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	<title>blogsgesang.de &#187; Blogs-Gesangbuch</title>
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	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
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		<title>Bundestrojaner, das IM-System des Internetzeitalters</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 19:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(pri) Als das Bundesverfassungsgericht vor gut dreieinhalb Jahren den Sicherheitsbeh&#246;rden die Online-Durchsuchung gestattete, sie aber durch allerlei Auflagen zur seltenen Ausnahme zu machen versuchte, war bereits klar dass damit dem Zugriff auf die Computer aller B&#252;rger T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet wurde. &#220;brigens auch dem Gericht selbst, das warnend den Zeigefinger hob: »Wird ein komplexes informationstechnisches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(pri) Als das Bundesverfassungsgericht vor gut dreieinhalb Jahren den Sicherheitsbeh&#246;rden die Online-Durchsuchung gestattete, sie aber durch allerlei Auflagen zur seltenen Ausnahme zu machen versuchte, war bereits klar dass damit dem Zugriff auf die Computer aller B&#252;rger T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet wurde. <span id="more-3320"></span>&#220;brigens auch dem <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20080227_1bvr037007.html" target="_blank"><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/3d0a65f64a4849779c6fcfb0f650c4f7" alt="" width="1" height="1" />Gericht selbst, das warnend den Zeigefinger hob</a>: »Wird ein komplexes informationstechnisches System zum Zweck der Telekommunikations&#252;berwachung technisch infiltriert (,Quellen-Telekommunikations&#252;berwachung‘), so ist mit der Infiltration die entscheidende H&#252;rde genommen, um das System insgesamt auszusp&#228;hen. Die dadurch bedingte Gef&#228;hrdung geht weit &#252;ber die hinaus, die mit einer blo&#223;en &#220;berwachung der laufenden Telekommunikation verbunden ist.« Es wusste also: Wenn eine T&#252;r auch nur einen Spalt weit ge&#246;ffnet wird, reicht das in aller Regel aus, um sie sukzessive immer weiter aufzusto&#223;en – bis hin zum sprichw&#246;rtlichen Scheunentor.</p>
<p>Dass sich die mit dem Verfassungsgerichtsurteil vom 27. Februar 2008 freigegebene Entwicklung in diesem Sinne vollzog, ist also keine &#220;berraschung; erstaunlich ist allenfalls, mit welcher Selbstverst&#228;ndlichkeit vor allem <a href="http://www.zdnet.de/news/41557123/vier-bundeslaender-geben-trojanernutzung-zu.htm" target="_blank">konservative Innenminister</a> und ihre Ermittler den Fu&#223; oder gleich den Polizeistiefel in den T&#252;rspalt schoben oder sie gar ganz auftraten. Sie erkannten offensichtlich sehr schnell, dass ihnen mit der Schn&#252;ffel-Software des Bundestrojaners ein Instrument nicht grunds&#228;tzlich verboten wurde, das in seinen M&#246;glichkeiten einem IM-System, wie es das Ministerium f&#252;r Staatssicherheit der DDR noch m&#252;hsam aufbauen musste, nicht nur nahe kommt, sondern es teilweise &#252;bertrifft. Vor allem aber ist es hinsichtlich des Einsatzes von Mitteln und Personen wesentlich effizienter und weniger st&#246;ranf&#228;llig.</p>
<p>Der <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ein-amtlicher-trojaner-anatomie-eines-digitalen-ungeziefers-11486473.html" target="_blank">vom Chaos Computer Club enttarnte Bundestrojaner</a> erm&#246;glicht die l&#252;ckenlose &#220;berwachung der gesamten Online-Aktivit&#228;ten eines B&#252;rgers vor allem dadurch, dass er in schneller Folge Bildschirmfotos des Computers liefert, aus dem die jeweilige Aktivit&#228;t des Nutzers abgelesen werden kann. Bei f&#252;nf Eins&#228;tzen des Trojaners in Bayern wurden, so musste das Innenministerium zugeben, 29589 solche Bildschirmfotos (Screenshots) »geschossen«, bei Bedarf alle 30 Sekunden eins. »Wie bei einem Daumenkinoheftchen k&#246;nnen die &#220;berwacher dem Entstehen von Text gewordenen Gedanken, Kalkulationen, Notizen und E-Mails zuschauen – ein Bildschirmfoto nach dem anderen. Auch niemals versendete Nachrichten, die der Verfasser wieder gel&#246;scht hat, statt sie abzuschicken, landen so auf dem &#220;berwachungsserver. Viele Menschen haben es sich angew&#246;hnt, ihre Gedanken und Gef&#252;hlen digital festzuhalten, die sie dann aber nicht unbedingt verschicken &#8230; Nun landen sie mittels der Autorisierung einer einfachen Telekommunikations&#252;berwachung in den Handakten der Ermittler und Geheimdienste.«, stellt dazu die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« fest. Hinzu kommt, dass der Trojaner alle &#252;bers Internet gef&#252;hrten Telefongespr&#228;che aufzeichnen konnte, aber – nachdem er das am Computer angeschlossene Mikrofon aus der Ferne angeschaltet hatte – auch s&#228;mtliche sonstigen Gespr&#228;che in dessen Umfeld und sogar – nach Aktivierung der Webcam, wiederum auf Befehl aus den Wolken – alle Bilder aus dem Raum,also die Personen und ihre Verrichtungen.</p>
<p>Um ein solches Ergebnis zu erreichen, bedurfte es bei der Stasi eines ganzen Netzes dicht an der verd&#228;chtigen Person platzierter und aussagewilliger Lauscher, und selbst dann erfuhr sie nur ein Bruchteil dessen, was der infizierte Computer zu liefern vermag. Denn er vermerkt auch, was der/die Verd&#228;chtige allein tut, allein schreibt und auf der Festplatte abspeichert. Der Intimbereich jeden menschlichen Lebens ist somit entschl&#252;sselbar, der von den Verfassungsrichtern als unantastbar bezeichnete »Kernbereich privater Lebensgestaltung« liegt offen vor den staatlichen Ermittlern.</p>
<p>Und noch mehr. Der Bundestrojaner kann, so wie er Befehle erteilt, Computerinhalte an vorgegebene Adressen zu senden, auch veranlassen, dass Computerinhalte jeglicher Art auf dem infizierten Rechner abgelegt werden. Auch das ist von der Stasi bekannt. Wollte sie einen Verd&#228;chtigen aus dem Verkehr ziehen, wurden schon mal kompromittierende Belege in seinem Umfeld platziert, wozu sie auch auf IM zur&#252;ckgriff oder in die Wohnung einbrach. Jetzt gen&#252;gt ein Mausklick, um das Kompromat auf dem Computer unterzubringen – &#252;brigens auch, um es bei Bedarf wieder r&#252;ckstandsfrei zu entfernen.</p>
