Archiv für die Kategorie ‘Maxibuch’

Wie Eulenspiegel einen Roman schrieb und außer den Autor auch seinen eigenen Lektor, Zensor und Kritiker spielte

Freitag, 12. Januar 2018

Als Eulenspiegel in die Jahre gekommen war, stieß ihm auf, dass all seine irdischen wie auch die über- und unterirdischen Taten es wert seien, für die Nachwelt aufbewahrt zu werden. Also entschloss er sich wie manch anderer Weggefährte dieses Lebensabschnitts, ein Buch zu schreiben, in dem sorgsam registriert werden sollte, was er getan und gelassen hatte, was ihm im Guten wie im Schlechten widerfahren sei, womit er in die »Gechichte«, wie ein großer Landsmann zu formulieren pflegte, eingehen könne. »Schön, wenn einer etwas schafft, das ihn überdauert«, das ist doch schon mal ein guter Satz. (mehr …)

Jamaika und die Erosion des Parteienstaats

Dienstag, 21. November 2017

(pri) Die Dominanz der globalisierten Wirtschaft entzieht der etablierten Politik ihre Massenbasis und führt zur Herausbildung heterogener sozialer Bewegungen. Das birgt Gefahren, eröffnet aber auch Chancen. (mehr …)

Die Fake-News-Legende

Montag, 18. September 2017

(pri) Falschmeldungen, Demagogie und Hetze wirken vor allem dort, wo es an solider Bildung fehlt. Sachgerechte Aufklärung und der gesunde Menschenverstand können hingegen helfen, der Lüge nicht auf den Leim zu gehen. (mehr …)

Der Fluch der Bombe

Sonntag, 13. August 2017

(pri) Neun Staaten sind es bislang, die über Nuklearwaffen verfügen. Sie alle sahen und sehen darin eine Art Versicherung ihrer Unverwundbarkeit, muss doch jeder Aggressor befürchten, einem tödlichen Gegenschlag ausgesetzt zu werden. Gleichzeitig betrachteten und betrachten sie die Bombe als einen Machtfaktor, der ihnen eine besondere Rolle in der Weltpolitik zuweist. Beides erwies sich in der nun 72-jährigen Geschichte der Atombombe faktisch als Schimäre; weder sorgte sie für die Besitzer für mehr Sicherheit noch stärkte sie deren Verantwortungsgefühl für den Weltfrieden – ganz im Gegenteil. (mehr …)

Helmut Kohl – Biedermann mit Machtinstinkt

Montag, 19. Juni 2017

(pri) Helmut Kohl prägte die BRD über Jahrzehnte – doch nur weniges aus seiner Amtszeit hatte Bestand. Am vergangenen Freitag ist er im Alter von 87 Jahren gestorben. (mehr …)

Das Phantom des Populismus

Sonntag, 19. Februar 2017

(pri) Wer berechtigten Protest mit Demagogie und Lüge in einen Topf wirft, will damit jeden Veränderungswillen unter Generalverdacht stellen. Linke sollten sich diese Jacke nicht anziehen. (mehr …)

Mit Donald Trump gibt es für Angela Merkel kein »Weiter so«

Samstag, 21. Januar 2017

(pri) Was Donald Trump betrifft, verhält sich Angela Merkel wie gewohnt, nämlich unaufgeregt. Was aber, wie wir inzwischen wissen, kein Zeichen von Souveränität und gedanklicher Vorsorge ist, sondern von kaschierter Konzeptionslosigkeit. Langfristiges, strategisches Denken ist ihr, der Kanzlerin des einschläfernden Pragmatismus, fremd, was sich spätestens bei der – lange vorhersehbaren – Ankunft von Tausenden Flüchtlingen als schwerer Fehler erwies, denn auf deren Registrierung und schnelle Eingliederung war die Bundesregierung am wenigsten vorbereitet – mit den bekannten negativen Folgen für die Geflüchteten wie den inneren Frieden im Land. Gleiches droht auch jetzt, denn Merkel will uns suggerieren, als werde auch künftig in Washington nichts so heiß gegessen, wie es Trump anzurichten gedenkt.

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»Putinophobie« – Barack Obamas vergiftetes Erbe für Donald Trump

Sonntag, 08. Januar 2017

(pri) Die Vereinigten Staaten von Amerika gestatten derzeit nicht für möglich gehaltene Einblicke in den Seelenzustand einer Großmacht, die sich schon als Sieger der Geschichtehlte und nun ohnmächtig dabei zusehen muss, wie ihr das Heft des Handelns zunehmend aus den Fingern gleitet. Und das Frappierende dabei ist, dass sich die Irrationalität ihrer Reaktionen nicht auf den neuen Präsidenten Donald Trump beschränkt, sondern auch bei der scheidenden Obama-Administration immer deutlicher hervortritt. (mehr …)

(Un-)Heimliche Terrorhelfer

Donnerstag, 22. Dezember 2016

(pri) Ein islamistischer »Gefährder« aus Tunesien bringt auf einem Berliner Weihnachtsmarkt zwölf Menschen um und verletzt Dutzende weitere, und seine Hintermänner sitzen – in bundesdeutschen Behörden. (mehr …)

In Syrien siegt Putins Realpolitik über westliches Wunschdenken

Montag, 19. Dezember 2016

(pri) Politik, so sagt ein gern zitiertes altes Zitat, beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Ignoriert man diese Binsenweisheit, dann scheitert Politik in der Regel. Gegenwärtig gibt es dafür kein treffenderes Beispiel als das hilflose, ohnmächtige Agieren des Westens in und um Syrien. (mehr …)