<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blogsgesang.de &#187; Saarland</title>
	<atom:link href="http://www.blogsgesang.de/tag/saarland/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.blogsgesang.de</link>
	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 14:04:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Saarl&#228;ndisches Passspiel zwischen CDU und Linkspartei</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2012/01/22/saarlandisches-passspiel-zwischen-cdu-und-linkspartei/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2012/01/22/saarlandisches-passspiel-zwischen-cdu-und-linkspartei/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 18:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Jamaika-Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Kramp-Karrenbauer]]></category>
		<category><![CDATA[Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=3584</guid>
		<description><![CDATA[(pri) Ausgerechnet die CDU ist es, die sich auf den Gebrauchswert der Linkspartei besinnt. Nat&#252;rlich nicht in deren Verst&#228;ndnis als linke Gegenkraft zum neoliberalen Mainstream, sondern im eigenen Interesse. Denn nicht zuletzt die relative St&#228;rke der Linken im Saarland d&#252;rfte es gewesen sein, die Ministerpr&#228;sidentin Annegret Kramp-Karrenbauer das kalkulierbare Risiko eingehen lie&#223;, ihr br&#252;chiges Jamaika-B&#252;ndnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(pri) Ausgerechnet die CDU ist es, die sich auf den Gebrauchswert der Linkspartei besinnt. Nat&#252;rlich nicht in deren Verst&#228;ndnis als linke Gegenkraft zum neoliberalen Mainstream, sondern im eigenen Interesse. Denn nicht zuletzt die relative St&#228;rke der Linken im Saarland d&#252;rfte es gewesen sein, die Ministerpr&#228;sidentin Annegret Kramp-Karrenbauer<span id="more-3584"></span> das kalkulierbare Risiko eingehen lie&#223;, ihr br&#252;chiges Jamaika-B&#252;ndnis durch eine stabilere Koalition mit der SPD zu ersetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>F&#252;r sie war klar, dass sie in der Regierung mit FDP und Gr&#252;nen, beide unsichere Kantonisten, nur verlieren konnte; vor allem die CDU w&#252;rde nach dem absehbaren Koalitionsbruch als Verlierer dastehen. Also trat sie die Flucht nach vorn an, beendete selbst das B&#252;ndnis und machte unverz&#252;glich der SPD ein Angebot, das dieser endlich das Mitregieren, ihr aber das Weiterregieren sicherte. Im besten Falle w&#252;rden die Sozialdemokraten um winkender Ministerposten willen sogar sie selbst weiter als Ministerpr&#228;sidentin akzeptieren. Im wahrscheinlicheren – und <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/vor-neuwahl-im-saarland-zaudern-zoegern-taktieren-11616784.html" target="_blank"><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/2c20f74ea6a34500aae519aeee46be01" alt="" width="1" height="1" />nun eingetretenen</a> – Fall von Neuwahlen bliebe ihr zumindest die Chance auf ein Resultat, das zum gleichen Ergebnis f&#252;hrte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hintergrund einer solchen Hoffnung ist ein saarl&#228;ndisches Alleinstellungsmerkmal f&#252;r die westlichen Bundesl&#228;nder, n&#228;mlich die einmalige <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/216308.linke-will-wieder-dritter-werden.html" target="_blank">St&#228;rke der Linkspartei</a>. Bei den Landtagswahlen 2009 errang sie mit ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine, der dort schon einmal f&#252;r die SPD eine sehr erfolgreicher Ministerpr&#228;sident war, 21,3 Prozent der Stimmen, nur 3,2 Prozent weniger als die Sozialdemokraten. Daf&#252;r, dass dies wiederholbar ist, gibt es zwar keine Garantie, aber ein sehr ordentliches zweistelliges Resultat ist f&#252;r die Linke durchaus drin; es w&#252;rde vermutlich erneut vor allem zu Lasten der SPD gehen. Genauso d&#252;rfte Kramp-Karrenbauer kalkulieren, auch wenn Umfragen aus dem letzten Jahr die Sozialdemokraten knapp vorn sahen. Sie ist also durchaus an einem guten Wahlergebnis der Linken interessiert, denn dies k&#246;nnte sich als steiler Pass in den gegnerischen Strafraum erweisen, mit dem sich bei eigener guter Leistung der erw&#252;nschte Erfolg sicherstellen lie&#223;e.