Artikel mit ‘Ägypten’ getagged

Die unerwünschte Revolution im Nahen Osten

Sonntag, 18. August 2013

(pri) Wenn sich ein System erst einmal fest etabliert glaubt, mag es Aufruhr nicht mehr. Er ist zwar nützlich zur Durchsetzung des eigenen Gesellschaftsmodells, und man hilft ihm auch durch Intervention von außen gern nach, aber dann wird flugs das »Ende der Geschichte« proklamiert – auf dass alles so bleibe, wie man es zu eigenem Nutz und Frommen eingerichtet hat. Ganz offensichtlich ist es diese Grundhaltung, die – nach dem Sozialismus – jetzt der Kapitalismus einnimmt und die ihn daher so verstört auf die Vorgänge im Nahen Osten blicken lässt.

 

Solange dem Westen die Entwicklungen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien und anderswo überschaubar und in eine genehme Richtung zu steuern schienen, war er bereit, sie »Revolution« zu nennen. (mehr …)

Ägypten, Syrien und der mähliche Gang der Geschichte

Donnerstag, 13. Dezember 2012

(pri) Am Sonnabend wird in Ägypten über eine neue Verfassung abgestimmt. Dass darum ein erbitterter Kampf tobt, scheint hierzulande nicht wenige zu verwundern. Sie glaubten wohl, das Morgenland steuere nach dem Sturz Mubaraks unmittelbar in abendländische Verhältnisse. Typisch westliche Arroganz. In Syrien tobt ein noch erbitterterer, weil blutiger Kampf, der bereits 40000 Tote kostete – übrigens derzeit noch weniger, als das militärische Abenteuer von NATO und USA in Libyen auf dem Konto hat. (mehr …)

Auch Israel muss sich den Realitäten stellen

Mittwoch, 21. November 2012

(pri) Wenn es beim jetzt verkündeten Waffenstillstand zwischen Israel und der palästinensischen Hamas einen Sieger gibt, dann ist es – natürlich außer den Menschen im Gazastreifen und dem südlichen Landesteil Israels, die auf ruhigere Tage und Nächte hoffen können – die Hamas. Sie setzte nicht nur durch, was Israels Premier Netanjahu bis zuletzt entschieden ausgeschlossen hatte (mehr …)

Zwei Wahrheiten in Syrien

Sonntag, 05. Februar 2012

(pri) Die seit Monaten andauernde Kampagne westlicher Politiker und der auf sie eingeschworenen Medien gegen Syrien trägt inzwischen alle Züge des originalgetreuen Remakes eines Thrillers aus der Hochzeit des kalten Krieges. Ideologietreu und starrsinnig zogen sich die USA und ihre Verbündeten in flink erneut ausgehobene Schützengräben zurück und lassen sich daraus durch nichts vertreiben – weder durch den gesunden Menschenverstand (mehr …)

Panzersperren gegen die arabische Demokratie

Mittwoch, 06. Juli 2011

(pri) Wenn Politiker und Medien am Waffendeal der Bundesrepublik mit Saudi-Arabien nur beklagen, dass wieder einmal Geschäft vor Moral ging oder es an politischem Fingerspitzengefühl, an Sensibilität für den Zeitpunkt fehlte, dann greifen sie eindeutig zu kurz. Denn die Lieferung von 200 Kampfpanzern an das diktatorische Regime Saudi-Arabiens ist vor allem ein klares Signal an die demokratischen Kräfte im Nahen Osten, dass dem Westen die eigenen strategischen Interessen in der Region allemal wichtiger sind als die emanzipatorischen Träume der Araber. (mehr …)

Lustration und Netzwerk

Dienstag, 31. Mai 2011

Das MfS und seine Geschichte: Mit der Betrachtung zu neuen und älteren Bü­chern über eine um­strittene Behörde soll vermittelt wer­den, dass die deutsche Gesellschaft sich zwei Jahrzehnte nach der „Wende“ im­mer noch schwer tut, ihre Vergangenheit ausgleichend und gerecht zu beurteilen.

3.Teil: Zum  Buch von Klaus Eichner „Die Osterweiterung der Birthler-Be­hörde“, Hinweise auf  weitere Titel zum Thema. (mehr …)

Libysche Lehren

Dienstag, 26. April 2011

(pri) Der Libyen-Krieg ist insofern eine Bankrotterklärung der Politik, als er ihre Unfähigkeit zeigt, Konfliktlösung anders zu denken als durch Gewalt. Das gilt für al-Gaddafi wie für die NATO und ihre »Willigen« gleichermaßen. Ersterer hatte auf den berechtigten Protest weiter Teile seines Volkes nur die Antwort der Waffen, aber auch letzteren, die sich als Wertegemeinschaft verstehen, fiel nichts Besseres ein (mehr …)

Lernen bei Gaddafi

Donnerstag, 17. März 2011

(pri) Heimlich, still und leise ist die westliche Politik in der arabischen Welt zu ihrer alten Linie der Unterstützung ihr genehmer Despoten zurückgekehrt, verbirgt das jedoch schamhaft hinter wortgewaltigen Erklärungen gegen Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi, den sie freilich schon immer für einen Schurken gehalten hatte. Ähnlich lautstarke Empörung gegen Bahrains König Hamad Bin Isa al Khalifa, der gerade den Aufstand in seiner Hauptstadt Manama blutig niederschlug, ist nicht zu hören (mehr …)

Ägypten und andere – arabisches Menetekel für westlichen Hochmut

Sonntag, 30. Januar 2011

Mit den Ereignissen in Ägypten, Tunesien und eventuell weiteren arabischen Ländern hat das westliche Konzept der »Befriedung« und möglichst störungsfreien Ausbeutung der arabischen wie wohl überhaupt der so genannten dritten Welt eine schwere Niederlage erlitten. Nicht in jenen Staaten, die die USA und die EU mit ideologischer Absicht als »Schurkenstaaten« und Störenfriede der Weltpolitik bezeichnen – Iran, Syrien, sogar Libyen – ist der Volkszorn zuerst ausgebrochen, sondern (mehr …)