<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blogsgesang.de &#187; Hollywood</title>
	<atom:link href="http://www.blogsgesang.de/tag/hollywood/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.blogsgesang.de</link>
	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 14:04:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Hollywood streikt</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2007/11/28/hollywood-streikt/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2007/11/28/hollywood-streikt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 18:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bush]]></category>
		<category><![CDATA[CIA]]></category>
		<category><![CDATA[Cruise]]></category>
		<category><![CDATA[Folter]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywood]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Late Show]]></category>
		<category><![CDATA[Redford]]></category>
		<category><![CDATA[Streep]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/2007/11/28/hollywood-streikt/</guid>
		<description><![CDATA[Zuerst einmal ganz direkt, indem es sich die Drehbuchautoren nicht mehr gefallen lassen, dass die Verwerter ihrer geistigen Anstrengungen damit immer mehr Geld machen und sie selbst immer weniger davon haben. Und siehe da: Die gro&#223;en Stars der Late Shows entpuppen sich pl&#246;tzlich als nicht mehr denn Schauspieler, die ohne einen ordentlichen Text eine ziemlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Zuerst einmal ganz direkt, indem es sich die Drehbuchautoren nicht mehr gefallen lassen, dass die Verwerter ihrer geistigen Anstrengungen damit immer mehr Geld machen und sie selbst immer weniger davon haben. <span id="more-280"></span>Und siehe da: Die gro&#223;en Stars der Late Shows entpuppen sich pl&#246;tzlich als nicht mehr denn Schauspieler, die ohne einen ordentlichen Text eine ziemlich traurige oder gar keine Figur machen, daf&#252;r aber eine Menge Geld bekommen. Ohne die Witze und Sketche aus der Feder vieler namenloser Autoren w&#228;ren sie nichts. Kein Wunder, dass diese nun auf ihren Anteil am gro&#223;en Gewinn pochen – ein bisschen so wie unsere Lokomotivf&#252;hrer.</p>
<p>Aber Hollywood streikt auch in anderer Hinsicht; immer weniger zeigen sich Filmproduzenten wie Regisseure und Schauspieler bereit, eine Statistenrolle in George W. Bushs Kriegsinszenierung zu spielen, d.h. mit patriotisch-militaristischen Megaproduktionen die zunehmend kriegsm&#252;den US-Amerikaner bei der Stange zu halten. Im Gegenteil, nachdem sie lange genug diesen Part des n&#252;tzlichen Idioten gespielt hatten, schauen sie jetzt ihren Zuschauern wieder besser ins Gem&#252;t und drehen Filme, die keine Wunschwelten darstellen, sondern die Realit&#228;t.</p>
<p>Dabei scheuen sie sich nicht, die eigene Hilflosigkeit auszustellen – wie zum Beispiel Robert Redford, der in »<a target="_blank" href="http://www.filmstarts.de/produkt/75951,Von%20L%F6wen%20und%20L%E4mmern.html">Von L&#246;wen und L&#228;mmern</a>« deutlich macht, wie verzweifelt er &#252;ber die eigene Regierung ist. Er zeigt einen Senator (Tom Cruise), der gern Pr&#228;sident werden m&#246;chte und dazu den Amerikanern gern den Sieg im Kampf gegen den Terror verspricht &#8211; »koste es, was es wolle«. F&#252;r diese Botschaft hat er eine Journalistin (Meryl Streep) zu sich bestellt, um ihr Inhalt und Tendenz zu diktieren; als sie das irrwitzige Unternehmen hinterfragt, verweist er eiskalt auf ihre Komplizenrolle beim Irakkrieg und verlangt – ebenso wie ihr Redaktionsleiter – ungebrochene Loyalit&#228;t ungeachtet aller Zweifel und widersprechender Fakten. Redford zeigt sich auch selbst in der Rolle eines Universit&#228;tsprofessors, der verzweifelt gegen die »Keinen-Bock-Mentalit&#228;t« unter seinen Studenten ank&#228;mpft, wei&#223; er doch, dass solche apolitische Haltung nur den Kriegstreibern n&#252;tzt. Und er vermittelt auch, wohin blinder Patriotismus f&#252;hrt – n&#228;mlich direkt ins Kampfgebiet, in den Hindukusch, wo selbst das High-Tech-Arsenal nicht verhindern kann, dass am Ende junge Soldaten elendiglich krepieren. Man kann das zwar im gr&#252;nlichen Flimmern der Monitore bis ins Letzte verfolgen, aber nicht helfen. Redford wei&#223; nat&#252;rlich keine Antwort, was seinen Streifen so hoffnungslos macht; ihm bleibt lediglich, die Soldaten an der Front als die »L&#246;wen« zu bezeichnen, die von den »L&#228;mmern« in den Washingtoner Regierungsstuben verheizt werden. Man k&#246;nnte es aber auch andersherum sehen: Salonl&#246;wen f&#252;hren um ihrer Karrieren willen junge L&#228;mmer, die von Politik nicht viel halten und daher umso leichter manipulierbar sind, auf die Schlachtbank.</p>
<p>Dazu passend ein anderer Film – »<a target="_blank" href="http://www.filmstarts.de/produkt/76208,Machtlos.html">Machtlos</a>« – &#252;ber die Folterpraxis im Kampf gegen den Terror, organisiert, beobachtet und ausgenutzt vom CIA. Dies ist gewisserma&#223;en die Hollywood-Version von »Das Leben der anderen« &#8211; nur weitaus h&#228;rter, wie es sich f&#252;r einen Thriller aus der Traumfabrik geh&#246;rt, und zugleich so schonungs- wie kompromisslos gegen&#252;ber dem US-amerikanischen Geheimdienst und seinen Hinterleuten. Allerdings tanzt auch hier einer aus der Reihe und rettet am Ende das Folteropfer. »Das Leben der anderen« wird gern Schulen f&#252;r den Gemeinschaftsbesuch empfohlen, kann man doch daraus viel &#252;ber die Vergangenheit lernen. F&#252;r »Machtlos« gilt &#196;hnliches; nur bezieht sich der Lerngewinn hier auf die unmittelbare Gegenwart.</p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2007/11/28/hollywood-streikt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

