<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blogsgesang.de &#187; Pakistan</title>
	<atom:link href="http://www.blogsgesang.de/tag/pakistan/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.blogsgesang.de</link>
	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 14:04:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Bushs Welt – zum Beispiel Pakistan</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2007/12/28/bushs-welt-zum-beispiel-pakistan/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2007/12/28/bushs-welt-zum-beispiel-pakistan/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Dec 2007 13:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Benazir Bhutto]]></category>
		<category><![CDATA[Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Musharraf]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/2007/12/28/bushs-welt-zum-beispiel-pakistan/</guid>
		<description><![CDATA[Er wollte die Demokratie ins »unzivilisierte« Asien bringen und fing mit Afghanistan 2001 an, lie&#223; zwei Jahre sp&#228;ter Irak folgen. Beides gewiss keine sehr demokratischen Staaten, doch so lebensfeindlich wie heute waren sie nicht, bevor George W. Bush seine Truppen in sie entsandte. Seine Politik der »Demokratisierung«, wenn sie denn je ernst gemeint war, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Er wollte die Demokratie ins »unzivilisierte« Asien bringen und fing mit Afghanistan 2001 an, lie&#223; zwei Jahre sp&#228;ter Irak folgen. Beides gewiss keine sehr demokratischen Staaten, doch so lebensfeindlich wie heute waren sie nicht, bevor George W. Bush seine Truppen in sie entsandte. <span id="more-297"></span>Seine Politik der »Demokratisierung«, wenn sie denn je ernst gemeint war, ist total gescheitert. Und nicht einmal die eigenn&#252;tzigen US-amerikanischen Interessen, die er mit beiden Feldz&#252;gen durchzusetzen versuchte, waren zu realisieren; nur verw&#252;stete L&#228;nder, unz&#228;hlige zivile Menschenopfer, Tausende tote Soldaten und eine um vieles instabiler gewordene internationale Lage verzeichnet die Bilanz von Bushs Weltbegl&#252;ckungsideen.</p>
<p>Aber Bushs Welt erkennt man nicht nur dort, wo er Krieg f&#252;hrte, sondern auch da, wo er politischen Einfluss nahm, um zum Beispiel seine Kriegf&#252;hrung zu erm&#246;glichen. Als er seinen Krieg gegen Afghanistan vor sechs Jahren begann, st&#246;rte es ihn keineswegs, dass er in <a target="_blank" href="http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/anschlag-auf-bhutto-veranstaltung/?src=SZ&amp;cHash=c9d5255bb9">Pakistan</a> mit dem Putschisten Pervez Musharraf einen Milit&#228;rdiktator zu seinem engsten Verb&#252;ndeten machte. Nie dr&#228;ngte er den neuen Freund seither ernsthaft, die Demokratie, die er seinen Feinden so dringend anempfahl, im eigenen Land durchzusetzen; daf&#252;r stattete er ihn mit zehn Milliarden Dollar <a target="_blank" href="http://newsticker.welt.de/index.php?channel=pol&amp;module=dpa&amp;id=16518478">Milit&#228;rhilfe</a> aus, die Musharraf gern annahm – auch zur Aufr&#252;stung gegen das eigene Volk und den Erzfeind Indien.</p>
<p>Das pakistanische Volk jedoch verst&#228;rkte den <a target="_blank" href="http://derstandard.at/?url=/?id=3163427">Widerstand gegen seinen Diktator</a>, es kam zu friedlichen <a target="_blank" href="http://www.blogsgesang.de/2007/11/06/pakistan-bushs-birma/">Demonstrationen</a>, die Musharraf blutig niederschlug – ohne dass die USA reagierten. Auch seine Wiederwahl, von der eigenen Justiz als illegal bewertet, setzte er durch, indem er die Verfassungsrichter durch gef&#252;giges Personal ersetzte. Die Opposition, so umstritten sie auch im Lande war, behinderte er massiv, mit einem ersten – missgl&#252;ckten – Attentat auf Benazir Bhutto wurde er in Verbindung gebracht, und auch jetzt deuten manche Indizien daraufhin, dass seine <a target="_blank" href="http://www.kurier.at/nachrichten/116840.php">Sicherheitskr&#228;fte</a> an dem Anschlag beteiligt gewesen sein k&#246;nnten. F&#252;r ihn ist der Tod der Rivalin ein Gewinn, denn unangefochten steht er wieder da – und vor allem kann er sich auf die USA verlassen, die weiter seine blutigen H&#228;nde sch&#252;tteln werden, denn im Zweifel ist ihnen ein brutaler Gewaltherrscher, der f&#252;r sie arbeitet, allemal lieber als ein unsicherer Kantonist, sie demokratisch er auch daherkommt.</p>