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber auch f&#252;r die Linkspartei ergibt sich daraus eine unerwartete Chance. Sie kann – im Kleinversuch – ausprobieren, ob eine wahrhaft alternative Politik zum entfesselten Kapitalismus, wie sie Oskar Lafontaine glaubw&#252;rdig vertritt, w&#228;hlerwirksam ist, woran j&#252;ngst Zweifel aufgekommen sind. Nachdem ihre Unterwerfung unter den – wenn auch sozialdemokratisch angehauchten – vorgeblich alternativlosen Politikstil in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und vor allem Berlin bereits gescheitert ist und in Brandenburg ebenfalls zu scheitern droht, ist dies ihre vielleicht letzte M&#246;glichkeit, als eigenst&#228;ndige Kraft wahr- und dann auch angenommen zu werden. Dass ihr die ausgerechnet die CDU verschafft, belegt einmal mehr die Ironie der Geschichte, die sich von ideologischen Grenzziehungen nicht beeindrucken l&#228;sst.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2012/01/22/saarlandisches-passspiel-zwischen-cdu-und-linkspartei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auch Saarlands Ministerpr&#228;sident Peter M&#252;ller kapituliert vor dem Machtverlust der Politik</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2011/08/10/auch-saarlands-ministerprasident-peter-muller-kapituliert-vor-dem-machtverlust-der-politik/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2011/08/10/auch-saarlands-ministerprasident-peter-muller-kapituliert-vor-dem-machtverlust-der-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 09:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Maxibuch]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Jamaika-Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Kohl]]></category>
		<category><![CDATA[Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Oettinger]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Koch]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Töpfer]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsrichter]]></category>
		<category><![CDATA[von Beust]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=3001</guid>
		<description><![CDATA[(pri) Ein »Markenzeichen f&#252;r erfolgreichen Wandel« sei das Saarland in den zw&#246;lf Jahren seiner Regentschaft als Ministerpr&#228;sident geworden, erkl&#228;rte Peter M&#252;ller gestern. Dennoch scheidet er heute – 55-j&#228;hrig – freiwillig aus dem Amt. Auf Fragen nach dem Warum blieb er einsilbig. Der letzte Wilde flieht aus der Ohnmacht Es war einmal ein junger, hoffnungsvoller Amtsrichter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(pri) Ein »Markenzeichen f&#252;r erfolgreichen Wandel« sei das Saarland in den zw&#246;lf Jahren seiner Regentschaft als Ministerpr&#228;sident geworden, erkl&#228;rte Peter M&#252;ller gestern. Dennoch scheidet er heute – 55-j&#228;hrig – freiwillig aus dem Amt. Auf Fragen nach dem Warum blieb er einsilbig.<span id="more-3001"></span></p>
<h2>Der letzte Wilde flieht aus der <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13536565/Kramp-Karrenbauer-scheitert-im-ersten-Wahlgang.html" target="_blank"><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/e1ef4959c0184f9b8a8bf073652d5530" width="1" height="1" alt="">Ohnmacht</a></h2>
<p>Es war einmal ein junger, hoffnungsvoller Amtsrichter im saarl&#228;ndischen Ottweiler, der es schon bald ans Landgericht in Saarbr&#252;cken brachte. Eine solide juristische Karriere schien ihm sicher, w&#228;re da nicht seine zweite Leidenschaft gewesen – die Politik. Er hatte sich bereits in der Jungen Union umgetan, und als ihn dann gar der damalige CDU-Landesvorsitzende Klaus T&#246;pfer ermutigte, sich um ein Landtagsmandat zu bewerben, konnte er der Verlockung nicht widerstehen. 1990 wurde Peter M&#252;ller Abgeordneter und sogar Fraktionsgesch&#228;ftsf&#252;hrer; ein »politisches Naturtalent«, wie damals eine Zeitung schrieb, schien geboren.</p>
<p>Und tats&#228;chlich war M&#252;ller nicht bereit, dem »Sofa-Syndrom« zu verfallen, das er bald schon allen vorwarf, die nur gebannt auf den Chef blickten, der in den 90ern noch Helmut Kohl hie&#223;. Der &#220;ber-Kanzler war f&#252;r ihn ebenso wenig sakrosankt wie nat&#252;rlich der damalige saarl&#228;ndische SPD-Ministerpr&#228;sident Oskar Lafontaine, dem er Strukturkonservatismus und mangelnde Zukunftsf&#228;higkeit vorwarf. Im jugendlichen &#220;berschwang wollte M&#252;ller nicht nur das Saarland ver&#228;ndern, sondern dazu die eigene Partei erneuern und wohl auch ein wenig die Welt.</p>
<h3>Er wollte das  »Bayern des S&#252;dwestens«</h3>
