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	<title>blogsgesang.de &#187; Deutsche Bahn</title>
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	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
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		<title>Spitzel immerzu und &#252;berall</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 20:59:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Telekom, Lidl, Innenministerium, Deutsche Bahn, Airbus, Verfassungsschutz, Drogeriekette M&#252;ller,  BND, Edeka &#8211; &#252;berall Spitzel, &#220;berwachungskameras, Abh&#246;ranlagen, Online-Untersuchungen. In mancher Hinsicht kann man fast den Eindruck gewinnen, als sei einst die Bundesrepublik der DDR beigetreten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Telekom, Lidl, Innenministerium, Deutsche Bahn, Airbus, Verfassungsschutz, Drogeriekette M&#252;ller,  BND, Edeka &#8211; &#252;berall Spitzel, &#220;berwachungskameras, Abh&#246;ranlagen, Online-Untersuchungen. In mancher Hinsicht kann man fast den Eindruck gewinnen, als sei einst die Bundesrepublik der DDR beigetreten.</p>
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		<title>Mit Mehdorn deckt die Regierung einen Unrechtsstaat im Staate</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 12:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun fehlt nur noch, dass Hartmut Mehdorn erkl&#228;rt, wie sehr er uns doch alle liebe. Alle anderen Belege mangelnden Unrechtsbewusstseins, die wir bereits von diversen Vort&#228;tern kennen, hat er bereits geliefert. Nicht einmal die Verschw&#246;rungstheorie hat er ausgelassen - nur dass an die Stelle imperialistischer Konterrevolution&#228;re nun die Verfechter eines politischen Linkskurses getreten sind. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun fehlt nur noch, dass Hartmut Mehdorn erkl&#228;rt, wie sehr er uns doch alle liebe. Alle anderen Belege mangelnden Unrechtsbewusstseins, die wir bereits von diversen Vort&#228;tern kennen, hat er bereits geliefert. Nicht einmal die Verschw&#246;rungstheorie hat er ausgelassen <span id="more-834"></span>- nur dass an die Stelle imperialistischer Konterrevolution&#228;re nun die Verfechter eines <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article3464155/Mehdorn-warnt-vor-politischem-Linkskurs.html" target="_blank">politischen Linkskurses</a> getreten sind.</p>
<p>Der Bahnchef handelt also wie jeder Boss, dem zuviel Macht verliehen wird und der eines Tages zu glauben beginnt, er k&#246;nne sich nun alles erlauben. Da ticken diktatorische Parteifunktion&#228;re nicht anders als autokratische Wirtschaftsf&#252;hrer; <a href="http://www.blogsgesang.de/2009/02/07/mit-mehdorn-ist-die-krise-bei-den-managern/" target="_blank">Mehdorn ist schlie&#223;lich nicht der erste, der dies belegte </a>- und er wird nicht der letzte bleiben. Er schuf sich, wie mancher kleine K&#246;nig in einem politischen oder wirtschaftlichen Imperium, einen <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,616103,00.html" target="_blank">Staat im Staate</a> &#8211; und nicht irgendeinen, sondern zwangsl&#228;ufig einen Unrechtsstaat, &#252;ber dessen Eigenarten wir ja derzeit im historischen R&#252;ckblick so gern aufgekl&#228;rt werden.</p>
<p>All das ist also nicht neu und w&#228;re in einem Rechtsstaat vielleicht auch kein sonderliches Problem, weil der schlie&#223;lich die Mittel hat, derartige Fehlentwicklungen durch Kontrolle, Transparenz und korrigierende gesetzliche Bestimmungen rechtzeitig zu erkennen und zu bremsen. Ersteres funktioniert offensichtlich, denn es gibt zwei unabh&#228;ngige Sonderermittler, die sich auch von der Kooperationsunwilligkeit des Bahnmanagements nicht beeindrucken lie&#223;en und ungesch&#246;nt auf den Tisch legten, was sie vorfanden. Es gibt auch eine kritische &#214;ffentlichkeit, die &#252;ber rechtsstaatswidrige Machenschaften aufgekl&#228;rt wird und dagegen Stellung bezieht.</p>
<p>Was es bislang allerdings nicht gibt, ist eine Exekutive, die aus all dem die Konsequenzen zieht und dem illegalen Treiben ein Ende bereitet. Die Bundesregierung, die sonst weltweit &#252;ber Recht und Unrecht bestens Bescheid zu wissen glaubt, tut sich schwer, den Balken im eigenen Auge zu erkennen. Wie es hei&#223;t, sind ihr taktische Erw&#228;gungen &#8211; zum Beispiel dar&#252;ber, wer &#252;ber den n&#228;chsten Bahnchef entscheiden und daraus wom&#246;glich parteipolitischen Nutzen ziehen kann &#8211; wichtiger als eine sachlich und moralisch gebotene Entscheidung. Damit sendet sie nicht nur ein verheerendes Signal sowohl an noch unerkannte Mit- wie schon in den Startl&#246;chern stehende Nacht&#228;ter Mehdorns, sondern sie disqualifiziert auch ihr Gerede &#252;ber Recht und Unrecht zu reinem Propagandaget&#246;se, das zum eigenen Nutzen bei Bedarf schon mal vergessen werden kann.