<p>F&#252;r Bush stellt all das kein Problem dar, ist er doch dabei, auch im eigenen Land immer mehr demokratische Regeln au&#223;er Kraft zu setzen. Der amerikanische Kongress befindet sich fast schon im Dauereinsatz, um die unz&#228;hligen Verst&#246;&#223;e gegen Freiheit und Menschenrechte in den USA zu untersuchen; dagegen ernsthaft vorzugehen, gelingt ihm immer seltener, da sich Bush und seine Mannschaft um die Kritik einfach nicht k&#252;mmern. Insofern – allerdings schon einige Stufen brutaler und unverfrorener – verf&#228;hrt Musharraf. Er ist somit zu einem w&#252;rdigen Vertreter jener Welt geworden, die sich George W. Bush in seinen Visionen vorstellt.</p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2007/12/28/bushs-welt-zum-beispiel-pakistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein&#228;ugige Au&#223;enpolitik der Kanzlerin</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2007/11/27/einaeugige-aussenpolitik-der-kanzlerin/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2007/11/27/einaeugige-aussenpolitik-der-kanzlerin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 14:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Dalai Lama]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Kasparow]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/2007/11/27/einaeugige-aussenpolitik-der-kanzlerin/</guid>
		<description><![CDATA[Man kann sich fragen, ob f&#252;r China der Dalai Lama und f&#252;r Russland Garri Kasparow die dr&#228;ngendsten Menschenrechtsprobleme sind; auf jeden Fall sind sie die spektakul&#228;rsten – und das vor allem deshalb, weil sowohl die chinesische als auch die russische F&#252;hrung in schlechter alter Diktatorentradition keine andere &#246;ffentliche Stimme neben sich dulden wollen, sei sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Man kann sich fragen, ob f&#252;r China der Dalai Lama und f&#252;r Russland Garri Kasparow die dr&#228;ngendsten Menschenrechtsprobleme sind; auf jeden Fall sind sie die spektakul&#228;rsten <span id="more-279"></span>– und das vor allem deshalb, weil sowohl die chinesische als auch die russische F&#252;hrung in schlechter alter Diktatorentradition keine andere &#246;ffentliche Stimme neben sich dulden wollen, sei sie auch noch so leise und unbedeutend. Anstatt auf das Urteil des Volkes zu vertrauen, das nach allem was man wei&#223;, weder dem tibetanischen Hohepriester in China noch dem Ex-Schachweltmeisster in Russland eine besondere Rolle zuweisen will, behandelt man beide nicht souver&#228;n als Andersdenkende, die auszuhalten sind, sondern als gef&#228;hrliche Feinde, die es mit allen Mitteln auszuschalten gilt.</p>
<p>Dass Angela Merkel mit ihren spezifischen Erfahrungen aus der DDR das sofort erkennt und f&#252;r sich nutzt, verwundert nicht; es ist dies aber keineswegs die von ihr gern beschworene »werteorientierte Au&#223;enpolitik«, sondern schieres Kalk&#252;l, das bei Menschenrechtsverletzungen anderswo flugs in die entgegengesetzte Richtung ausschl&#228;gt. So h&#246;rte man weder ihren <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,519769,00.html">Regierungssprecher</a> noch ihren Au&#223;enminister &#228;hnlich lautstark kommentieren, dass der pakistanische Pr&#228;sident einem negativen Votum des eigentlich unabh&#228;ngigen Verfassungsgerichts seines Landes nur dadurch entging, dass er kurzerhand die ihm missliebigen Verfassungsrichter entlie&#223; und durch botm&#228;&#223;ige Juristen ersetzte. Auch dass die f&#252;hrende Wahlk&#228;mpferin Benazir Bhutto mitten im Wahlkampf unter Hausarrest gestellt wurde und bis heute in ihrer Bewegungsfreiheit beschr&#228;nkt ist, stie&#223; ebenso wenig auf den Protest der »werteorientierten« Bundeskanzlerin wie die lange w&#228;hrende Einreisesperre f&#252;r den anderen f&#252;hrenden Wahlk&#228;mpfer Sharif, der erst dieser Tage in sein Land zur&#252;ckkehren durfte. &#196;hnlich schweigsam verh&#228;lt sich Angela Merkel gegen&#252;ber den nicht sehr viel anderen Wahlvorbereitungen des georgischen Pr&#228;sidenten, der gern als Demokrat dargestellt wird. Und auch der saudische K&#246;nig, der in seinem Land die Sharia praktiziert, weshalb <a target="_blank" href="http://afp.google.com/article/ALeqM5j7qIRtGQ-ImngSR1TD-QclMUXYBg">weibliche Vergewaltigungsopfer </a>noch zus&#228;tzlich ausgepeitscht und – wenn sie die Medien informieren – ins Gef&#228;ngnis gesteckt werden, der au&#223;erdem Juden die Einreise verweigert und die Bibel verboten hat, kann mit Angela Merkels Nachsicht rechnen; jedenfalls ist er erst k&#252;rzlich mit allem Pomp in Berlin empfangen worden und nicht das leiseste Sterbensw&#246;rtchen der Kritik an seinem mittelalterlichen Regime kam &#252;ber ihre Lippen. In Afghanistan hingegen gelten auch solche Praktiken als einer der Kriegsgr&#252;nde.</p>