<p>Zun&#228;chst lie&#223; sich das Unternehmen gar nicht so schlecht an. Der CDU-Nachwuchsmann wurde bald Fraktionschef und 1995 – gerade 40-j&#228;hrig – Landesvorsitzender. Er fand in anderen L&#228;ndern Gleichgesinnte wie Roland Koch, Christian Wulff, Ole von Beust oder G&#252;nther Oettinger, die als »junge Wilde« bald als kommende F&#252;hrungsgeneration der CDU galten. Schlie&#223;lich gelang ihm 1999 ein gro&#223;er Coup. Er jagte den Sozialdemokraten eins ihrer Stamml&#228;nder ab und regierte nun das Saarland sogar mit absoluter Mehrheit.</p>
<p>Jetzt barst M&#252;ller, der ohnehin nie an Minderwertigkeitskomplexen litt, fast vor Selbstbewusstsein. Nun sollte die Saar, das kleinste Fl&#228;chenbundesland, zum »Bayern des S&#252;dwestens« werden. Er wollte aus der vom Bergbau gepr&#228;gten Region ein Zentrum von Informatik und Biotechnologie machen. Er demonstrierte soziale Sensibilit&#228;t, indem er seine Sozialministerin aus der DGB-F&#252;hrung holte und schrittweise die geb&#252;hrenfreie Kitabetreuung einf&#252;hrte. Und er lie&#223; sich nicht in ausl&#228;nderfeindliche Kampagnen seiner Partei einspannen, sondern m&#252;hte sich als Chef ihrer Zuwanderungskommission um moderate L&#246;sungen.</p>
<p>Peter M&#252;ller schwamm auf einer Erfolgswoge. 2003 wurde er zum »Ministerpr&#228;sidenten des Jahres« gew&#228;hlt. 2004 verbesserte er sein Wahlergebnis gar noch und konnte mit sichererer Mehrheit weiter allein regieren. Immer &#246;fter wurde auch sein Name genannt, wenn es um das k&#252;nftige F&#252;hrungspersonal der CDU ging; 2005 geh&#246;rte er zum »Kompetenzteam« Angela Merkels und war f&#252;r ein Bundesministerium gesetzt. Doch die Bl&#252;tentr&#228;ume reiften nicht. Gerade M&#252;llers soziale Ader – er stammt aus einem SPD-Elternhaus – machte ihn f&#252;r die anstehende Koalition mit der SPD ungeeignet; jetzt waren bei der Union lupenreine Konservative gefragt. M&#252;ller blieb am Rande der Republik.</p>
<p>Aber auch im Saarland liefen die Dinge jetzt nicht mehr so gut. Vor allem die Finanzkrise 2008 machte ihm unmissverst&#228;ndlich die Grenzen politischen Handelns angesichts entfesselter Marktkr&#228;fte deutlich. Die saarl&#228;ndischen Zulieferer f&#252;r die Autoindustrie und andere Zweige reduzierten die Produktion – mit Folgen f&#252;r Arbeitsmarkt wie Steuerertr&#228;ge. Die Verschuldung des Haushalts stieg; mit fast 10 000 Euro stand faktisch jeder Saarl&#228;nder Ende 2008 in der Kreide. Die Quittung f&#252;r den abrupten wirtschaftlichen Niedergang kam bei der Landtagswahl 2009, als die CDU 13 Prozent der Stimmen verlor und M&#252;ller sein Amt nur in einer schillernden »Jamaika-Koalition« retten konnte, die er seither recht und schlecht moderierte, kaum noch selbstst&#228;ndig Politik gestaltete.</p>
<p>In diesem Dilemma aber steht Peter M&#252;ller nicht allein. Der Finanzcrash, der bis in die Gegenwart nachwirkt und immer neue Turbulenzen ausl&#246;st, hat ganz allgemein die Ohnmacht der Politik gegen&#252;ber der Wirtschaft, vor allem der Finanzbranche, offen gelegt. Diese hat nicht zuletzt auch die einstigen »jungen Wilden« gez&#228;hmt, die inzwischen in breiter Front aus der Politik geflohen sind oder sich auf eher repr&#228;sentative Posten zur&#252;ckzogen. So wurde Christian Wulff Bundespr&#228;sident und G&#252;nther Oettinger EU-Kommissar. Der Hesse Roland Koch quittierte ebenso wie der Hamburger Ole von Beust den Dienst als Landeschef – und jetzt eben auch Peter M&#252;ller. Was sie dazu bewegte, d&#252;rfte Koch am eindringlichsten beschrieben haben. Er habe seine Entscheidung zum Abschied aus der Politik getroffen, »auf der Basis, was ich bewirken kann«. Und dabei festgestellt: »An einem bestimmten Punkt tritt f&#252;r Politiker ein Verschlei&#223;prozess ein, der gr&#246;&#223;er ist als seine Gestaltungsmacht &#8230; Man darf nicht den Eindruck erwecken, man habe eine Gestaltungsmacht, die man gerade verliert.«</p>
<h3>»Du hast doch einen ordentlichen Job«</h3>
<p>Er und andere haben begriffen, wo die wirkliche »Gestaltungsmacht« liegt. Sie wechselten zumeist in die Wirtschaft – Koch zum Baukonzern Bilfinger Berger, von Beust zur Unternehmensberatung Roland Berger. M&#252;ller, den einst der »Spiegel« als »Mischung aus Mr. Bean und Inspektor Columbo« bezeichnete, liegt die brutale Wirtschaftswelt offensichtlich nicht so sehr; er erinnerte sich vielmehr der Fassungslosigkeit seiner fr&#252;heren Richterkollegen, die 1990 den Kopf sch&#252;ttelten: »Bist du verr&#252;ckt? Du hast doch einen ordentlichen Job.« In diesen will er jetzt reum&#252;tig zur&#252;ckkehren und w&#252;rde dem Vernehmen nach gern Bundesverfassungsrichter werden.</p>
