Artikel mit ‘DDR’ getagged

In der Bundesrepublik ist die Überwachung Andersdenkender eine normale Sache

Samstag, 28. Januar 2012

(pri) Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat schon recht. Die »künstlich erzeugte Aufregung« um die – zumindest im Bundestag – schon bald flächendeckende Ausforschung der Linkspartei ist eigentlich nicht zu verstehen. Gehört doch seit jeher zum Waffenarsenal eines Staates – über alle ideologischen Grenzen hinweg – die Überwachung seiner Kritiker, denn seinen Vertretern geht es schließlich darum, die ihnen dienlichen Verhältnisse zu erhalten, den mühsam geschaffenen Herrschaftsstatus gegen alle Veränderungsbemühungen abzusichern.

Um das zu begreifen, genügt es völlig, einen Blick ins Verfassungsschutzgesetz von 1990 zu werfen (weiterlesen…)

Der gewöhnliche Rechtsterrorismus und seine Opfer – zum Beispiel Ravindra Gujjula

Dienstag, 29. November 2011

(pri) Der Rechtsterrorismus sei ein neues Phänomen, sagt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und beweist damit nur, dass er noch immer auf dem rechten Auge blind ist. Denn Rechtsterrorismus gibt es in Deutschland seit mindestens 20 Jahren; das belegt schon die hohe Zahl seiner Opfer, die sich nach seriösen Erhebungen der Zahl 200 nähert. Es dokumentieren aber auch die fast wöchentlichen martialischen Aufmärsche rechtsextremistischer Organisationen, Verbände, »Kameradschaften« und einer legalen Neonazi-Partei (weiterlesen…)

Bundestrojaner, das IM-System des Internetzeitalters

Donnerstag, 13. Oktober 2011

(pri) Als das Bundesverfassungsgericht vor gut dreieinhalb Jahren den Sicherheitsbehörden die Online-Durchsuchung gestattete, sie aber durch allerlei Auflagen zur seltenen Ausnahme zu machen versuchte, war bereits klar dass damit dem Zugriff auf die Computer aller Bürger Tür und Tor geöffnet wurde. (weiterlesen…)

Der 13. August und die Grenzen des Journalismus

Samstag, 13. August 2011

(pri) Ein wenig fühlt man sich dieser Tage wieder in jene Zeiten zurückversetzt, als eine Agitationskommission der SED-Zentralkomitees die Medienkampagnen plante. Ob nun zu diversen DDR-Jahrestagen, Geburtstagen in der Regel verblichener in- und ausländischer Parteiführer oder Gedenktagen revolutionärer Ereignisse wie jenem der Oktoberrevolution – um solche Ereignisse herum konnte man Tag für Tag darüber in der Regel das Gleiche und selten etwas Neues lesen, wie eben jetzt zur 50. Wiederkehr des Mauerbaus. (weiterlesen…)

Weder Frontwechsel noch Grenzüberschreitung

Freitag, 01. April 2011

Das  MfS und seine Geschichte: Mit der Betrachtung zu neuen und ältere Büchern über eine umstrittene Behörde soll vermittelt wer­den, dass Deutschland  sich zwei Jahrzehnte nach dem Anschluss der DDR im­mer noch schwer tut, seine Vergangenheit ausgleichend und gerecht zu beurteilen.

2.Teil: Zum Buch „Fragen an das MfS“

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Hauptverwaltung Aufklärung der DDR – kurze Geschichte eines Spionagedienstes (Teil X und Schluss)

Mittwoch, 29. Dezember 2010

 Bei der aktuellen Debatte über die Wikileaks-Dossiers ist ein Aspekt bisher geflissentlich weitgehend übersehen worden – die Blamage, die Julian Assange mit seiner kleinen, schlecht ausgerüsteten Truppe den zahlreichen hoch gerüsteten Geheimdiensten dieser Welt zugefügt hat. Sie alle versuchen, mit riesigem Aufwand an Personen und Geldmitteln, diversen Regierungen einige ihrer zahlreichen, sorgsam verborgenen Geheimnisse zu entreißen (weiterlesen…)

Europa duldet Medienzensur in Ungarn

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Wenn in diesen Tagen von Ungarn die Rede ist, dann nur indirekt wegen dessen Vorrücken in die EU-Präsidentschaft am 1. Januar nächsten Jahres. Ganz direkt aber, weil das Land dabei ist, hinsichtlich Medienfreiheit in finsterste Zeiten zurückzufallen (weiterlesen…)

Hauptverwaltung Aufklärung der DDR – kurze Geschichte eines Spionagedienstes (Teil IX)

Montag, 06. Dezember 2010

Wer in diesen Tagen aufmerksam die Vorgänge um Wikileaks verfolgt und dabei registriert, wie hilflos und unprofessionell die US-Regierung samt ihrer Geheimdienste auf Veröffentlichung von ihnen aus gutem Grund geheim gehaltener Informationen reagieren, fühlt sich nicht selten an die Endzeit der DDR und vor allem ihres Geheimdienstes Ministerium für Staatssicherheit erinnert. Natürlich gibt es kaum direkte Analogien (weiterlesen…)

Wikileaks erzwingt Glasnost im Westen

Dienstag, 30. November 2010

Wer erinnert sich noch das Wortes »Glasnost«, das vor 20 Jahren Hochkonjunktur hatte? Es kommt aus dem Russischen und heißt im politischen Sinne »Offenheit«. Damals war es auf die Sowjetunion als Vormacht des »sozialistischen Lagers« gemünzt und was sich dahinter verbarg, die Offenlegung jahrzehntelang betriebener sozialistischer Geheimniskrämerei, wurde weltweit begeistert mit Beifall bedacht – am meisten von jenen, die heute Glasnost, politische Offenheit. Transparenz in öffentlichen Angelegenheiten mit dem Staatsanwalt verfolgen wollen. (weiterlesen…)

Hauptverwaltung Aufklärung der DDR – kurze Geschichte eines Spionagedienstes (Teil VIII)

Freitag, 05. November 2010

Kürzlich machte ein ehemaliger MfS-Offizier noch einmal von sich reden, der schon fast vergessen war. Werner Stiller, der durch seine Flucht aus der DDR in die Bundesrepublik 1979 die DDR-Spionage in eine ziemliche Krise stürzte (weiterlesen…)