<p>Der Hintergrund ist klar: W&#228;hrend Russland und China f&#252;r die Kanzlerin noch immer als Feindstaaten aus der Zeit des kalten Krieges gelten, sind die anderen Menschenrechtsverletzer Freunde der USA und damit auch Angela Merkels. Sie war es schlie&#223;lich, die Bush 2003 versicherte, w&#228;re sie an der Regierung, h&#228;tten auch deutsche Soldaten im Irak mitgek&#228;mpft. Sie ist sich also treu geblieben, was sie ehren mag. Doch sollte sie solche Vasallentreue gegen&#252;ber der westlichen Vormacht nicht als »werteorientierte Au&#223;enpolitik« verkaufen.</p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2007/11/27/einaeugige-aussenpolitik-der-kanzlerin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pakistan &#8211; Bushs Birma</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2007/11/06/pakistan-bushs-birma/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2007/11/06/pakistan-bushs-birma/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 18:11:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[Bush]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Musharraf]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/2007/11/06/pakistan-bushs-birma/</guid>
		<description><![CDATA[Als vor einigen Wochen Birmas Milit&#228;rmachthaber den Volksaufstand gegen ihr diktatorisches Regime blutig niederschlugen, konnte sich die gesamte »freie Welt« vor lauter Emp&#246;rung gar nicht wieder einkriegen. Scharfe Proteste wurden formuliert, Sanktionen auf den Weg gebracht, die UNO eingeschaltet, sogar ein Sonderbeauftragter in Marsch gesetzt. China, ein enger Verb&#252;ndeter des Regimes in Myanmar, bekam schlechte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Als vor einigen Wochen Birmas Milit&#228;rmachthaber den Volksaufstand gegen ihr diktatorisches Regime blutig niederschlugen, konnte sich die gesamte »freie Welt« vor lauter Emp&#246;rung gar nicht wieder einkriegen. <span id="more-260"></span>Scharfe Proteste wurden formuliert, Sanktionen auf den Weg gebracht, die UNO eingeschaltet, sogar ein Sonderbeauftragter in Marsch gesetzt. China, ein enger Verb&#252;ndeter des Regimes in Myanmar, bekam schlechte Noten, weil von dort abgewiegelt und zu Besonnenheit aufgerufen wurde – eine Politik, die den aufgebrachten Massen Birmas freilich nicht half.</font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Jetzt erleben wir sehr vergleichbare Szenen in einem unweit entfernten Land, n&#228;mlich <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/ausland/artikel/469/141165/">Pakistan</a> – und da ist pl&#246;tzlich die westliche <a target="_blank" href="http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=worldNews&amp;storyID=2007-11-06T061617Z_01_BON622564_RTRDEOC_0_USA-PAKISTAN-BUSH.xml">Emp&#246;rung au&#223;erordentlich gebremst</a>. Die USA seien zwar »entt&#228;uscht«, aber Sanktionen gegen Pakistan k&#228;men nicht in Frage. Andere wollen immerhin ihre Hilfszusagen »&#252;berpr&#252;fen«.</font><font size="2" face="Arial"> </font><font size="2" face="Arial"> </font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Nicht nur die Pr&#252;gelattacken des pakistanischen Milit&#228;rs werden damit billigend in Kauf genommen, sondern auch Milit&#228;rmachthaber Musharrafs faktische Ausschaltung der unabh&#228;ngigen Justiz, einer S&#228;ule jeden demokratischen Staates. Sieht man sich allerdings an, wie Bush in den USA seinerseits alles tut, um sich Richter und Staatsanw&#228;lte gef&#252;gig zu machen, verwundert das kaum. Offensichtlich passt Musharraf in das Muster von Demokratie, das dem derzeitigen amerikanischen Pr&#228;sidenten vorschwebt. Oder aber er hat von China gelernt: Nicht Demokratie und Menschenrechte sollen die Haltung zu Diktatoren bestimmen, sondern die eigene Interessenlage und der Nutzen, den der Schulterschluss mit ihnen bringt.</font></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2007/11/06/pakistan-bushs-birma/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