<p>So beendet einer, der auszog, die Welt, seine CDU oder doch wenigstens das Saarland zu ver&#228;ndern, heute ein am Ende wenig ergiebiges Abenteuer und kehrt zu seinen Wurzeln zur&#252;ck. Einen immerhin hat Peter M&#252;ller ver&#228;ndert – seinen Vater, der als jahrzehntelanges SPD-Mitglied 1999 erstmals christdemokratisch w&#228;hlte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(Ver&#246;ffentlicht in: <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/204064.der-letzte-wilde-flieht-aus-der-ohnmacht.html" target="_blank">Neues Deutschland vom 10.08.11</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2011/08/10/auch-saarlands-ministerprasident-peter-muller-kapituliert-vor-dem-machtverlust-der-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lafontaines Botschaft: Nur St&#228;rke erlaubt Mitgestaltung</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2010/01/23/lafontaines-botschaft-nur-staerke-erlaubt-mitgestaltung/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2010/01/23/lafontaines-botschaft-nur-staerke-erlaubt-mitgestaltung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 19:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Maxibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=1461</guid>
		<description><![CDATA[Nat&#252;rlich ist es nicht die feine englische Art, in der Oskar Lafontaine und sein westgepr&#228;gtes Umfeld die innerparteiliche Auseinandersetzung in der Linken f&#252;hrten und f&#252;hren. Da gibt es &#220;bertreibungen, vielleicht auch L&#252;gen, Intrigen und m&#246;glicherweise auch ein St&#252;ck Erpressung. Mit »politischer Kultur« ist das wahrlich kaum zu beschreiben, doch sei die Frage erlaubt, inwieweit solch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nat&#252;rlich ist es nicht die feine englische Art, in der Oskar Lafontaine und sein westgepr&#228;gtes Umfeld die innerparteiliche Auseinandersetzung in der Linken f&#252;hrten und f&#252;hren. Da gibt es &#220;bertreibungen, vielleicht auch L&#252;gen, Intrigen und <span id="more-1461"></span>m&#246;glicherweise auch ein St&#252;ck Erpressung. Mit »<a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/163552.liebe-deine-feinde-hasse-deine-freunde.html" target="_blank">politischer Kultur</a>« ist das wahrlich kaum zu beschreiben, doch sei die Frage erlaubt, inwieweit solch erstrebenswerter kulturvoller Umgang in einer mit Recht als Raubtier-Kapitalismus beschriebenen Gesellschaft &#252;berhaupt realistisch ist. Kann sich die Linke, wenn sie in Machtk&#228;mpfen mitmischen will, eine Gangart leisten, die es jedem Recht machen will und vor allem darauf achtet, keinen zu verletzen? Der politische Gegner jedenfalls wird solche »Hochherzigkeit« immer brutalstm&#246;glich ausnutzen und darauf aufbauend den Spaltungsvirus in die Partei tragen. Eine monolithische Partei will die Linke erkl&#228;rterma&#223;en nie wieder sein, doch der gern beschworene Pluralismus bedeutet eben unterschiedliche Positionen, die sich irgendwie dann doch immer gegeneinander in Stellung bringen lassen.</p>
<p>Wie das abl&#228;uft, hat Lafontaine in seiner <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/163378.wir-leisten-uns-ueberfluessige-personalquerelen.html" target="_blank"><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/1966c72987c14aaeb982b001f8d774a9" alt="" width="1" height="1" />Rede auf dem Neujahrsempfang der saarl&#228;ndischen Landtagsfraktion</a> am Beispiel von SPD und Gr&#252;nen sehr anschaulich gemacht. Gegen solche Taktiken und jene, die – aus den unterschiedlichsten Gr&#252;nden, darunter auch respektablen – darauf hereinfalle, ist der Ex-SPD-Chef, selbst gebranntes Kind in dieser Sache, kompromisslos vorgegangen. Der Scherbenhaufen, den es dabei zur&#252;cklie&#223;, mag manchem nicht gefallen, aber vielleicht ist er besser als unversehrtes Porzellan, das als Ladenh&#252;ter im Regal steht. Oder das gar solche versteckten Risse aufweist, dass es beim ersten robusten Einsatz auseinander f&#228;llt. Vielleicht h&#228;tte man zum Beispiel in Brandenburgs linker Landtagsfraktion weniger kulturvolles Schulterklopfen gegen&#252;ber dem Nebenmann praktizieren sollen, sondern ihn hartn&#228;ckiger, schonungsloser danach fragen, ob es in seiner Biografie nicht vielleicht Bl&#246;&#223;en gibt, auf die der Gegner bei Bedarf seine Gesch&#252;tze richten k&#246;nnte.</p>
