev&#246;lkerung nicht. Das jedoch meist aus Unkenntnis dessen, was kommen w&#252;rde. Diese Mehrheit  orientierte sich am BRD-Bild aus dem Fernsehen, es machte die Vereinigung f&#252;r sie attraktiv. Die Eigentumsverh&#228;ltnisse interessierten sie damals nicht, wohl aber den Westen. Und so wie sie sich heute darstellen, wollten sie die wenigsten DDR-B&#252;rger haben, was gewiss eine Illusion war. Man kannte eben den Kapitalismus nur theoretisch, nicht seine Praxis.</p>
<p>Was den Untergang der DDR angeht,  lag Prim&#228;res und Sekund&#228;res genau umgekehrt. Ohne die Aktionen in der DDR h&#228;tte sich nichts ge&#228;ndert; allerdings erg&#228;nzte und vermittelte der Westen die Proteste durch due genannte Beispielwirkung. Er gab der Bewegung in der DDR letztlich das Ziel, diese Bewegung aber war ein origin&#228;res Produkt der DDR.</p>
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		<title>Von: Sepp Aigner</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/05/17/vor-20-jahren-wahlmanipulation-und-ausreisewelle-befoerdern-die-erosion-eines-staates-teil-2/comment-page-1/#comment-4472</link>
		<dc:creator>Sepp Aigner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 14:07:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Oppositionsbewegung wird in dem Beitrag eher dargestellt als Opposition auf &quot;sozialistischem Boden&quot;. Das war doch nicht der Fall ? Waren nicht auch die &quot;kleinen Forderungen&quot;, die den Willen einer Verbesserung der sozialistischen Verhaltnisse bekundeten, in Wirklichkeit angelegt auf die Beseitigung der DDR ? Ich kann mir schwer vorstellen, dass Leute, die politisch so geschickt vorgehen wie die Kader der Buergerrechtsgruppen, gleichzeitig wirklich so naiv sein konnten anzunehmen, dass sie das Heft in der Hand behalten wuerden und eine &quot;demokratisch-sozialistische&quot; DDR herauskommen koennte.

Es ging um die Aenderung der Eigentumsverhaeltnisse, zu dem Zweck der Machtverhaeltnisse. Die problemlose Verwandlung der Parole &quot;Wir sind das Volk&quot; in &quot;Wir sind ein Volk&quot; zeigt m.E., dass es nicht um einen besseren Sozialismus ging, sondern um den Anschluss. War nicht DAS die Massenstimmung, auf die sich die Opposition stuetzen konnte ? 

Mir scheint, die Opposition war nie die politische Fuehrung dessen, was zum Untergang der DDR gefuehrt hat, sondern eher ein ergaenzendenes und vermittelndes Element. Die wirkliche politische Fuehrung lag bei der BRD, ihrem Masseneinfluss und ihrem Ansehen bei bedeutenden Teilen der Buerger der DDR. Und auch operativ lag die Fuehrung bei der BRD, nicht bei irgendwelchen Pfarrern.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Oppositionsbewegung wird in dem Beitrag eher dargestellt als Opposition auf &#8220;sozialistischem Boden&#8221;. Das war doch nicht der Fall ? Waren nicht auch die &#8220;kleinen Forderungen&#8221;, die den Willen einer Verbesserung der sozialistischen Verhaltnisse bekundeten, in Wirklichkeit angelegt auf die Beseitigung der DDR ? Ich kann mir schwer vorstellen, dass Leute, die politisch so geschickt vorgehen wie die Kader der Buergerrechtsgruppen, gleichzeitig wirklich so naiv sein konnten anzunehmen, dass sie das Heft in der Hand behalten wuerden und eine &#8220;demokratisch-sozialistische&#8221; DDR herauskommen koennte.</p>
<p>Es ging um die Aenderung der Eigentumsverhaeltnisse, zu dem Zweck der Machtverhaeltnisse. Die problemlose Verwandlung der Parole &#8220;Wir sind das Volk&#8221; in &#8220;Wir sind ein Volk&#8221; zeigt m.E., dass es nicht um einen besseren Sozialismus ging, sondern um den Anschluss. War nicht DAS die Massenstimmung, auf die sich die Opposition stuetzen konnte ? </p>
<p>Mir scheint, die Opposition war nie die politische Fuehrung dessen, was zum Untergang der DDR gefuehrt hat, sondern eher ein ergaenzendenes und vermittelndes Element. Die wirkliche politische Fuehrung lag bei der BRD, ihrem Masseneinfluss und ihrem Ansehen bei bedeutenden Teilen der Buerger der DDR. Und auch operativ lag die Fuehrung bei der BRD, nicht bei irgendwelchen Pfarrern.</p>
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