Archiv für April 2012

Durch das Internet verliert die »repräsentative Demokratie« ihre Daseinsberechtigung

Montag, 30. April 2012

(pri) Die arrogante Attitüde, dass die Chaostruppe der Piratenpartei mit ihren uferlosen Diskussionen ja doch nie zu einer klaren Entscheidung komme, dürfte sich mit deren Bundesparteitag am letzten Wochenende ziemlich erledigt haben. Denn in Neumünster (mehr …)

Innenminister Friedrich spielt mit dem Verfassungsbruch

Samstag, 21. April 2012

(pri) Wenn man den dramatischen Ankündigungen glauben will, wird Deutschland am kommenden Donnerstag in eine Katastrophe schlittern. Dann nämlich soll die Bundesregierung Strafzahlungen »in Millionenhöhe« leisten, weil sie diese letzte Frist zur Einführung der vorsorglichen Speicherung von Telekommunikationsdaten nicht eingehalten hat. So jedenfalls trommeln Politiker und die ihnen zugetanen Medien seit Tagen (mehr …)

Günter Grass hat in ein Wespennest gestochen

Montag, 09. April 2012

(pri) Einen vergleichbaren medialen Shitstorm wie dieser Tage gegen das Gedicht »Was gesagt werden muss« von Günter Grass erlebten wir hierzulande wohl zuletzt im November 1976, als die DDR Wolf Biermann die Wiedereinreise nach einem Konzert in der Bundesrepublik verweigerte und dagegen einige Schriftsteller und Künstler maßvoll Protest erhoben. Damals wie heute reagierten Staat und Medien derart panikartig, weil offensichtlich ein besonders schwerer Angriff auf die herrschende Staatsräson durch die Meinung eines einzelnen oder einzelner Prominenter zu verzeichnen war bzw. ist. (mehr …)

Rätselhaftes Kambodscha

Dienstag, 03. April 2012

 I. Erkundungen in Phnom Penh

(pri) Für die meisten Kambodschaner ist es ferne Geschichte. Die Herrschaft Pol Pots und der seinen liegt mehr als 30 Jahre zurück, aber zwei Drittel der Kambodschaner sind unter 30 Jahren alt. Sie haben das Terrorregime der Roten Khmer nie erlebt, und ihre Eltern oder Großeltern hatten wenig Neigung, über jene Zeit der Gräuel zu berichten. So ist das Genozid-Museum Tuol Sleng im Süden der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh, nahe dem Mao-Tse-Tung-Boulevard, kein von Einheimischen stark frequentierter Ort, und über dem Eingang muss gar ein Schild dazu mahnen, in den Räumen nicht zu lachen (mehr …)