<p>Wer sich in der Beurteilung des Lafontaine-Bartsch-Konfliktes dennoch nicht den Regeln der in der b&#252;rgerlichen Gesellschaft dominierenden Kampfformen unterwerfen will, wird ungeachtet dessen z&#228;hneknirschend Lafontaine Recht geben m&#252;ssen, wenn er die Sache von der inhaltlichen Seite her betrachtet. Denn in der Sache hat der Saarl&#228;nder die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0116/meinung/0040/index.html" target="_blank">Argumente auf seiner Seite</a>; selbst seine erbittertsten Gegner d&#252;rften das kaum leugnen. Und nicht zuletzt deshalb ist ihm auch Gregor Gysi, jeden Radikalismus unverd&#228;chtig, am Ende beigesprungen, wenn eben vielleicht auch z&#228;hneknirschend.</p>
<p>F&#252;r die Linkspartei ist gegenw&#228;rtig – und wohl noch f&#252;r eine ganze Weile – das Hauptproblem nicht die Regierungsbeteiligung, sondern der Ausbau ihrer St&#228;rke innerhalb der politischen Arena. Mit ihrem gerade einmal zweistelligen Wahlergebnis kann sie wirklichen Einfluss auf Regierungsentscheidungen nicht nehmen; es ist ihr ja nicht einmal mit bis zu doppelten Prozentanteilen in den &#246;stlichen Bundesl&#228;ndern gelungen. Erst weiterer Zuwachs f&#252;r die Linke bei Wahlen versetzt sie in die Lage, gestaltend Politik zu betreiben. Es sei denn, sie findet Partner, die &#228;hnliche Konzepte wie sie vertreten; in Hessen mit Andrea Ypsilanti und im Saarland mit Heiko Maas w&#228;re das vielleicht m&#246;glich gewesen. Und vielleicht finden sich auch anderswo in der SPD Personen, die sich auf deren urspr&#252;ngliche Wurzeln besinnen. Wohin es jedoch f&#252;hrt, zur Unzeit koalition&#228;re Gedankenspiele zu betreiben, hat gerade Dietmar Bartsch schmerzhaft erfahren m&#252;ssen, denn der nicht zuletzt von ihm im Wahlkampf 2002 vertretene SPD-freundliche Kurs f&#252;hrte die PDS damals in eine schwere Niederlage; nur die beiden Direktmandate von Gesine L&#246;tzsch und Petra Pau retteten damals &#252;berhaupt die Pr&#228;senz im Bundestag. Eine Wiederholung solchen Desasters will Lafontaine wohl verhindern; deshalb setzte er vor dem eigenen (teilweisen) Abgang noch einige Frontbegradigungen in der Parteif&#252;hrung durch. An der Linken ist es nun, damit sachbezogen umzugehen.</p>
<p>Die St&#228;rke »b&#252;rgerlicher« Politik ergab sich in der Vergangenheit nicht zuletzt daraus, dass sie jede Tendenz, die den eigenen Machtanspruch schm&#228;lern k&#246;nnte, nicht nur frontal, mit der Peitsche bek&#228;mpfte, sondern auch immer hintenherum, mit Zuckerbrot. Parteien und Personen auf der Linken, die ihrer Dominanz gef&#228;hrlich werden konnten, wurden so allm&#228;hlich an die eigenen Positionen herangezogen. Partiell kam man ihnen dabei auch entgegen, wandelte sich selbst da und dort inhaltlich, achtete aber sorgsam darauf, dass die Macht nicht auf Dauer entglitt. So wurden SPD wie Gr&#252;ne Bestandteile des Establishments – mit dem Ergebnis, dass uns heute eine konservativ-neoliberale Mannschaft regiert, die zum Sturm auf zivilgesellschaftliche und soziale Errungenschaften angetreten ist. Die Hauptgefahr f&#252;r einen solchen Kurs geht derzeit von der Linkspartei aus, weshalb vorrangig sie ins Visier des Herrschaftsapparates gelangt ist. Ob und inwieweit sie dessen Druck widerstehen und sich den gleichzeitigen Verlockungen entziehen kann, wird &#252;ber ihre k&#252;nftige Stellung in der politischen Arena entscheiden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2010/01/23/lafontaines-botschaft-nur-staerke-erlaubt-mitgestaltung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2010 – oder wie sich die SPD selbst aus der Agenda strich</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2010/01/01/2010-oder-wie-sich-die-spd-selbst-aus-der-agenda-strich/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2010/01/01/2010-oder-wie-sich-die-spd-selbst-aus-der-agenda-strich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 18:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Maxibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda 2010]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Nahles]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Grün]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi]]></category>
		<category><![CDATA[Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=1435</guid>
