Artikel mit ‘Libyen’ getagged

Wendepunkt Syrien

Sonntag, 09. Oktober 2016

(pri) Wer wissen will, warum der Krieg um Syrien seit Jahren unvermindert weitergeht und auch in diesen Tagen beim blutigen Kampf um Aleppo kein Ende in Sicht ist, braucht nur einen Blick auf die Sitzung des UN-Sicherheitsrates in der Nacht zum Sonntag zu werfen. Diese Sitzung machte nicht nur die unüberbrückbaren Interessenunterschiede zwischen den rivalisierenden Lagern im Lande, vor allem aber auf der internationalen Bühne sichtbar, sondern auch das Scheitern einer seit mehr als 25 Jahren verfolgten westlichen Strategie, die einstige Supermacht Russland durch Einkreisung und militärische Bedrohung an ihren unmittelbaren Grenzen auf den Rang einer »Regionalmacht« herabzustufen. (mehr …)

Der syrische Bumerang

Freitag, 25. September 2015

(pri) Wieder einmal musste erst Putin eingreifen. Nicht der sowohl vom Westen und seinen demokratiefeindlichen Verbündeten Saudi-Arabien, Katar, den arabischen Emiraten und der Türkei wie auch vom syrischen Assad-Regime eskalierte Bürgerkrieg, der inzwischen Zehntausende Tote forderte, schaffte es. Auch nicht das dadurch bewirkte Aufkommen des »Islamischen Staates«, einer bislang in ihrem Blutdurst wie ihrer Zerstörungswut beispiellosen Terrororganisation und seine Ausbreitung in der Region. Selbst die Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten konnten nichts ausrichten. Aber als plötzlich auf syrischem Boden einige russische Panzer und Kampfflugzeuge auftauchten, da wurde die westliche Welt hellwach; erst jetzt war für sie Gefahr im Verzuge. Fürwahr ein aufschlussreiches Beispiel für das unverändert ideologisch geprägte Feindbild-Denken des Westens (mehr …)

Aufrüstung und Kriegsgeschrei bescheren der NATO einen neuen Frühling

Samstag, 06. September 2014

(pri) Was kaum noch für möglich gehalten wurde, ist eingetreten: In Europa tobte in den letzten Wochen wieder ein blutiger Krieg, und noch ist die Gefahr groß, dass er sich ausweitet zum gefährlichsten Konflikt seit Ende des zweiten Weltkrieges. Über 2000 Menschen verloren ihr Leben, in der Ost-Ukraine wurden Städte und Dörfer in Schutt und Asche gelegt, Hunderttausende sind auf der Flucht. Und dennoch: es gibt auch hier Kriegsgewinnler, und der gewichtigste unter ihnen ist ein Militärbündnis, das lange nur noch ein Schattendasein zu führen schien – die NATO. (mehr …)

Wieder wird auf der Krim Weltgeschichte geschrieben

Donnerstag, 13. März 2014

(pri) Am kommenden Wochenende wird eine historisch kurze Phase, die vor 60 Jahren ein sowjetischer Potentat eingeleitet hatte, durch einen anderen, einen russischen Potentaten, so beendet werden, wie sie damals begonnen hatte – durch einen willkürlichen Akt, der nichtsdestotrotz, damals wie heute, kein Zufallsprodukt war und ist, sondern Ausdruck einer übergreifenden Entwicklung (mehr …)

Syrien als Spielball der Weltmächte

Samstag, 31. August 2013

(pri) Immer offensichtlicher wird, dass es bei der (noch) virtuellen Schlacht um Syrien weniger um das Land, seine Bewohner, die Kriegsopfer geht als vielmehr um eine neue Runde im Ringen der Weltmächte USA und Russland um ihre Position auf diesem Globus. (mehr …)

Die unerwünschte Revolution im Nahen Osten

Sonntag, 18. August 2013

(pri) Wenn sich ein System erst einmal fest etabliert glaubt, mag es Aufruhr nicht mehr. Er ist zwar nützlich zur Durchsetzung des eigenen Gesellschaftsmodells, und man hilft ihm auch durch Intervention von außen gern nach, aber dann wird flugs das »Ende der Geschichte« proklamiert – auf dass alles so bleibe, wie man es zu eigenem Nutz und Frommen eingerichtet hat. Ganz offensichtlich ist es diese Grundhaltung, die – nach dem Sozialismus – jetzt der Kapitalismus einnimmt und die ihn daher so verstört auf die Vorgänge im Nahen Osten blicken lässt.

 

Solange dem Westen die Entwicklungen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien und anderswo überschaubar und in eine genehme Richtung zu steuern schienen, war er bereit, sie »Revolution« zu nennen. (mehr …)

Ägypten, Syrien und der mähliche Gang der Geschichte

Donnerstag, 13. Dezember 2012

(pri) Am Sonnabend wird in Ägypten über eine neue Verfassung abgestimmt. Dass darum ein erbitterter Kampf tobt, scheint hierzulande nicht wenige zu verwundern. Sie glaubten wohl, das Morgenland steuere nach dem Sturz Mubaraks unmittelbar in abendländische Verhältnisse. Typisch westliche Arroganz. In Syrien tobt ein noch erbitterterer, weil blutiger Kampf, der bereits 40000 Tote kostete – übrigens derzeit noch weniger, als das militärische Abenteuer von NATO und USA in Libyen auf dem Konto hat. (mehr …)

Wiederkehr des kalten Krieges

Donnerstag, 01. November 2012

(pri) Was sich jahrzehntelang als eine erbitterte Systemauseinandersetzung zwischen dem ausbeuterischen Kapitalismus und einem sozial gerechten Sozialismus dargestellt hatte, war am Ende vielleicht doch nur ein Kampf zwischen zwei Supermächten und ihren jeweiligen Satrapen um die Vorherrschaft in der Welt. Denn nach dem Sieg des einen, des kapitalistischen Lagers und dem Ende des sozialistischen Widerparts, ausgelöst durch die Erosion von dessen »Weltsystem«, die der östlichen Supermacht den Boden unter den Füßen weg zog, währte die nun erwartete Periode so genannter friedlicher Koexistenz der Staaten nur historisch kurze Zeit (mehr …)

Syrien als Schlachtfeld weltstrategischer Machtkämpfe

Samstag, 28. Juli 2012

(pri) Je länger die kriegerische Auseinandersetzung in und um Syrien dauert, umso klarer wird, dass es sich dabei schon lange nicht mehr um eine nationale Angelegenheit, nicht einmal vordergründig um einen regionalen Konflikt im Pulverfass des Nahen Ostens, sondern um eine weltstrategische Auseinandersetzung handelt, bei der es darum geht, wer global das Sagen hat und wer nicht (mehr …)

Russlands syrische Karte und die Ohnmacht des Westens

Freitag, 08. Juni 2012

(pri) Für Wladimir Putin muss die Entwicklung in Syrien inzwischen so etwas wie ein Geschenk des Himmels sein, erlaubt sie doch die schon nicht mehr für möglich gehaltene Rückkehr des lange gedemütigten Russland ins Zentrum der Weltpolitik an deren derzeit strategisch wohl bedeutsamsten Ort. Hatte es zwei Jahrzehnte lang so ausgesehen, als bestimme allein die westliche Staatengruppe mit den USA an der Spitze das Geschehen auf dem Erdball (mehr …)