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	<title>blogsgesang.de &#187; Gesundheitswesen</title>
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	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
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		<title>EHEC und das Versagen der Zust&#228;ndigen</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 21:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(pri) Gew&#246;hnlich wird heutzutage immer so getan, als habe man alles im Griff. Tritt ein Problem auf, entwickeln die Zust&#228;ndigen unverz&#252;glich einen dr&#246;hnenden Aktionismus und spreizen sich vor den diversen Kameras mit ihrer Tatkraft. Die EHEC-Krise hat gezeigt, dass sich dahinter in der Regel nicht mehr als absolute Hilflosigkeit verbirgt, die ihre Ursache in Inkompetenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(pri) Gew&#246;hnlich wird heutzutage immer so getan, als habe man alles im Griff. Tritt ein Problem auf, entwickeln die Zust&#228;ndigen unverz&#252;glich einen dr&#246;hnenden Aktionismus und spreizen sich vor den diversen Kameras mit ihrer Tatkraft. Die EHEC-Krise hat gezeigt, dass sich dahinter in der Regel nicht mehr als absolute Hilflosigkeit verbirgt<span id="more-2857"></span>, die ihre Ursache in Inkompetenz oder – schlimmer noch – in Vers&#228;umnissen hat, die wider besseres Wissen, aus »Sachzw&#228;ngen« oder gar Schludrigkeit zugelassen wurden.</p>
<p>Der <a href="http://www.profil.at/articles/1122/560/298521/ehec-ehec-erreger-vorgaenger" target="_blank"><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/8edf4431fea44aeeaef09362fb6b844d" alt="" width="1" height="1" />Aktionismus in der EHEC-Krise</a> richtete sich gegen drei unschuldige Gem&#252;se – Gurke, Tomate und Salat, und den Schaden hatten ebenso unschuldige Gem&#252;sebauern, deren Arbeit innerhalb weniger Minuten f&#252;r umsonst, weil kreuzgef&#228;hrlich erkl&#228;rt wurde. Beweise gab es daf&#252;r keine. Nicht eine einzige Tomate, nicht ein einziger Salatkopf mit EHEC-Erregern wurden gefunden, und die auf einer spanischen Gurke ausgemachten Keime erwiesen sich schnell auch nicht als urs&#228;chlich f&#252;r die Epidemie. Dennoch hielten die mehr oder minder Zust&#228;ndigen – ob aus diversen Ministerien, mehreren Beh&#246;rden mit verschwommenem Aufgabenprofil oder auch dem renommierten Robert-Koch-Institut – tagelang an der M&#228;r von Gurke, Tomate und Salat fest. Damit allerdings ihre Inkompetenz nicht verbergend, sondern im Gegenteil f&#252;r jedermann offen legend. Kein Wunder, dass die meisten B&#252;rger eher belustigt denn besorgt reagierten.</p>
<p>&#220;ber das Informationswirrwarr ist ausf&#252;hrlich geschrieben worden, ohne dass es die Verantwortlichen beeindruckte. Vielleicht kam ihnen dieses Thema sogar recht, lie&#223; sich doch dahinter sehr gut ein viel gr&#246;&#223;erer Skandal verbergen, der bis heute in der &#246;ffentlichen Debatte kaum eine Rolle spielt: das absolute Unvorbereitetsein auf eine solche Infektion, das Stochern mit der Stange im Nebel nicht nur bei der Suche nach dem Seuchenherd, sondern bei der Behandlung des aggressiven Erregers. Beobachtete man die ohne Zweifel <a href="http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13425902/Kaempfer-des-Nordens.html" target="_blank">&#252;bermenschliche Arbeit der &#196;rzte, Pfleger und Schwestern</a> in jenen Kliniken, in die schwere EHEC-F&#228;lle eingeliefert wurden, dann f&#252;hlte man sich beinahe ins Mittelalter zur&#252;ckversetzt, in der man &#228;hnliche hilflos der Pest gegen&#252;berstand. Pl&#246;tzlich war vom so viel gepriesenen medizinischen Fortschritt, f&#252;r den Jahr f&#252;r Jahr Milliarden ausgegeben werden, nichts mehr zu sehen. Und das Schlimmste: Auch nach diesem Totalversagen der f&#252;r die menschliche Gesundheit Zust&#228;ndigen ist &#252;ber diesbez&#252;gliche Konsequenzen nichts zu h&#246;ren. Alles dreht sich nur um Meldefristen, Informationsfl&#252;sse und Hygienema&#223;nahmen – gewiss wichtige Bestandteile der Prophylaxe, doch &#252;ber eine wirksame Therapie scheint sich niemand Gedanken zu machen.</p>
<p>Fahndet man nach den Ursachen f&#252;r dieses Schweigen, st&#246;&#223;t man allenfalls zwischen den Zeilen der Berichterstattung auf Indizien. So ist der EHEC-Erreger, der jetzt die schweren Krankheitsverl&#228;ufe ausl&#246;ste, zwar bereits seit 2001 bekannt, doch trat er seither nicht mehr auf. Es handelt sich also um eine <a href="http://www.faz.net/artikel/S31034/ehec-krise-weniger-neuinfektionen-quelle-weiter-unklar-30430550.html" target="_blank">seltene Krankheit</a> – und dazu wei&#223; man, dass weder die medizinische Forschung noch die Pharmaindustrie sich viel mit solchen Krankheiten besch&#228;ftigen, nicht nur, aber auch, weil es sich »nicht rechnet«. Das gilt offensichtlich auch dann, wenn – und das d&#252;rfte f&#252;r Experten kein Geheimnis sein – aus einer seltenen schnell eine verbreitete Krankheit werden kann, zumal der wahrscheinlichste &#220;bertr&#228;ger von EHEC nicht Tier und Pflanze sind, sondern der Mensch.</p>