		<description><![CDATA[2010 sollte zum Erfolgsjahr der schon beinahe vergessenen rot-gr&#252;nen Koalition werden; dazu entwarf man 2003 eine Tagesordnung, bei der bereits der hochtrabende Name »Agenda« den tiefen Widerspruch zwischen Schein und Sein, zwischen Illusion und Wirklichkeit ahnen lie&#223;. Und tats&#228;chlich brauchten die Schr&#246;der, M&#252;ntefering und Steinmeier, assistiert vom zum Anh&#228;ngsel geschrumpften gr&#252;nen Partner, nur gute f&#252;nf Jahre, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2010 sollte zum Erfolgsjahr der schon beinahe vergessenen rot-gr&#252;nen Koalition werden; dazu entwarf man 2003 eine Tagesordnung, bei der bereits der hochtrabende Name »Agenda« den tiefen Widerspruch zwischen Schein und Sein, zwischen Illusion und Wirklichkeit ahnen lie&#223;. Und tats&#228;chlich brauchten die Schr&#246;der, M&#252;ntefering und Steinmeier,<span id="more-1435"></span> assistiert vom zum Anh&#228;ngsel geschrumpften gr&#252;nen Partner, nur gute f&#252;nf Jahre, um ihre Partei, die traditionsreiche SPD, an der Abgrund zu f&#252;hren, an den sie noch immer schwankend verharrt – unschl&#252;ssig, ob sie den letzten Schritt tun oder doch noch einmal umkehren soll.</p>
<p>Rot-gr&#252;n erm&#246;glichte durch seine verfehlte Politik dem »b&#252;rgerlichen Lager« nicht nur eine schon nicht mehr erwartete Renaissance, sondern schw&#228;chte vor allem die Sozialdemokratie so nachhaltig, dass die neue schwarz-gelbe Regierungsmannschaft sich aller ernst zu nehmenden Gegnerschaft entledigt sieht und ein wahres Feuerwerk neoliberaler und konservativer Zumutungen entz&#252;ndet, dem normalerweise die Strafe seitens der W&#228;hler auf dem Fu&#223;e folgen m&#252;sste. Aber die Verh&#228;ltnisse sind eben nicht normal.</p>
<p>Zwar regt sich allm&#228;hlich Unmut &#252;ber die Unverfrorenheit, mit der vor allem die FDP schon bei den ersten Regierungsbeschl&#252;ssen die eigene Klientel bedient, wie auch &#252;ber den Kurs entscheidungsscheuen Gew&#228;hrenlassens bei der Union. Aber der Unzufriedenheit fehlt die Alternative. Keine der drei Oppositionsparteien erscheint dem W&#228;hler – aus unterschiedlichen Gr&#252;nden – als M&#246;glichkeit wirksamen Gegensteuerns; er sieht in ihnen nur andere &#220;bel. Solche Alternativlosigkeit l&#228;hmt im demokratischen System die ver&#228;nderungsbereiten Kr&#228;fte und erm&#246;glicht dem Herrschenden faktisch ungestraft eine verderbliche Politik.</p>
<p>Die Entt&#228;uschung bezieht sich vor allem auf die SPD, die sich mit ihrer Politik der vergangenen Jahre so gr&#252;ndlich diskreditiert hat, dass ihr ein Neuanfang schlicht nicht zugetraut wird. Das liegt nat&#252;rlich auch an ihrem kaum erneuerten Personal, denn nicht nur der grandios gescheiterte Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat dort weiter als Fraktionschef das Sagen; auch der neue Vorsitzende Sigmar Gabriel geh&#246;rte zur alten Mannschaft, von deren Tagtr&#228;umereien er sich kaum distanzierte, ebenso wie <a href="http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Nahles-waere-lieber-Paepstin-als-Kanzlerin_aid_794940.html" target="_blank">Andrea Nahles</a><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/948fced842774c3584b4607e74a2e36a" alt="" width="1" height="1" />, die zudem noch k&#252;rzlich den Kotau vorm Konservatismus in seiner r&#252;ckw&#228;rtsgewandtesten, der katholischen,Variante machte.</p>
<p>Aber die SPD hat nicht nur der eigenen Partei die Rolle einer Alternativkraft gegen&#252;ber der schwarz-gelben Regierung unglaubw&#252;rdig gemacht; ihre Politik tr&#228;gt ma&#223;geblich dazu bei, dass auch die Gr&#252;nen sich immer weniger in der Funktion eines Gegenparts zum »b&#252;rgerlichen Lager« sehen und statt dessen eher danach streben, zu dessen Bestandteil und damit zu einem »b&#252;rgerlichen« Konkurrenten der FDP im Buhlen um die Gunst der Unionsparteien zu werden. Schien das schwarz-gr&#252;ne B&#252;ndnis in Hamburg angesichts der dortigen Mehrheitsverh&#228;ltnisse noch unumg&#228;nglich, so beruhte die Jamaika-Koalition im Saarland bereits auf der bewussten Entscheidung gegen eine Politik links von Union und FDP; man wollte hier bereits dazugeh&#246;ren. Weitere solche Umorientierungen sind absehbar, am Ende wohl auch im Bund. Denn in ihrer heutigen Gestalt taugt die SPD auf lange Zeit nicht mehr als zuverl&#228;ssige Kraft in einem Projekt, das sich eher als links versteht.</p>