<p>Und so wie in der DDR das IM-System beinahe nach Gutd&#252;nken zum Einsatz kam, wird der Bundestrojaner auch heute schon beinahe als Standardmethode angewandt. Jedenfalls war in keinem der aus Bayern, Baden-W&#252;rttemberg, Niedersachsen, Hessen und Brandenburg bekannt gewordenen F&#228;lle ein »&#252;berragend wichtiges Rechtsgut« in Gefahr. Denn dies definiert das Bundesverfassungsgericht so: »&#220;berragend wichtig sind Leib, Leben und Freiheit der Person oder solche G&#252;ter der Allgemeinheit, deren Bedrohung die Grundlagen oder den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz der Menschen ber&#252;hrt.« Den <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13657847/Der-Skandal-hinter-dem-Trojaner.html" target="_blank">bayerischen Beh&#246;rden</a> gen&#252;gte der Verdacht illegalen Handels mit Bet&#228;ubungsmitteln, um die Online-Total&#252;berwachung gegen einem Pharmah&#228;ndler einzusetzen; sogar das Landgericht Landshut befand das als unrechtrm&#228;&#223;ig.</p>
<p>Ganz anders freilich die zust&#228;ndigen Innenminister, die in keinem Fall einen Rechtsbruch sehen wollten – eine weitere Parallele zum Vorgehen in totalit&#228;ren Staaten, die den Schriftsteller <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ueberwachung-kontrolle-ausser-kontrolle-11487833.html" target="_blank">Dietmar Dath</a> bereits von einem »neuen Typ des Totalitarismus« sprechen lie&#223;. F&#252;r sie gen&#252;gt eine richterliche Best&#228;tigung, also das Plazet durch eine einzige Person, die in der Regel eng mit dem Ermittlungsapparat verbunden ist, um bedenkenlos alles das auszuforschen, was nur auszuforschen ist. Denn nat&#252;rlich kann – eine Grundregel jeglicher Polizeiarbeit – alles einmal von Bedeutung sein. Diese Informationsfetischisten empfanden das Urteil des Bundesverfassungsgerichts weniger als Grenzziehung denn als ein Niederrei&#223;en st&#246;render Schlagb&#228;ume.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht w&#252;rde es allerdings wohl als ehrenr&#252;hrig empfinden, unterstellte man ihm, es sei von den Sicherheitsbeh&#246;rden &#252;bert&#246;lpelt worden. Tats&#228;chlich wurde es wohl auch in dieser Sache – und die genannte selbstkritische Warnung belegt es – im Sinne seines &#252;bergeordneten Auftrags t&#228;tig, <a href="http://www.blogsgesang.de/2010/03/04/das-bundesverfassungsgericht-stabilisator-staatlicher-macht/" target="_blank">die Handlungsf&#228;higkeit des Staates jederzeit zu gew&#228;hrleisten</a> und mit genau diesem Ziel f&#252;r die jeweils erforderliche Interpretation des Grundgesetzes zu sorgen. Die Risiken und Nebenwirkungen eines solchen Vorgehens zugunsten der Staatssicherheit nahm es als eine Art Kollateralschaden in Kauf; inwieweit dessen Ausma&#223; nun vielleicht doch zu einigem Unbehagen bei den h&#246;chsten Verfassungsrichtern f&#252;hrt, wird abzuwarten sein.</p>
<p>Zwar muss nicht jeder B&#252;rger von vornherein damit rechnen, dass auf seinen Computer ein Bundestrojaner eingeschleust wird; schlie&#223;lich ist es schon die riesige Datenmenge, die Innenministern und Ermittlern Grenzen setzt. Dennoch sollte sich der »unbecholtene« B&#252;rger nicht allzu sicher f&#252;hlen, kann er doch – von wem und warum auch immer – »bescholten« werden. Und dann sein Leben in k&#252;rzester Zeit nackt und blo&#223; auf den Bildschirmen der Polizei bereitliegen.</p>
<p>Daher gibt es f&#252;r das Problem eigentlich nur eine L&#246;sung: das totale Verbot jeglicher Online-Durchsuchung, so wie in der Verfassung auch das Brief-, das Post- und Fernmeldegeheimnis f&#252;r unverletzlich erkl&#228;rt worden sind (Art. 10). Es gibt keinen Grund, in diesem Falle anders zu verfahren – erst recht nicht nach der Enttarnung des Bundestrojaners.</p>
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		<title>»Das Bl&#228;ttchen« als Blogroll</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 17:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich klingt es ziemlich zynisch, das Wort vom »Scheitern als Chance«, aber wer mag, kann es vielleicht doch auch als Ermutigung verstehen. Die Macher des »Bl&#228;ttchens«, einem der beiden »Weltb&#252;hne«-Nachfolger, die sich redlich M&#252;he gaben, dem Blatt der Jacobsohn, Tucholsky und Ossietzky nachzueifern, was freilich auch im Doppelpack keine einfache Sache war, jedenfalls tun es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich klingt es ziemlich zynisch, das Wort vom »Scheitern als Chance«, aber wer mag, kann es vielleicht doch auch als Ermutigung verstehen. Die Macher des »Bl&#228;ttchens«, einem der beiden »Weltb&#252;hne«-Nachfolger, <span id="more-1456"></span>die sich redlich M&#252;he gaben, dem Blatt der Jacobsohn, Tucholsky und Ossietzky nachzueifern, was freilich auch im Doppelpack keine einfache Sache war, jedenfalls tun es und erweitern ihr Verbreitungsgebiet hinein ins world wide web. Das rote Heftchen gibt es an den Kiosken nicht mehr; daf&#252;r ein solide gemachtes online-Produkt, das <a href="http://das-blaettchen.de/" target="_blank"><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/fd466d005b654f18a2dec4222248374c" alt="" width="1" height="1" />seit gestern im Netz steht </a>– zur Verst&#228;rkung anspruchsvollen linken Denkens und Argumentierens.</p>
<p>Das verdient jede Unterst&#252;tzung – und sei es nur durch einen kleinen Beitrag zur Vernetzung. Der »Blogroll« sei f&#252;rderhin zur freundlichen Beachtung empfohlen; es kann gar nicht genug Stimmen geben, denen es erkl&#228;rterma&#223;en um einen Austausch geht, »der — auch im Streit — produktiv werden kann f&#252;r linkes Denken innerhalb und jenseits jedweden parteipolitischen Kanons«.</p>