<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/2e495d6746e14f3ca208c27ae271f9df" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Mit Mehdorn ist die Krise bei den Managern</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 16:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unabh&#228;ngig davon, ob Hartmut Mehdorn demn&#228;chst sein Amt als Chef der deutschen Bahn verlassen muss oder noch nicht, l&#228;sst allein die Tatsache, dass er &#252;ber eine Angelegenheit stolpern k&#246;nnte, die vor allem ihm im Vergleich mit vielen anderen seiner Fehlleistungen beinahe wie eine Bagatelle anmutet, die rauen Winde sp&#252;ren, die gegenw&#228;rtig Managern ins Gesicht blasen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unabh&#228;ngig davon, ob Hartmut Mehdorn demn&#228;chst sein Amt als Chef der deutschen Bahn verlassen muss oder noch nicht, l&#228;sst allein die Tatsache, dass er &#252;ber eine Angelegenheit stolpern k&#246;nnte, die vor allem ihm im Vergleich mit vielen anderen seiner Fehlleistungen beinahe wie eine Bagatelle anmutet, die rauen Winde sp&#252;ren, die gegenw&#228;rtig Managern ins Gesicht blasen, <span id="more-759"></span>die k&#252;rzlich noch als unantastbare Organisatoren wirtschaftlichen Aufschwungs galten. Man hielt Mehdorn zugute, dass er die Bahn aus den roten Zahlen f&#252;hrte und dabei war, sie zu einem global player zu machen, was dem einfachen Bahnkunden jedoch nur partiell von Nutzen war. Denn der Konzernchef erreichte seine Erfolge auf dem R&#252;cken der Eisenbahner, die er in f&#252;nfstelliger Zahl aufs Abstellgeleis schob. Die Folge waren zunehmend stressige Arbeitsbedingungen f&#252;r die Verbliebenen bei niedrigen L&#246;hnen, die er auch dadurch deckelte, dass er sich die gr&#246;&#223;te Eisenbahner-Gewerkschaft Transnet weitgehend gef&#252;gig machte. Und Folge waren die Stilllegung von Strecken, vor allem in l&#228;ndlichen Gebieten, die Aufgabe von Bahnh&#246;fen, ein neues, eher am Flugverkehr orientiertes und damit kundenfeindliches Tarifsystem und st&#228;ndig steigende Preise bei kaum verbessertem Komfort.</p>
<p>Lange schien solch forsches, vorwiegend an der Profitrate und immer weniger an den Erwartungen der Kunden an einen Dienstleistungsbetrieb orientiertes Vorgehen erfolgreich und wurde daher durch die Politik &#8211; ob Union, ob SPD &#8211; trotz mancher Bauchschmerzen gedeckt; auch dann noch, als sich &#8211; mit dem geplanten B&#246;rsengang &#8211; die Misserfolge h&#228;uften. Erst als die Diskrepanzen zwischen Mehdorns Voluntarismus und den sich auf dem Finanzmarkt atemberaubend schnell verschlechternden Realit&#228;ten un&#252;bersehbar geworden waren, bremste man den Bahnchef aus, ohne dass damals jedoch der Ruf nach seinem R&#252;cktritt laut wurde. Ihn schon damals auszurangieren, h&#228;tte auf die schwarz-rote Koalition, die gegen alle Warnungen und das Votum eines SPD-Parteitages den B&#246;rsengang forcierte, zur&#252;ckschlagen k&#246;nnen; schlie&#223;lich hatte sie auf diese Weise mit auf der Lokomotive gesessen.</p>
<p>Jetzt aber, wo der <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0205/meinung/0015/index.html" target="_blank">Scherbenhaufen</a>, den sein r&#252;cksichtsloses Managertum anrichtete, un&#252;bersehbar ist, suchte und fand man eine Fehlleistung, die der Konzernchef und seine F&#252;hrungsriege allein verantworten m&#252;ssen, und damit die ideale Gelegenheit, ihm die Signale auf Rot zu stellen. Mehdorns F&#252;hrungsphilosophie, sein Leitungsstil passen derzeit nicht in die von der Wirtschafts- und Finanzkrise aufgew&#252;hlte Landschaft. Denn allzu &#228;hnlich war und ist sein Vorgehen jenem der Hasardeure aus der Bankenwelt, denen auch der Gewinn um jeden Preis alles galt und die glaubten, sich &#252;ber alle anderen Interessen hinwegsetzen zu k&#246;nnen. Was sich im Bankensektor abspielte, galt eben lange auch als beispielhaft f&#252;r die so genannte Realwirtschaft. Und da verwundert es nicht, dass die Turbulenzen in den Geldh&#228;usern ihren lauten Widerhall in vielen Konzernetagen finden. Dass nun selbst bislang sakrosankte Spitzenmanager wie Mehdorn <a href="http://www.sueddeutsche.de/559388/043/2747735/Bahnchef-auf-Abruf.html" target="_blank">ihren Nimbus verlieren </a>und vielleicht k&#252;nftig nicht an der Lautst&#228;rke ihrer Bekundungen, sondern an ihren tats&#228;chlichen Leistungen gemessen sowie bei Versagen entsorgt werden, k&#246;nnte sich als eine der besseren Wirkungen der gegenw&#228;rtigen Wirtschaftskrise erweisen.</p>
<p>Mehdorn selbst allerdings scheint darauf zu hoffen, dass sich die St&#252;rme bald wieder legen und er sein Amt behalten kann. Und die Chancen daf&#252;r stehen deshalb nicht schlecht, will Bundesregierung wie die sie tragenden Parteien im anlaufenden Wahlkampf stark dazu neigen, ihre Entscheidungen nicht nach Sachlage, sondern aus <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0205/tagesthema/0061/index.html" target="_blank">partei- und wahlpolitischem Kalk&#252;l </a>zu treffen. Insofern gr&#252;beln derzeit die beteiligten Politiker noch &#252;ber den m&#246;glichen Folgen eines Mehdorn-Sturzes f&#252;r sie selbst &#8211; und das k&#246;nnte den Bahnchef wieder einmal retten.<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/6895542c17134035abc18453115a6706" alt="" width="1" height="1" /></p>
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