Artikel mit ‘DDR’ getagged

Neues Nachdenken über die DDR -– der Film »Die Anfängerin«

Montag, 05. Februar 2018

(pri) Neu ist das Sujet nun gerade nicht: Midlifecrisis, Probleme im Beruf, Scheitern der Ehe, gestörte Mutter-Tochter-Beziehung. Wen all dies heimsucht, flüchtet ins Traumland, das in der Regel in der Jugendzeit liegt. Auch Annebärbel Buschhaus sucht in der Vergangenheit Trost, als sie noch von einer Karriere als Eisprinzessin träumte. Und sie sieht durch Zufall, dass Eiskunstlaufen nicht nur ein Jugendsport sein kann, sondern auch Älteren Spaß macht. Sie wird noch einmal zur »Anfängerin«, im Spielfilm-Debüt der Regisseurin Alexandra Sell, das unter diesem Titel jetzt in den Kinos läuft. (mehr …)

Wie Eulenspiegel einen Roman schrieb und außer den Autor auch seinen eigenen Lektor, Zensor und Kritiker spielte

Freitag, 12. Januar 2018

Als Eulenspiegel in die Jahre gekommen war, stieß ihm auf, dass all seine irdischen wie auch die über- und unterirdischen Taten es wert seien, für die Nachwelt aufbewahrt zu werden. Also entschloss er sich wie manch anderer Weggefährte dieses Lebensabschnitts, ein Buch zu schreiben, in dem sorgsam registriert werden sollte, was er getan und gelassen hatte, was ihm im Guten wie im Schlechten widerfahren sei, womit er in die »Gechichte«, wie ein großer Landsmann zu formulieren pflegte, eingehen könne. »Schön, wenn einer etwas schafft, das ihn überdauert«, das ist doch schon mal ein guter Satz. (mehr …)

Helmut Kohl – Biedermann mit Machtinstinkt

Montag, 19. Juni 2017

(pri) Helmut Kohl prägte die BRD über Jahrzehnte – doch nur weniges aus seiner Amtszeit hatte Bestand. Am vergangenen Freitag ist er im Alter von 87 Jahren gestorben. (mehr …)

Angela Merkel, die Flüchtlinge und die Macht

Samstag, 02. Januar 2016

(pri) Politik vom Ende her zu denken, wird Angela Merkel oft gerühmt; tatsächlich zwingt sie ihre zu lange Abwartehaltung immer wieder zur plötzlichen Kehrtwendung. Es ist ein Taktieren bis zum Klingelzeichen,  auch in der Flüchtlingsfrage. Daher steht sie der Abschottungspolitik von CDU und CSU nicht im Wege, wohl aber einer demonstrativen Verschiebung ihrer Partei nach rechts. (mehr …)

Egon Bahr: Verhandeln ist auch Vertrauenssache

Freitag, 21. August 2015

(pri) – Was Egon Bahr vor 21 Jahren in einem Gespräch über SPD-Deutschlandpolitik, Kohls roten Teppich, diplomatisches »Spielmaterial« und das Problem der PDS sagte

Egon Bahr, Jahrgang 1922, sein Leben lang, das gestern endete, inten­siv mit den deutsch-deutschen Beziehungen beschäftigt – als Staatssekretär im Bundes­kanzleramt und Bevollmächtigter der Bundesregierung in Berlin, als Bundesminister für besondere Aufgaben, als SPD-Bundesgeschäftsführer und zum Zeitpunkt des Interviews als Direktor des Instituts für Friedensforschung und Si­cherheitspolitik der Universi­tät Hamburg. Als einer der be­sten Sachkenner der Ost- und Deutschlandpolitik der SPD plädierte er für Ehrlichkeit und Seriosität bei der Diskussion über deren Inhalte und For­men. (mehr …)

Vor 25 Jahren – Vom Runden Tisch an die Spitze des Kabinetts

Mittwoch, 18. März 2015

(pri) Heute vor 25 Jahren fanden in der DDR die letzten Volkskammerwahlen statt – erstmals mit konkurrierenden Parteienlisten und einem erbitterten Wahlkampf. Sieger dieser Wahl wurde die »Allianz für Deutschland«, eine von der westdeutschen CDU erdachte Schöpfung, die unter Helmut Kohls maßgeblicher Leitung sechs Wochen zuvor in Westberlin aus der Taufe gehoben und zwei Wochen vor dem Wahlgang in Bonn mit einem Programm versehen worden war. Ihre Hauptkraft war die damalige DDR-CDU (mehr …)

»Charlie Hebdo« und die »Lügenpresse«

Samstag, 10. Januar 2015

(pri) Diese Chance darf man sich natürlich nicht entgehen lassen, mögen einige der tief gekränkten Edelfedern unserer heimischen Qualitätspresse gedacht haben und sprangen flugs aufs Trittbrett von »Charlie Hebdo«. »Was sie verbindet«, hieß es zum Beispiel über die Mörder im Pariser Marais-Viertel und die Pegida-Bewegung (mehr …)

Pegida – wie 1989 eine Eruption aus der Alternativlosigkeit?

Sonntag, 21. Dezember 2014

(pri) Dass nach 25 Jahren wieder Menschen mit den Sprechchören von 1989 auf der Straße sind, irritiert die etablierte Politik. Ihnen ihre Wut auszureden, wird nicht genügen. Ihre ausländerfeindlichen Forderungen zu erfüllen, verbietet sich. Aber was dann? (mehr …)

An der Mauer blieb niemand ohne Verletzungen

Sonntag, 09. November 2014

(pri) Wenn heute die 25. Wiederkehr des Mauerfalls gefeiert wird, dann stehen ganz selbstverständlich jene im Vordergrund, die diese Mauer überwunden haben – vor allem die DDR-Bürger, die mit ihrem so unerschrockenen wie gewaltfreien Protest das Betonmonument erodieren ließen, bis es zusammenbrach. Aber natürlich auch jene, die schon in den 27 Jahren des Bestehens des »Schutzwalls« diesen zu überwinden vermochten, auf welche Weise auch immer. Sie gelten heute in der Regel als Helden, werden gefeiert (mehr …)

Der 4. November 1989 und eine stille Sehnsucht

Dienstag, 04. November 2014

(pri) Nein, zu einer großen Siegesfeier der alten Bundesrepublik über die DDR wird der derzeit allgegenwärtige Rückblick auf 1989/90 nicht werden – den verbissenen Bemühungen, möglichst alle seither in die Welt gesetzten Klischees über den anderen deutschen Staat noch einmal im Zeitraffer Revue passieren zu lassen, zum Trotz. Vielmehr entwickelt sich in diesen Tagen eine engagierte Debatte, die nicht nur dieses ideologisch geprägte Geschichtsbild in Frage stellt, sondern auch zu ergründen versucht, was denn an dieser DDR, die noch immer so viele Versteher und gar Verteidiger hat, wirklich dran war. (mehr …)