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		<title>Blog, Blogger, am bloggesten</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 15:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Jubil&#228;um ist zu begehen, eins der gro&#223;en Zahl, und es f&#228;llt &#8211; wohl eher zuf&#228;llig &#8211; in eine Zeit, da, am iranischen Beispiel, wieder einmal heftig diskutiert wird, welche Rolle das Internet in den aktuellen Weltenl&#228;uften spielt. Dies ist der 400. Beitrag dieser Internetseite &#8211; und eigentlich hat sich der Autor mit solch einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jubil&#228;um ist zu begehen, eins der gro&#223;en Zahl, und es f&#228;llt &#8211; wohl eher zuf&#228;llig &#8211; in eine Zeit, da, am iranischen Beispiel, wieder einmal heftig diskutiert wird, welche Rolle das Internet in den aktuellen Weltenl&#228;uften spielt. <span id="more-1062"></span>Dies ist der 400. Beitrag dieser Internetseite &#8211; und eigentlich hat sich der Autor mit solch einem Satz bereits disqualifiziert. Denn in der Web-Sprache, die mit dem Deutschen wenig gemein hat, hei&#223;t der Beitrag nat&#252;rlich »Post« und die Seite »Blog«; ansonsten aber ist diese Sprache noch immer derart unfertig, dass sich umf&#228;ngliche Gespr&#228;chsrunden (»Communities«) zum Beispiel dar&#252;ber ewig fetzen k&#246;nnen, ob ein Blog m&#228;nnlichen oder s&#228;chlichen Geschlechtes ist. Aber &#8211; und damit sind wir bei seinem gr&#246;&#223;ten Vorzug &#8211; das Internet darf das &#8211; von rechts bis links, von oben nach unten, grenzenlos, uferlos, tabulos, sogar geschmacklos.</p>
<p>Jeder, der &#252;ber irgendeinen Telefonanschluss verf&#252;gt (und den bekommt man heute schon f&#252;r einen Euro), kann aller Welt mitteilen, was ihm gerade auf der Seele brennt &#8211; seinen Liebeskummer, seine Meinung zu Barack Obamas letzter Rede, den &#196;rger &#252;ber das Hochschnellen des Benzinpreises sp&#228;testens an jedem Freitag, seine Befindlichkeit angesichts dauerhaften Regenwetters oder nach einer n&#228;chtlichen Fernsehdebatte hochbezahlter Professoren &#252;ber den Wert oder Unwert von B&#252;chern mit mehr als 1000 Seiten. Er kann &#252;ber den aktuellen Standort an einer Stra&#223;enbahnhaltestelle informieren oder seine aktuelle Verrichtung, sofern er dazu nicht beide H&#228;nde braucht, &#252;ber seine kleinen Wehwehchen oder gro&#223;en Visionen. All das rufen Millionen millionenfach ab und scheren sich oft wenig darum, dass es dem einzelnen Post regelm&#228;&#223;ig (was Ausnahmen einschlie&#223;t) an Qualit&#228;t gebricht ; diese generiert sich erst &#8211; ganz dialektisch &#8211; aus der Quantit&#228;t. Womit der zweite Vorzug des Web beschrieben w&#228;re, der sich logisch aus dem ersten ergibt: Absolute Freiheit der Kommunikation erzeugt jene gro&#223;e Zahl von Inhalten, die nach den Gesetzen der Statistik immer n&#228;her an die Wahrheit heranf&#252;hrt.</p>
<p>Insofern m&#252;sste man den iranischen Machthabern beinahe dankbar sein f&#252;r ihre Versuche, die gesteuerte Informationsvermittlung zu unterbinden, denn daraus resultiert heute nicht etwa das angestrebte Versiegen des Informationsflusses, sondern seine stete Verbreiterung, was eine Kanalisierung bald unm&#246;glich macht. Das allerdings auf allen Seiten, denn weder das Regime noch der vermeintlich objektive Beobachter, der aber auch nicht im luftleeren Raum lebt, und schon gar nicht der zuf&#228;llige Passant mit der Handy-Kamera vermag seine Deutung der Ereignisse durchzusetzen, sobald &#252;ber diese selbst uneingeschr&#228;nkt berichtet wird und jeder, aber auch wirklich jeder die M&#246;glichkeit hat, all dies ebenso uneingeschr&#228;nkt zur Kenntnis zu nehmen.</p>
<p>Erw&#252;nscht ist eine solche Demokratisierung der Kommunikation bei den M&#228;chtigen nicht; man erkennt das an ihren &#8211; weltweit und system&#252;bergreifend &#8211; zunehmenden Versuchen, durch Sperren und Mauern den Informationsfluss wieder auf das von ihnen f&#252;r ertr&#228;glich gehaltene Ma&#223; zu begrenzen. Aber auch Nutzer im Web (»User«) haben oft selbst Angst vor der Vielfalt der Tatsachen und Meinungen, deren Kenntnisnahme sie zur &#220;berpr&#252;fung und m&#246;glicherweise Infragestellung eigener vermeintlicher Gewissheiten zwingen k&#246;nnte. Diese ziehen sich dann in ihre mehr oder weniger abgeschotteten Communities zur&#252;ck, in denen sie sich die B&#228;lle zuwerfen und einen verirrten Fremdk&#246;rper entweder ignorieren oder solange w&#252;tend attackieren, bis er sich wieder von ihrer Spielwiese entfernt und dort nicht mehr st&#246;rt. F&#252;r sie erweitert das Internet paradoxerweise nicht die Freiheit, sondern erm&#246;glicht ihnen den R&#252;ckzug auf den geistig kleinsten Nenner.</p>
<p>Die Freiheit des Web ergibt sich aus der Freiheit des Beteiligten, wenn der sie denn will &#8211; mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Es ist eine brotlose Freiheit, denn bezahlt wird nur f&#252;r die Einordnung in das eine oder andere oder noch ein System; gerade die Blogosp&#228;re mit ihren vielen prek&#228;ren Existenzen hat das sehr schmerzlich erfahren. Die Dividende des Bloggers ist die Aufmerksamkeit, die seine Posts erregen; sie steigt in dem Ma&#223;e, wie sie &#252;ber die verengte Community hinausreicht. Gleichgesinnte sind die Seitenaufrufen relativ leicht zu animieren, wer aber widerspricht, liefert mehr als nur einen Klick im Netz. Er bietet geistige Kost, die geschmeckt und verdaut werden muss &#8211; vielleicht Appetit auf mehr macht und im besten Falle sogar n&#228;hrt.</p>
<p>Der Blick auf 400 Texte in knapp drei Jahren f&#228;llt unter diesem Gesichtspunkt nicht &#252;berm&#228;&#223;ig befriedigend aus. 77 von ihnen fallen gleich ganz aus der Wertung, da die Z&#228;hlung erst am 19. Oktober 2007, also nach gut einem Jahr, durch die famose Maschine Google analytics begann. Die &#252;brigen 323 Posts wurden 31 641 mal angeklickt, etwa jedes sechste davon mehrfach von gleichen Interessenten. Kommentare zum aktuellen Geschehen standen dabei keineswegs an der Spitze; erst auf Platz 5 erscheint mit 303 Zugriffen die Glosse <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/06/06/armer-fussball/" target="_blank">»Armer Fu&#223;ball«</a><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/11495b97de7a4360b61013443d21db0a" width="1" height="1" alt="">, gef&#246;rdert wohl durch den Enthusiasmus um die Weltmeisterschaft. Immerhin 231 User schauten auf <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/01/03/und-wieder-zieht-koch-gegen-auslaender-in-den-wahlkampf/" target="_blank">»Und wieder zieht Koch gegen Ausl&#228;nder in den Wahlkampf«</a> (Platz 9) und 217 auf <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/08/21/ist-nur-die-richtige-meinung-richtig-frei/" target="_blank">»Ist nur die richtige Meinung richtig frei?«</a> (Platz 11),.187 auf <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/03/08/ein-ferkel-entlarvt-die-heuchler-der-meinungsfreiheit/" target="_blank">»Ein Ferkel entlarvt die Heuchler der Meinungsfreiheit«</a> (13) und 165 auf <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/04/22/die-rentner-als-stoerfaktor/" target="_blank">»Die Rentner als St&#246;rfaktor«</a> (15), gefolgt von <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/04/08/bestialisch-knut-frisst-fische/" target="_blank">»Bestialisch: Knut frisst Fische«</a> mit 157 Zugriffen.</p>