<p>Der Verdacht solch »&#246;konomischer« Entscheidungsgr&#252;nde dr&#228;ngt sich auch deshalb auf, weil es seit 2007 mit <a href="http://news.doccheck.com/de/article/204602-ehec-therapie-warten-auf-das-wunder/" target="_blank">Eculizumab</a> ein Mittel gibt, mit dem eine &#228;hnliche seltene Krankheit bereits behandelt werden kann. Es wurde in den USA entwickelt und kostet pro Dosis 6000 Euro. Studien &#252;ber seine <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4109&amp;Alias=wzo&amp;cob=564040" target="_blank">Anwendbarkeit auf den aktuellen EHEC-Erreger</a> gibt es nicht. Und nirgends h&#246;rt man, dass sie jetzt mit Hochdruck in Angriff genommen werden sollen. Daf&#252;r aber h&#246;rte man schon viel &#252;ber die exorbitanten Kosten, die die EHEC-Behandlung verursacht, und dass einige Kliniken daher bereits gegen Sparauflagen protestierten.</p>
<p>Dass die Zust&#228;ndigen in der EHEC-Krise eklatant versagten, ist offenkundig. Ihr bisheriges Verhalten danach l&#228;sst bef&#252;rchten, dass sich daran auch bei k&#252;nftigen &#228;hnlichen Herausforderungen nichts &#228;ndert.</p>
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		<title>Impfstoff mit Nebenwirkungen</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/10/21/impfstoff-mit-nebenwirkungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 21:35:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da soll nun das gemeine Volk tats&#228;chlich einmal mehr bekommen als Politiker, Beamte und Landessch&#252;tzer in Uniform – und es ist auch wieder nicht recht. Der Impfstoff gegen die H1N1-Schweinegrippe, der f&#252;r die Allgemeinheit bestimmt ist, besteht nicht nur aus den zu bek&#228;mpfenden Viren, die in abgeschw&#228;chter Form das Immunsystem zur Produktion von Abwehrstoffen veranlassen sollen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da soll nun das gemeine Volk tats&#228;chlich einmal mehr bekommen als Politiker, Beamte und Landessch&#252;tzer in Uniform – und es ist auch wieder nicht recht. Der Impfstoff gegen die H1N1-Schweinegrippe,<span id="more-1317"></span> der f&#252;r die Allgemeinheit bestimmt ist, besteht nicht nur aus den zu bek&#228;mpfenden Viren, die in abgeschw&#228;chter Form das Immunsystem zur Produktion von Abwehrstoffen veranlassen sollen, sondern zudem noch aus etwas so Geheimnisvollem wie Adjuvanzien. Das sind Wirkverst&#228;rker, die dass Immunsystem zus&#228;tzlich in Bewegung setzen, und quecksilberhaltige Konservierungsstoffe. Ist doch sch&#246;n, dass die Regierung uns damit zus&#228;tzlich erfreuen will, w&#228;hrend sie selbst darauf gro&#223;z&#252;gig verzichtet und nicht mal ihre treuesten Diener derartig zu verw&#246;hnen gedenkt. Sie g&#246;nnt ihnen damit nicht die Erfahrung von <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/535/490907/text/" target="_blank"><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/4f896cf8111e42fdbc24f9c8265d6a56" alt="" width="1" height="1" />R&#246;tungen, Schwellungen und Schmerzen</a> an der Impfstelle sowie von Kopfschmerzen, Fieber und Gelenkschmerzen. Der Rest der Bev&#246;lkerung soll auf diese Weise gest&#228;hlt werden – &#252;brigens rechtzeitig zum Start der schwarz-gelben Koalition, die vermutlich solche Pr&#252;fungen f&#252;r uns alle bereit h&#228;lt, dass unser Immunsystem gar nicht erprobt genug sein kann. Offensichtlich werden Regierungsmitglieder, Beamte und Soldaten von derartigen Zumutungen verschont bleiben, was nicht &#252;berrascht; daher bed&#252;rfen sie nicht der sch&#228;rfsten Impfdosis.</p>
<p>Das Volk ist <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1255507168846.shtml" target="_blank">verdammt misstrauisch</a> und mag die gro&#223;z&#252;gigen, aber m&#246;glicherweise vergifteten »Geschenke« der Regierung nicht annehmen. Es wird gemutma&#223;t, die Pharmaindustrie wittere ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/680/491051/text/" target="_blank">millionenschweres Gesch&#228;ft</a> mit dem Impfstoff. Oder erhoffe sich zumindest einen kostenlosen <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/157798.praevention-oder-grossversuch.html" target="_blank">Gro&#223;versuch mit unzureichend erprobten Substanzen</a>. Denn dass der Impfstoff bislang nicht gen&#252;gend gepr&#252;ft ist, gilt als eine der wenigen sicheren Erkenntnisse bei der gegenw&#228;rtigen Impfdiskussion. Man glaubt weder den &#196;rzten, die das Impfen empfehlen, wei&#223; man doch, wie eng sie oft mit der Pharmaindustrie verquickt sind. Und man glaubt schon gar nicht der Regierung, die zwar immer wieder lautstark die Kostenexplosion im Gesundheitswesen beklagt, aber bisher kaum etwas unternommen hat, diese wirklich in den Griff zu bekommen – aus R&#252;cksichtnahme auf die Lobbygruppen der Pharmakonzerne, Apotheker, &#196;rzte, Zahn&#228;rzte. Alles &#252;brigens eine bevorzugte Klientel der k&#252;nftigen Regierungspartei FDP; da k&#246;nnen wir uns wohl auf noch dramatischere Nebenwirkungen gefasst machen.</p>
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