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Günter Grass hat in ein Wespennest gestochen

(pri) Einen vergleichbaren medialen Shitstorm wie dieser Tage gegen das Gedicht »Was gesagt werden muss« von Günter Grass erlebten wir hierzulande wohl zuletzt im November 1976, als die DDR Wolf Biermann die Wiedereinreise nach einem Konzert in der Bundesrepublik verweigerte und dagegen einige Schriftsteller und Künstler maßvoll Protest erhoben. Damals wie heute reagierten Staat und Medien derart panikartig, weil offensichtlich ein besonders schwerer Angriff auf die herrschende Staatsräson durch die Meinung eines einzelnen oder einzelner Prominenter zu verzeichnen war bzw. ist.

 

In der DDR war dieser Punkt meist sehr schnell erreicht; zur Organisation einer solch 99-prozentigen Meinungsformierung bedurfte es freilich eines starken zentralen Organs in Gestalt der SED-Agitationskommission. Die heutige Bundesrepublik hält sich jedoch in der Regel eine beinahe unumschränkte Meinungsfreiheit zugute. Jetzt konnten wir lernen, dass es auch bei ihr damit nicht weit her ist, wenn sie meint, Grundlegendes werde in Frage gestellt – und dass die 99 Prozent in einer durch lange mediale Bearbeitung formierten Gesellschaft sogar ohne jede zentrale Steuerung erreicht werden, was ein bezeichnendes Licht auf die tonangebende Journalistenzunft wirft. Da klingen die Anwürfe gegen den Kritiker nicht anders als im »Unrechtsstaat«, und der verbalen Ausgrenzung folgt auch hier schnell die physische, zwar (noch?) nicht aus dem eigenen Land, aber doch aus dem kritisierten, was die offizielle Politik wie Medienlandschaft allenfalls vorsichtig rügt – wo sie sonst doch die Freizügigkeit mit starken Worten bis hin zur diplomatischen Depesche verteidigt.

 

Natürlich hat Günter Grass ein Tabu verletzt; der stärkste Beweis dafür ist gerade das dröhnende Gegenecho, das über ihn gekommen ist. Geradezu rührend die Versuche, nun ausgerechnet die Netzgemeinde des Internets, die tatsächlich schon seit langem die israelische Drohpolitik geißelte, die verschwiegene Atomaufrüstung außerhalb jeder Kontrolle, die von allen anderen lautstark erzwungen wird, aufdeckte und die gesetzwidrige deutsche Unterstützung solchen Eskalationskurses kritisierte, als Beweis von Meinungsfreiheit und Transparenz in dieser Frage ins Feld zu führen, während die Blogosphäre gleichzeitig grundsätzlich wegen solchen Durchbrechens der staatlich gewünschter Medienblockade angegriffen wird.

 

Mit den Fakten, die Grass nennt, beschäftigen sich die Kritiker wohlweislich kaum. Weder wird die Selbstverständlichkeit ausgesprochen, dass sich natürlich auch Israel, wie jeder andere Staat der Welt, einer internationalen Kontrolle seines Atompotenzials unterwerfen muss, noch verteidigt man das in der UNO-Charta ausgesprochene Verbot eines Angriffskrieges, obwohl ihn Israel unverhohlen ankündigt und Druck auf seine Freunde ausübt, sich daran aktiv zu beteiligen. Auch der Verstoß der Bundesregierung gegen ihre eigene Verpflichtung, keine Angriffswaffen in Krisengebiete zu liefern, wird weitgehend ausgeblendet. Insofern ist es verdienstvoll von Günter Grass, diese Fragen auf die Tagesordnung gesetzt zu haben. Kein Zufall also, dass bereits das Ende der Debatte gefordert wird, weil man die tiefgründige Erörterung eines für die Menschheit möglicherweise existenziellen Problems und die daraus erwachsende denkbare Wiederholung früherer Massenproteste gegen atomare Bewaffnung oder Raketen-Nachrüstung unbedingt verhindern will.

 

So entlarvt sich die Reaktion von Politik wie Medien auf das Grasssche Gedicht tatsächlich als eine Kampagne, in der sich ideologische Unbelehrbarkeit mit dem Abwehrreflex des ertappten Sünders mischt. Nur wenige sind zu einer sachlich-kritischen Antwort auf seine Wortmeldung bereit; dass Wolf Biermann dazugehört, zeigt, dass er die eigenen Erfahrungen nicht vergessen hat. Die politischen Eiferer jedoch disqualifizieren sich selbst. Das Tabu, das es angeblich nicht gibt, soll aus ihrer Sicht wirksam bleiben, denn am besten – so hat die Geschichte immer wieder bewiesen – bereitet man Kriege hinter einer Mauer von Geheimhaltung, dem Schleier der falschen Verdächtigung oder der emotionalen Irreführung vor. All das spielt sich derzeit im Hintergrund ab. Ein schlichtes Gedicht hat es auf die hell erleuchtete Weltbühne gestellt.

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Eine Antwort zu “Günter Grass hat in ein Wespennest gestochen”

  1. Stefan Wehmeier sagt:

    Über ein triviales “Gedicht” (Inhalt längst bekannt), das bestenfalls geeignet ist, von der eigentlichen Kriegsursache abzulenken, diskutiert die ganze Welt.

    Doch ein wissenschaftlich einwandfreier Artikel, der den Kern des Problems anspricht, wird vom “Normalbürger” gar nicht erst zur Kenntnis genommen:

    http://www.deweles.de/files/krieg.pdf

    Wer die tiefere Ursache – nicht nur – für dieses irrationale Verhalten verstehen will, muss tatsächlich bei Adam und Eva anfangen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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