<p>Deutlich mehr Interesse fanden historische Texte. So rangieren vier Kapitel des <a href="http://www.blogsgesang.de/2007/11/12/kurzer-prozess-honecker-genossern-ein-staat-vor-gericht/" target="_blank">»Honecker-Buches«</a> unter den Top Ten, und auf die inzwischen zw&#246;lf Jahre alte Reportage <a href="http://www.blogsgesang.de/2007/09/09/wiebeleskirchener-strohhalme/">»Wiebelskirchener Strohhalme«</a> &#252;ber Erich Honeckers Geburtsort wurde 265 mal zugegriffen (Platz 6), auf das noch &#228;ltere Portr&#228;t &#252;ber <a href="http://www.blogsgesang.de/2007/01/19/markus-wolf/" target="_blank">Markus Wolf </a>210 mal (Platz 12). Sogar die fast 20 Jahre alte Folge &#252;ber die Auseinandersetzung zwischen B&#252;rgerrechtlern und Staatssicherheit am Ende der DDR gewinnt zunehmend Leser, 177 mal wurde <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/01/17/vor-zwanzig-jahren-karl-und-rosa-zwischen-den-fronten/" target="_blank">»Vor 20 Jahren. Karl und Rosa zwischen den Fronten«</a> angeklickt (Platz 14), 127 mal <a href="http://www.blogsgesang.de/2009/01/15/vor-20-jahren-der-countdown-in-der-ddr-laeuft/" target="_blank">»Vor 20 Jahren: Der Countdown in der DDR l&#228;uft« </a>vom 15. 01. 2009 (Platz 30) und 127 mal das auch erst 10 Monate verf&#252;gbare <a href="http://www.blogsgesang.de/2008/09/12/vor-20-jahren-ossietzky-schueler-als-antisozialistische-plattform-im-blauhemd/">»Vor 20 Jahren: Ossietzky-Sch&#252;ler als &gt;antisozialistische Plattform&lt; im Blauhemd«</a> (Platz 37). Weit an der Spitze aber liegen zwei Reiseberichte aus der Ferne. Auf <a href="http://www.blogsgesang.de/2006/11/28/chilenische-schweiz/" target="_blank">»Chilenische Schweiz«</a> griffen 1200 User zu, der absolute Spitzenwert, f&#252;r <a href="http://www.blogsgesang.de/2007/02/23/chiles-fjorde/" target="_blank">»Chiles Fjorde«</a> interessierten sich 455 Internetnutzer. Es ist also offensichtlich der Gebrauchswert, der im Netz gesucht wird und der das Rating der Posts und damit auch der Blogs bestimmt. Vielleicht Ansporn, zu jener Reise, die nicht vor Kap Hoorn endete, noch einmal zur&#252;ckzukehren.</p>
<p>Die Statistik f&#252;hrt den Blogger schnell auf seinen au&#223;erordentlich bescheidenen Anteil an weltweiter Meinungsbildung zur&#252;ck. Klingt es noch recht gut, dass mehr als 31000 Zugriffe zu einem Blog erfolgten, so relativiert sich die Zahl betr&#228;chtlich, wenn man sie auf die 621 Tage seit dem 19. 10. 2007 verteilt, f&#252;r die sie ausgewiesen wurden. Dann kommt im Schnitt nur eine zweistellige Ziffer im mittleren Bereich heraus &#8211; kaum mehr also, als vom beliebigen Hobby eines Freundes Kenntnis nehmen.</p>
<p>Und doch ist Bloggen mehr als das &#8211; allein dadurch, das es inzwischen von Millionen gleicherma&#223;en betrieben wird. Die gro&#223;e Zahl der Beteiligten schafft Vielfalt, reduziert die Fehlerquote und b&#252;rgt so f&#252;r Qualit&#228;t. Und wenn da doch ein Rest von Unw&#228;gbarem bleibt, ist er allemal weniger problematisch als das Ma&#223; von Manipulation, das gesteuerte Information und Argumentation aufweisen. Denn kein Blog dr&#228;ngt seine Meinung als eine unbezweifelbarer Objektivit&#228;t auf, wie es traditionelle Medien gern tun. Blogs und ihre Posts sind Angebote zur kritischen Pr&#252;fung, zum Vergleich mit anderen Texten. Sie verlangen den denkenden Leser, den pr&#252;fenden Rezipienten, einen, der aus der Vielfalt des Gebotenen das eigene Bild destilliert. Das ist anstrengend, m&#252;hsam gar, f&#252;hrt aber allein zu realit&#228;tsnahem Wissen und einer belastbaren Weltsicht. Iran hat dieser Tage einen hoffnungsvollen Beweis daf&#252;r geliefert. Die Blogosph&#228;re hat ihre Leistungsf&#228;higkeit demonstriert. Den etablierten Journalismus abzul&#246;sen, wie mancher Unkenruf bereits glauben machen will, beabsichtigt sie damit nicht &#8211; aber vielleicht tr&#228;gt sie dazu bei, dass sich die Medienmacher angesichts dieser Konkurrenz wieder mehr auf ihre Verantwortung und ihre besten Traditionen besinnen.</p>
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		<title>Jenseits von .vn und .kh</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 15:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbst jene, die viel in der Blogosph&#228;re unterwegs sind, d&#252;rften noch nicht allzu h&#228;ufig auf die End-K&#252;rzel .vn und .kh gesto&#223;en sein. Sie stehen f&#252;r Vietnam und Kambodscha, Entwicklungsl&#228;nder auch in der Internetnutzung. Zwar schie&#223;en inzwischen besonders in den St&#228;dten Internet-Cafés aus dem Boden wie dortzulande der Reis nach der Regenzeit, aber dennoch gibt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst jene, die viel in der Blogosph&#228;re unterwegs sind, d&#252;rften noch nicht allzu h&#228;ufig auf die End-K&#252;rzel .vn und .kh gesto&#223;en sein. Sie stehen f&#252;r Vietnam und Kambodscha, Entwicklungsl&#228;nder auch in der Internetnutzung. <span id="more-764"></span><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/dc00c3db36b74a01b26b611fbd96fa74" width="1" height="1" alt=""/>Zwar schie&#223;en inzwischen besonders in den St&#228;dten Internet-Cafés aus dem Boden wie dortzulande der Reis nach der Regenzeit, aber dennoch gibt es unter 1000 Vietnamesen statistisch keine 55 Nutzer der Netzes; in Kambodscha sind es gar nur elf. Sich also kundig zu machen &#252;ber jene beiden L&#228;nder, die noch vor 30 oder 40 Jahren im Zentrum des Weltinteresses standen, ist als Blogger sehr m&#252;hselig; einmal mehr erweist sich, dass eben auch das world wide web &#8211; so hilfreich es ist &#8211; die eigene Anschauung nicht zu ersetzen vermag.</p>