<p>Bleibt die Linkspartei, die angesichts solcher Entwicklung freilich ohne Partner f&#252;r eine alternative Politik dasteht. Und sie hat zudem – &#252;ber die scharfe Bek&#228;mpfung seitens der Regierungspartner hinaus – mit Feindseligkeit vor allem aus der SPD und innerparteilichen Problemen zu k&#228;mpfen. Im Wahlkampf richteten die Sozialdemokratien meist sch&#228;rfere Gesch&#252;tze auf die Linke als auf CDU und CSU, mit denen sie sich kaum verschleiert eine Fortsetzung des Regierungsb&#252;ndnisses erhofften. Nicht zuletzt wegen des fast geschlossenen Drucks der politischen Konkurrenz auf die Linkspartei war deren Neigung in Teilen ziemlich gering, durch Offenlegung der eigenen Vergangenheit zus&#228;tzliche Munition f&#252;r das Trommelfeuer zu liefern. Mochte man f&#252;r solch letztlich egoistisches Taktieren anfangs noch ein gewisses Verst&#228;ndnis aufbringen, so schwand das in dem Ma&#223;e, in dem die Stasi-Problematik in der Bev&#246;lkerung an Interesse verlor; nicht wenige Mandatstr&#228;ger der Linken wurden schon seit Jahren mit satten Mehrheiten gew&#228;hlt, obwohl oder weil sie ihre Geheimdienstakten l&#252;ckenlos offengelegt hatten. Einige verpassten – wohl auch aus Bequemlichkeit oder bewusster Verdr&#228;ngung – den Zeitpunkt, sich vor ihren W&#228;hlern ehrlich zu machen. Das nutzte der politische Gegner gnadenlos und weit &#252;berzogen aus, aber man h&#228;tte es wissen m&#252;ssen und tr&#228;gt ohne Zweifel die Hauptschuld an dem h&#228;sslichen Bild, in dem die Linkspartei derzeit in der ver&#246;ffentlichten Meinung dargestellt wird – und das nat&#252;rlich auch auf die Wahrnehmung dar&#252;ber hinaus abf&#228;rbt, wenn auch nicht so schwarz-wei&#223;, wie es die meisten Meinungsmacher gern h&#228;tten.</p>
<p>Insgesamt weckt die Lagebeschreibung zum Jahreswechsel auf 2010 kaum Optimismus. Das »b&#252;rgerliche Lager« hat alle seine Signale derzeit auf freie Fahrt gestellt und versch&#228;rft folglich das Tempo. Es wartet geraqde mal noch die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen ab, bei denen die erneute Mehrheit f&#252;r Schwarz-gelb zwar nicht sicher ist, aber wohl – &#228;hnlich wie im Saarland oder in Th&#252;ringen – die Fortsetzung der CDU-Herrschaft, vielleicht in anderer Konstellation. Danach wird dann endlich »durchregiert«, und man muss bef&#252;rchten – auf lange Zeit. Das letzte konservativ-freidemokratische B&#252;ndnis bestand 16 Jahre; man kann nur hoffen – und daf&#252;r arbeiten –, dass sich dies in unserer schnelllebigen Zeit nicht wiederholt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2010/01/01/2010-oder-wie-sich-die-spd-selbst-aus-der-agenda-strich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Woher die Furcht vor Brandenburgs rotem Adler kommt</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/11/08/woher-die-furcht-vor-brandenburgs-rotem-adler-kommt/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2009/11/08/woher-die-furcht-vor-brandenburgs-rotem-adler-kommt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 18:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Maxibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[Platzeck]]></category>
		<category><![CDATA[Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Schöneburg]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=1338</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich h&#228;tte man vermuten k&#246;nnen, dass Rot-Rot in Brandenburg kaum noch als Aufreger taugt. Immerhin gab es schon 1994 in Sachsen-Anhalt eine von der PDS tolerierte rot-gr&#252;ne Regierung, dann 1998 in Mecklenburg-Vorpommern die erste rot-rote Koalition, schlie&#223;lich das gleiche B&#252;ndnis sogar in der Hauptstadt mit ihren noch immer klaren Fronten zwischen dem alten Westberlin und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich h&#228;tte man vermuten k&#246;nnen, dass Rot-Rot in Brandenburg kaum noch als Aufreger taugt. Immerhin gab es schon 1994 in Sachsen-Anhalt eine von der PDS tolerierte rot-gr&#252;ne Regierung, dann 1998 in Mecklenburg-Vorpommern die erste rot-rote Koalition<span id="more-1338"></span>, schlie&#223;lich das gleiche B&#252;ndnis sogar in der Hauptstadt mit ihren noch immer klaren Fronten zwischen dem alten Westberlin und dem Machtzentrum der Ex-DDR. Um all diese unheiligen Allianzen hatte es nat&#252;rlich Diskussionen gegeben, von unverhohlener Skepsis bis scharfer Ablehnung, aber sie waren dann doch relativ stabil, wurden beinahe zum politischen Alltag. Nirgends gab es die Wiederkehr sozialistischer Verh&#228;ltnisse, schon gar nicht kommunistischer Experimente, und man h&#228;tte annehmen k&#246;nnen, der n&#228;chste derartige Versuch ginge ohne besondere Erregung &#252;ber die B&#252;hne.</p>
