Westerwelles persönliche Mitnahmepraxis

Mit dankenswerter Klarheit hat Guido Westerwelle jetzt erläutert, dass Politik für ihn natürlich auch eine persönlicher Angelegenheit, wenn nicht seine Privatsache ist. Angesprochen auf den unmittellbaren Nutzen, den sein Bruder Kai aus der Mitnahmepraxis des Vizekanzlers und Außenministers bei seinen Reisen durch die Welt insofern hat, dass auch einer seiner engeren Geschäftspartner im Regierungs-Flieger sitzt, verkündete er mit gereiztem Unterton: »Da der Opposition die politischen Argumente ausgehen, versuchen sie es jetzt mit persönlichen Attacken gegen mich und meine Familie.« Was ja wohl nur heißen kann: Wen ich auf meine Reisen mitnehme, unterliegt nicht politischen Erwägungen, sondern ist meine Privatsache, die niemanden etwas angeht.

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Eine Antwort zu “Westerwelles persönliche Mitnahmepraxis”

  1. Markus sagt:

    Um einiges schlauer und vor allem für die breite Öffentlichkeit weniger sichtbar gehen da schon andere Strategen in der Grauzone von Politik und Wirtschaft vor. Aber wie jeder Narziß braucht Westerwelle natürlich das grelle Scheinwerferlicht, um sich öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen.

    http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2010/maerz/drehtuer-lobbykratie
    Drehtür-Lobbykratie | Blätter für deutsche und internationale Politik

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