<p>Hinzu kommt, dass das, was das Web &#252;ber s&#252;dostasiatische Staaten zu vermelden hat, oft hochgradig interessengesteuert ist &#8211; von welcher Seite auch immer. Dem ist nur mit Vielfalt zu begegnen. Wo die aber fehlt, macht auch die Blogosph&#228;re bewusst, dass sie eben nicht mehr ist, als ein neues, zeitgem&#228;&#223;es Massenmedium, das nicht etwa die pure Wahrheit vermittelt, sondern das, was andere f&#252;r eine solche halten oder zu einer solchen erkl&#228;ren &#8211; absichtlich oder ganz unbewusst. Soll hei&#223;en: Wenn ein Blogger den Computer ausschaltet und die Tastatur abdeckt, um einmal selbst ganz am anderen Ende der Welt nach den Dingen zu sehen, ist das allemal ein Gewinn, den kein stundenlanges n&#228;chtliches Surfen aufzuwiegen vermag. Einmal aber ist jede Reise zu Ende, und was macht der Blogger dann? Er schreibt nat&#252;rlich auch seine ganz eigene Meinung auf und stellt sie ins Netz &#8211; und denkt, dies sei nun die Wahrheit, absichtlich oder ganz unbewusst.</p>
<p>Jenseits von .vn und .kh findet man an Oberlauf und im Delta des Mekong Menschen von ebenso gro&#223;er Armut wie Gelassenheit, von immensem Flei&#223; und beinahe grenzenloser Dankbarkeit f&#252;r jedes Zeichen von Anerkennung, von Freundlichkeit, die nicht nur Gestik und Mimik, sondern ihr Wesen pr&#228;gt. Und das, obwohl die beiden Weltsysteme ihren blutigsten Konflikt gerade hier, weit weg von den Grenzen der eigenen Vormacht, austrugen &#8211; einen Stellvertreterkrieg, in dem die einen &#8211; die USA &#8211; versuchten, das kommunistische Vietnam »in die Steinzeit zur&#252;ckzubomben«, was ihnen mit Hilfe von Napalm und Agent Orange auch weitgehend gelang. W&#228;hrend auf der anderen Seite die kommunistische Ideologie ihre giftigste Sumpfbl&#252;te Pol Pot trieb, die das eigene kambodschanische Volk faktisch auch in die Steinzeit zur&#252;ckzupr&#252;geln versuchte und dabei all jene mit der Spitzhacke in die Grube bef&#246;rderte, die sich dagegen auflehnten (oder von denen man glaubte, sie w&#252;rden sich dagegen auflehnen, zum Beispiel weil sie eine Brille trugen).</p>
<p>Drei&#223;ig Jahre nach Vietnamkrieg und V&#246;lkermord der Roten Khmer ist diese junge Vergangenheit in beiden L&#228;ndern durchaus noch lebendig, aber nicht mehr pr&#228;gend. Dazu ist die Bev&#246;lkerung inzwischen zu jung. 25,9 Jahre ist das Durchschnittsalter in Vietnam, 20,6 Jahre gar nur in Kambodscha. 35 Prozent sind hier Kinder bis 14 Jahren, in Vietnam 27 Prozent, fr&#252;here Generationen wurden zu gro&#223;en Teilen ausgel&#246;scht, vor allem die M&#228;nner. Die meisten Vietnamesen und Kambodschaner haben also die Massaker vor 30 und mehr Jahren gar nicht mehr erlebt und heute ganz andere Sorgen. Sie wollen nach der langen Kriegsphase und internationaler Zur&#252;cksetzung den Anschluss an die Welt.</p>
<p>Sie wollen Arbeitspl&#228;tze, und sind traditionell erfindungsreich, sie sich selbst aufzubauen. Die ber&#252;hmten Garagen á la Bill Gates &#8211; in Ho-Chi-Minh-Stadt und Phnom Penh findet man sie in jeder Stra&#223;e reihenweise; da wird geschneidert, ein Motor repariert, gewebt, frisiert, Schuhe besohlt, gekocht, Gem&#252;se verkauft &#8211; oder Seident&#252;cher, T-Shirts, Morgenm&#228;ntel und Schlafanz&#252;ge, einige Laptops zum Surfen aufgestellt, Baumaterial angeboten &#8230; Kein Gewerbe, das nicht vertreten ist &#8211; in der Regel im Familienbetrieb, denn die Familie wohnt oben im Haus in mehreren Generationen, und jeder hat seinen Beitrag zu leisten.</p>
<p>Und sie wollen mobil sein. Die St&#228;dte quellen fast &#252;ber von kleinen Mopeds bis mittleren Motorr&#228;dern, mit denen alles nur Denkbare transportiert wird und wozu die Gef&#228;hrte meist japanischer Produktion phantasievoll f&#252;r fast jeden Gebrauch umgebaut werden. Noch vor zehn Jahren konnte man selbst in Peking vor allem Geschwader von Radfahrern sehen, die die breiten, gerade erst mit dem Bau von Hochh&#228;usern geschaffenen Boulevards fast ausschlie&#223;lich bev&#246;lkerten. Heute werden in Ho-Chi-Minh-Stadt die Fahrr&#228;der schon von den wichtigsten Stra&#223;en verbannt, weil dort die »Hondas« das Knattern haben und die Drahtesel schon zur Behinderung f&#252;r sie und die noch wenigen, aber zunehmenden Autos werden.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist oft noch mehr der Wunsch der Vater des Gedanken, vor allem auf dem Lande, wo die alten Strukturen z&#228;h sind. Insgesamt jedoch lassen die kommunistischen Regierungen in beiden L&#228;ndern der Privatinitiative viel Raum, geben zwar die <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/kampf-gegen-die-krise-auf-asiatisch" target="_blank">Kontrolle</a> nicht aus der Hand &#8211; aber am langen Z&#252;gel. Internationale Konzerne, die gern mehr Einfluss h&#228;tten, sto&#223;en hingegen wohl nicht zu Unrecht auf gro&#223;es Misstrauen der kommunistischen F&#252;hrungen. Immerhin konnten sie auf dem j&#252;ngsten <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4064621,00.html" target="_blank">ASEAN-Gipfel </a>in Thailand zu Recht darauf verweisen, dass sie durch ihr zur&#252;ckhaltendes Agieren auf den internationalen Finanzm&#228;rkten die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise bislang in Grenzen zu halten vermochten; f&#252;r die »Tigerstaaten« Thailand und Singapur sieht es damit schon anders aus.</p>
<p>Angesichts der Dynamik von Wirtschaftsprozessen in Fernost, die nat&#252;rlich mit gewaltigen Risiken und schmerzlichen, auch t&#246;dlichen Nebenwirkungen f&#252;r viele verbunden ist, mutet das hiesige Geschehen wie ein schwerf&#228;lliges Perpetuum mobile an. Wie vor drei Wochen ist die Regierung immer noch dabei, gegen alle von ihr sonst f&#252;r heilig erkl&#228;rten Marktgesetze einen offensichtlich &#252;berfl&#252;ssig gewordenen Autokonzern mit Steuergeldern vor dem Ende zu bewahren, nur weil sie nicht in der Lage war, rechtzeitig Weichen f&#252;r neue, zeitgem&#228;&#223;e Besch&#228;ftigung &#8211; einschlie&#223;lich eines innovativen Konzeptes f&#252;r ein k&#252;nftiges Verh&#228;ltnis von Arbeit und Freizeit &#8211; zu stellen und erst recht nicht in der Lage ist, kurzfristig f&#252;r eine sozial vertr&#228;gliche Zukunft ehemaliger Opel-Arbeiter ihren Beitrag zu leisten. Beides st&#228;ndige Aufgaben von Politik, mit denen sie kl&#228;glich versagte. Wie vor drei Wochen treibt uns auch noch immer ein katholischer Bischof namens Willamson um, auch wenn derzeit die zwar nicht mit der Sache, doch durchaus im Geiste vergleichbare Erika Steinbach alles tut, ihm den Rang bei den Medien abzulaufen. Eins aber hat sich doch ge&#228;ndert &#8211; unser Wirftschaftsminister. Statt des &#228;chzenden M&#252;llermeisters Glos haben wir jetzt einen, der vom Namen her wie mit seinem Auftreten an einen mittelalterlichen bayerischen Duodezf&#252;rsten erinnert, das aber immer lebhaft. Welch gewaltiger Fortschritt!</p>
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		<title>Das Bloggerei</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 14:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Formalisten der Blogger-Gemeinde werden sofort darauf verweisen, es m&#252;sse doch d i e Bloggerei hei&#223;en und nicht d a s. Aus ihrer Sicht haben sie nat&#252;rlich recht, &#252;bersehen dabei aber vielleicht, dass nur die Unterschicht der Webliteraten die Szenerie der virtuellen Tageb&#252;cher auf derart plebejische Weise bezeichnet, w&#228;hrend die Patrizier, die Akademiker vornehm von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Die Formalisten der Blogger-Gemeinde werden sofort darauf verweisen, es m&#252;sse doch d i e Bloggerei hei&#223;en und nicht d a s. Aus ihrer Sicht haben sie nat&#252;rlich recht, &#252;bersehen dabei aber vielleicht, <span id="more-345"></span>dass nur die Unterschicht der Webliteraten die Szenerie der virtuellen Tageb&#252;cher auf derart plebejische Weise bezeichnet, w&#228;hrend die Patrizier, die Akademiker vornehm von der »Blogosph&#228;re« sprechen, schweben sie doch gern im gehobenen Raum.</font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Bleiben wir also beim Bloggerei, zumal es dabei weniger auf die beiden ersten Silben ankommt, sondern als die letzte – das Ei, dem in diesen Ostertagen schlie&#223;lich unsere ganze Aufmerksamkeit geb&#252;hrt. Es gen&#252;gt uns jetzt auch nicht, es in uniformer Einfarbigkeit zu belassen; vielmehr bem&#252;hen wir die gesamte Spektralskala, um ihm ungeahnte Buntheit zu verleihen – wohl auch, damit wir es in dem Versteck, in das es der Hase oder einer seiner unz&#228;hligen Gehilfen verbracht hat, wiederfinden.</font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Allerdings stehen der Verf&#228;rbung der Eier derzeit wachsende Hindernisse im Wege, weisen sie doch in der Regel beim Kauf in den Superm&#228;rkten bereits eine deutliche Farbgebung auf. Es ist ein nicht einmal h&#228;ssliches, doch derzeit ziemlich st&#246;rendes Braun, denn f&#252;r eine saubere Kolorierung ist nun mal der reinwei&#223;e Untergrund vonn&#246;ten. Den aber findet man im Eiergesch&#228;ft nur noch selten. Nur einmal wurde ich dem wei&#223;en Ei ansichtig – da aber stammte es auf der K&#228;fighaltung, und hier im Osten haben wir schlie&#223;lich lange genug im K&#228;fig gesessen, als dass wir heute Eier aus einer Produktion bar jeder Freiheit und H&#252;hnerrechte akzeptieren w&#252;rden.</font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Also musste ich schlie&#223;lich zu den braunen Eiern greifen, wobei mir allerdings die aktuelle Diskussion &#252;ber vielf&#228;ltigste Farbkombinationen wenig half, die derzeit durch die politische Landschaft rauscht. Da sind schwarz-gelbe Mischungen schon seit 1998 nicht mehr »angesagt«, und auch das danach in Mode gekommene Rot-Gr&#252;n erlebte nur eine relativ kurze Periode der Zustimmung, w&#228;hrend das seither dominierende Schwarz-Rot auch kaum einer noch sehen mag. Doch daf&#252;r ist wohl Schwarz-Gr&#252;n im Kommen, auch in einer Abirrung mit Gelb, die allerdings nur in Jamaika ertr&#228;glich zu sein scheint. Verp&#246;nt ist allzu viel Rot, vor allem wenn es doppelt aufgetragen wird; dann assoziieren manche den zweiten Rotton mit »Blutrot«, und ein Schauder l&#228;uft ihnen &#252;ber den R&#252;cken.</font><font size="2" face="Arial"> </font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Braun allerdings ist aus gutem Grund bei solchen Falbspielereien (noch?) nirgends im Angebot, sollte ich es da auf dem heimlichen Schleichweg &#252;ber das unschuldige Osterei einf&#252;hren? Zwar m&#252;hte sich der Eierfarben-Hersteller, der das Problem an sinkenden Umsatzzahlen wohl schon schmerzlich gesp&#252;rt hatte, um Ermutigung, versprach er doch, seine bunten Tabletten w&#252;rden die »noch hei&#223;en (wei&#223;en oder braunen) Eier f&#228;rben«, aber sonderlich zuversichtlich machte mich das nicht. Da aber besann ich mich auf die Weisheit des Web. Gab es nicht in der Blogger-Gemeinde Experten f&#252;r alle Bereiche? Konnte man nicht ins Netz jede Frage werfen und unverz&#252;glich einen reichen Fischzug von Antworten machen?</font><font size="2" face="Arial"> </font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Nat&#252;rlich wurde ich nicht entt&#228;uscht – aber dann doch und auch zugleich furchtbar besch&#228;mt. Denn kaum einer der Blogger hielt sich bei der Pillenmethode des Eierf&#228;rbens auf – und wenn, dann nur um dringend abzuraten. Denn <a target="_blank" href="http://www.meineallergie.at/allergien-allgemein/allergie-alarm-beim-ostereier-farben.html">allergische Reaktionen </a>sind zu gew&#228;rtigen, wenn zum Beispiel Azofarbstoffe verwendet werden, setzen die doch »aromatische Amine (Ammoniak-Derivate) frei, die als giftig einzustufen sind«. Und tats&#228;chlich befand sich unter meinen Farbtabletten Azurubin (Giftnummer E 122), f&#252;r die allerdings die <a target="_blank" href="http://www.minutella.ch/e/e-100.htm">einschl&#228;gige Liste </a>Entwarnung signalisierte: »in kleinen Mengen unbedenklich, von h&#228;ufigem Verzehr abzuraten«. Daf&#252;r aber verst&#246;rten die anderen vier Farben gewaltig, fielen sie doch s&#228;mtlich unter die Rubrik »Allergiker, Asthmatiker und andere Risikogruppen sollten diese Stoffe meiden.« Indigotin (E 132) ist zudem Erbgut sch&#228;digend, Gelborange (E110) allgemein sch&#228;dlich, Chinolingelb (E 104) und Brilliantschwarz (E 151) Allergie ausl&#246;send.</font></p>
<p><font size="2" face="Arial"> </font><font size="2" face="Arial">Eigentlich ein Fall f&#252;r die M&#252;lltonne – oder muss man gar die Sonderm&#252;llabteilung rufen, auf dass sie mit Schutzanzug und Atemmaske anr&#252;cke? Ungeachtet der unverhohlenen Drohung, denn schlie&#223;lich geh&#246;rt doch jeder, wie unser Innenminister wei&#223;, zu irgendeiner Risikogruppe, panschte ich Pillen und braune Eier zusammen – und musste erleben, dass auch optisch das Ergebnis wenig vertrauenerweckend war. Am besten vertrug sich noch das einigerma&#223;en harmlose Azorubin mit dem Braunei, w&#228;hrend vor allem Indigotin, also Blau, und Brillantschwarz, was wohl Gr&#252;n sein sollte, eine F&#228;rbung verursachten, die sich eng am Outfit brauner Kameradschaften orientierte. Das waren gewisserma&#223;en Eier im Kampfanzug, deren Anblick auch dann zu geh&#246;riger Distanz raten sollte, wenn man mit der Giftliste nicht so vertraut ist.</font></p>
<p><font size="2" face="Arial"> </font><font size="2" face="Arial">Also zur&#252;ck zur Natur. Da gibt es viele <a target="_blank" href="http://www.artikel-news-portal.de/ostereier-faerben-mit-naturfarben-18583.html">Vorschl&#228;ge im Web,</a> die sich nat&#252;rlich &#228;hneln, aber auch nicht restlos &#252;berzeugen k&#246;nnen. Vielleicht sind die Eier ja ges&#252;nder, aber so richtig sch&#246;n sehen sie auch nicht immer aus, das musste selbst <a target="_blank" href="http://www.ivyworld.de/haus_und_garten/ostereier-faerben_aid_2085.html">IVY</a> zugeben, der im Video die Schrittfolge zum Osterei penibel zelebriert, doch mit dem Resultat nur begrenzt &#252;berzeugen kann. Aber so selten ist es eben nicht, dass sich hinter der Sch&#246;nheit ein ungenie&#223;barer Kern verbirgt, w&#228;hrend die inneren Werte im unscheinbaren Gewand daherkommen. Blogger jedenfalls st&#246;rt derlei Widerspruch nicht; daher ist das wahre Bloggerei ein naturbelassenes auch in seiner Farbigkeit. Mir allerdings half das am Ende wenig, weil die nat&#252;rlichen Zutaten nicht zur Hand waren. So werden es die sch&#228;dlichen, Allergie ausl&#246;senden und Erbgut beeintr&#228;chtigenden Ostereier tun m&#252;ssen – wie bisher jedes Jahr. Doch wenn ich daran nicht gestorben bin, versuche ich es bestimmt zum n&#228;chsten Osterfest ganz nat&#252;rlich und gesund.</font><font size="2" face="Arial"> </font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Ansonsten sind wir jetzt im Fr&#252;hling angekommen, auch wenn es drau&#223;en nicht danach aussieht. Aber vielleicht steckt auch in diesem Falle mehr Gutes in der anlaufenden Jahreszeit, als der &#228;u&#223;ere Anschein ahnen l&#228;sst. Das hat nat&#252;rlich wieder Konsequenzen f&#252;r das Bloggen, aber dar&#252;ber habe ich mich schon <a target="_blank" href="http://www.blogsgesang.de/2007/04/12/bloggen-im-fruehling/">vor Jahresfrist </a>ausgelassen, nicht ohne Widerspruch. Doch den muss man in unserem Gesch&#228;ft eben ertragen.</font></p>
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		<title>BlogsGesang goes to Hollywood</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 15:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
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		<description><![CDATA[Na ja, das mag etwas &#252;bertrieben sein, aber immerhin: In diesem Blog wird es k&#252;nftig auch Links ins bewegte Bild geben. In der Regel auf Eigenproduktionen, die freundlicherweise Youtube verbreitet, hin und wieder aber vielleicht auch auf andere interessante Angebote aus dem Netz.Das erste Video wirft einen Blick in die Natur mit ihrer Unerbittlichkeit bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Na ja, das mag etwas &#252;bertrieben sein, aber immerhin: In diesem Blog wird es k&#252;nftig auch Links ins bewegte Bild geben. In der Regel auf Eigenproduktionen, die freundlicherweise Youtube verbreitet, <span id="more-271"></span>hin und wieder aber vielleicht auch auf andere interessante Angebote aus dem Netz.</font><font size="2" face="Arial">Das erste Video wirft einen Blick in die Natur mit ihrer Unerbittlichkeit bei der Beutejagd, aber auch der Pfiffigkeit der Kleinen und Schwachen, mit der sie nicht selten die St&#228;rkeren &#252;berlisten. Man kann also auch f&#252;r das menschliche Leben von den Tieren lernen; daher viel Spa&#223; bei »<a target="_blank" href="http://de.youtube.com/watch?v=I1jlDjY1NWA">Die Natter und das Meisennest</a>«.</font></p>
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		<title>Bloggen im Fr&#252;hling</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2007 17:46:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Tage wird einmal nicht im stillen K&#228;mmerlein, sondern in der kollektiven Kalkscheune in Berlin gebloggt. Das mag f&#252;rs Gemeinschaftsgef&#252;hl ein Fortschritt sein, die L&#246;sung f&#252;r ein anderes Problem, das mit steigenden Au&#223;entemperaturen und und vermehrten Sonnenstunden auf uns zukommt, ist es nicht. Zwar kann man heute mit einem UMTS-Anschluss und einem leistungsf&#228;higen Laptop &#252;berall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Dieser Tage wird einmal nicht im stillen K&#228;mmerlein, sondern in der kollektiven Kalkscheune in Berlin gebloggt. Das mag f&#252;rs Gemeinschaftsgef&#252;hl ein Fortschritt sein, die L&#246;sung f&#252;r ein anderes Problem, das mit steigenden Au&#223;entemperaturen und und vermehrten Sonnenstunden auf uns zukommt, ist es nicht. <span id="more-213"></span>Zwar kann man heute mit einem UMTS-Anschluss und einem leistungsf&#228;higen Laptop &#252;berall online gehen, auch im Garten, im Wald und am Wasser, doch zweckentfremdet man damit nicht die unvergleichliche Natur? Was n&#252;tzt das sch&#246;nste Wolkenspiel, das gr&#252;nste Gr&#228;sergr&#252;n und allerlei anmutiges Gebaren von Pflanze und Tier, wenn man doch nur auf das viereckige Display stiert, das zudem im Sonnenlicht kaum noch zu erkennen ist? Was hat man von Vogelzwitschern und Bl&#228;tterrauschen, wenn man das eine wie das andere m&#246;glicherweise nur als St&#246;rger&#228;usch identifiziert?</p>
<p>Bloggen scheint insofern nichts f&#252;r Fr&#252;hling und Sommer zu sein, seine Zeit kommt wieder in Herbst und Winter. Nat&#252;rlich wirft einen das, sofern man sich in der Blog-Topliste vielleicht schon unter die ersten 750 vorgearbeitet hat, wieder weit zur&#252;ck – und vielleicht ist der Platzverlust angesichts t&#228;glich neuer Zug&#228;nge in der Bloggergemeinde nicht mehr aufzuholen, reichen sechs dunkle Monate um den Jahreswechsel gar nicht, sich wieder ins Gespr&#228;ch zu bringen. Sei&#8217;s drum! Bloggen soll Spa&#223; machen und nicht zur Last werden. Also wird diese Seite demn&#228;chst &#252;berschaubar bleiben, was Neuzug&#228;nge betrifft. Wer auf ihr etwas sucht, sollte sich an Regentagen an sie erinnern; dann wird er vielleicht f&#252;ndig. Ansonsten aber gilt Sommerpause – mal sehen, wie lange &#8230;</p>
<p></font></p>
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		<title>Der virtuelle Volkskorrespondent</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 16:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs-Gesangbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Web 2.0 ist ein neues Modewort geboren. Es steht f&#252;r allumfassende Information im Internet – als Konsument wie Produzent. Die erhoffte Weltverbesserung wird es allerdings kaum bringen.Siehe: Neues Deutschland vom 13,.03.2007 Und noch ein sehr interessanter Text zum Thema der wieder erwachten Volkskorrespondenten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial"><font size="2" face="Arial">Mit Web 2.0 ist ein neues Modewort geboren. Es steht f&#252;r allumfassende Information im Internet – als Konsument wie Produzent. Die erhoffte Weltverbesserung wird es allerdings kaum bringen.<span id="more-206"></span></font></font><font size="2" face="Arial"><font size="2" face="Arial"><font size="2" face="Arial">Siehe: <a href="http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=106511&amp;IDC=2">Neues Deutschland vom 13,.03.2007</a></font></p>
<p></font></font><font size="2" face="Arial">Und noch ein sehr interessanter <a target="_blank" href="http://test23-tomo.blogspot.com/2007/01/die-neue-zerhackstckelung-der-welt.html">Text</a> zum Thema der wieder erwachten Volkskorrespondenten.</font></p>
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		<title>Blogger – die Amateure der Medienwelt</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 21:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs-Gesangbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Journalisten sind aufgeschreckt, von der Bloggerszene. Da sind doch tats&#228;chlich welche (»Amateure«, wie ein gewisser Thilo Trump vor zwei Stunden beim MainzerMedienDisput in Berlin nicht unzutreffend bemerkte), die sich mit ihnen gedruckt Vorgesetztem nicht mehr zufrieden geben, sondern Eigenes &#252;ber die Welt im Gro&#223;en und Kleinen, &#252;ber sich selbst im Kleinen und Gro&#223;en und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Die Journalisten sind aufgeschreckt, von der Bloggerszene. Da sind doch tats&#228;chlich welche (»Amateure«, wie ein gewisser <a target="_blank" href="http://www.result.de/blog/blog/archive/2007/february/browse//27/article/online-never-sleeps.html">Thilo Trump </a>vor zwei Stunden beim MainzerMedienDisput in Berlin nicht unzutreffend bemerkte), die sich mit ihnen gedruckt Vorgesetztem nicht mehr zufrieden geben, <span id="more-201"></span>sondern Eigenes &#252;ber die Welt im Gro&#223;en und Kleinen, &#252;ber sich selbst im Kleinen und Gro&#223;en und allerlei dar&#252;ber hinaus ins Netz stellen. Und da wird es auch noch gelesen – und zwar vor allem von denen unter 40, die kaum noch eine Zeitung anfassen, es sei denn auf einem stillen &#214;rtchen. Und es wird kommentiert, und zwar heftig.</font><font size="2" face="Arial">Davon k&#246;nnen viele Journalisten nur tr&#228;umen, und es wird unruhig in den Redaktionen, denn man f&#252;rchtet um die eigene Deutungshoheit und ahnt doch zugleich, dass dem neuen Ph&#228;nomen mit Ignoranz nicht beizukommen ist. Also &#252;berlegt man, wie man den unerw&#252;nschten Konkurrenten entweder kopiert (nat&#252;rlich mit hohem Qualit&#228;tsanspruch) oder – noch besser – ins eigene Lager zieht (wie die Bloggerin der <a target="_blank" href="http://www.lyssaslounge.de/">lyssas-lounge</a>, die jetzt Chefredakteurin von WAZ-online ist). Fast zwei Stunden diskutierte man die richtige Strategie und Taktik – und dann war klar: »Niemand hat die Absicht, die Massenmedien abzuschaffen«, wie Intelligenz-Agentur-Blogger <a target="_blank" href="http://www.zentrale-intelligenz-agentur.de/">Sascha Lobo </a>so g&#246;nnerhaft wie hintergr&#252;ndig verk&#252;ndete. Und tats&#228;chlich war man sich am Schluss einig: Etwas so richtig Neues ist die Bloggerszene im Kern eigentlich nicht, vielleicht nicht mehr als eine neue Technologie der Textverbreitung, allenfalls eine »kulturelle Erg&#228;nzung« des Journalismus.</font><font size="2" face="Arial">Damit war die Harmonie auf dem Podium am Ende umfassend, und auch im Saal mochte niemand wirklich widersprechen – vielleicht, weil das Debattenresultat so falsch nicht ist. Als einzige Provokation schwebte nur noch Lobos riesiger feuerroter Irokesenkamm &#252;ber der Versammlung. Aber selbst das kann man heutzutage eine Provokation wohl kaum noch nennen.</p>
<p>Siehe auch:</p>
<p><a target="_blank" href="http://wirres.net/article/articleview/4279/1/6/"> _journalisten und blogger bei second leif</a></p>
<p><a href="http://www.result.de/blog/blog/archive/2007/march/browse//07/article/gefangen-im-netzwerk-recherche.html">http://www.result.de/blog/blog/archive/2007/march/browse//07/article/gefangen-im-netzwerk-recherche.html</a></p>
<p></font></p>
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		<title>Bloggen ist wie Marathon &#8230;</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2007/02/09/bloggen-ist-wie-marathon/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Feb 2007 17:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs-Gesangbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; nicht der Sieg entscheidet, sondern die Teilnahme – und das Durchhalten mit Ausdauer und Geduld. Der gr&#246;&#223;te Teil des Blogger-Weges ist ein einsamer. Man ist schon froh, wenn hin und wieder noch jemand am Stra&#223;enrand steht, der einen wahrnimmt. Und dann ist es egal, ob mit Applaus oder durch Buhrufe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><strong>&#8230; nicht der Sieg entscheidet, sondern die Teilnahme – und das Durchhalten mit Ausdauer und Geduld. Der gr&#246;&#223;te Teil des Blogger-Weges ist ein einsamer. Man ist schon froh, wenn hin und wieder noch jemand am Stra&#223;enrand steht, der einen wahrnimmt. Und dann ist es egal, ob mit Applaus oder durch Buhrufe.</strong></strong></p>
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