<p>Doch beinahe das Gegenteil ist jetzt der Fall. Das zeigte nicht erst Brandenburg, sondern zuvor schon Th&#252;ringen und das Saarland, eigentlich bereits Hessen. In den drei L&#228;ndern wurde – so unterschiedlich die Verh&#228;ltnisse im einzelnen waren – eine Machtkonstellation unter Einschluss der Linkspartei versucht. Und verhindert – trotz der genannten Vorl&#228;ufer. Offensichtlich ist in Deutschland in den letzten Jahren eine Situation entstanden, die in konservativen Kreisen als echte Bedrohung empfunden wird, weshalb man schon beinahe hysterisch gegen den Fortgang dieser Entwicklung ank&#228;mpft.</p>
<p>Als H&#246;ppner in Magdeburg, Ringstorff in Schwerin, Wowereit in Berlin die PDS bzw. die Linke mit einer gewissen, von ihnen kontrollierten Macht ausstatteten, bauten sie s&#228;mtlich darauf, sie auf diese Weise zu »entzaubern«. Das schien eine Zeitlang auch erfolgsversprechend, doch das Ende der SPD-Herrschaft in Sachsen-Anhalt wie Mecklenburg-Vorpommern und die gegenw&#228;rtigen Probleme der Berliner Sozialdemokraten haben zugleich gezeigt, dass auch der Koch wenig davon profitiert, wenn er den Kellner schlecht behandelt – zumal dann, wenn er die alten, bew&#228;hrten Rezepte beiseite legt und mit neuen, vorgeblich modernen Kreationen die Stammkundschaft nicht mehr satt macht. Indem sich die SPD von ihren Wurzeln entfernte, verhalf sie der Linkspartei zu neuer Identit&#228;t. Die besetzte das von der Sozialdemokratie aufgegebene Terrain, entwickelte sich – nicht zuletzt mit der Hilfe des Ex-SPD-Chefs Oskar Lafontaine – zur wahren Vertreterin der einstigen SPD-Klientel und ist dabei, sich an die Spitze des linken Lagers in Deutschland zu stellen.</p>
<p>Damit aber ver&#228;ndert sie – so die gewiss nicht ganz falsche Wahrnehmung des konservativen Lagers – &#252;ber einzelne Bundesl&#228;nder Schritt f&#252;r Schritt die Machtverh&#228;ltnisse im Land. In Hessen stellte sie sich hinter das f&#252;r die Gesamt-SPD schon beinahe extrem linke und daher von ihrer F&#252;hrung vehement abgelehnte Programm Andrea Ypsilantis. Im Saarland drohte j&#252;ngst eine &#228;hnliche Entwicklung – allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass die Linkspartei nicht mehr die kleine Mehrheitsbeschafferin, sondern eine der SPD fast ebenb&#252;rtige Kraft gewesen w&#228;re. Und in Th&#252;ringen hat die Linke die SPD bereits weit hinter sich gelassen. Linkes Regieren bedeutet inzwischen die weitgehende Gleichberechtigung – oder gar Meinungsf&#252;hrerschaft – der Linkspartei in einem B&#252;ndnis mit der SPD. Das ist f&#252;r die CDU immerhin so alarmierend, dass sie reihenweise einst eherne Positionen r&#228;umt, um diese Konstellation zu verhindern. Insofern kann sich die Linke die Koalitionsvertr&#228;ge von Saarbr&#252;cken und Erfurt zu gro&#223;en Teilen indirekt dem eigenen Erfolgskonto zuschreiben.</p>
<p>Diese auch in Brandenburg wirkende Tendenz mag <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/brandenburg-weiter-kritik-an-rot-rot_aid_452157.html" target="_blank"><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/5ef38e5d4029404d9555f9f3118413e7" alt="" width="1" height="1" />Matthias Platzeck </a>bewogen haben, in einer Art Flucht nach vorn die Linke in die das eigene Konzept einzubinden. Vielleicht glaubt er wie H&#246;ppner, Ringstorff und Wowereit daran, die Linkspartei »entzaubern« zu k&#246;nnen. Vielleicht wollte er aber auch nur die eigene schwindende Machtbasis erweitern. Er nutzte auf jeden Fall das durch die schwere Wahlniederlage vom 27. September in der Bundes-SPD entstandene Machtvakuum, um sich gegen die Berliner F&#252;hrung durchzusetzen. Dass er Erfolg hat, ist angesichts der auch in der Linkspartei durchaus vorhandenen Neigung, um des Regierens willen politische Positionen aufzugeben, nicht von vornherein auszuschlie&#223;en.</p>
<p>Die Konservativen jedoch wollen das Risiko, ob die B&#228;ndigung der Linken tats&#228;chlich gelingt, nicht eingehen. Sie orientieren deshalb darauf, es gar nicht erst zu solch gef&#228;hrlichen B&#252;ndnissen kommen zu lassen, wobei es ihnen allerdings immer schwerer f&#228;llt, ihr Vorgehen &#252;berzeugend zu begr&#252;nden. Gen&#252;gte fr&#252;her oft die Stasi-Keule, um Linke von der Macht fernzuhalten, so ist das bei zunehmend anders sozialisiertem Personal der Partei immer schwieriger. Nun wird – wie beim neuen Brandenburger Justizminister <a href="http://www.welt.de/politik/article5049188/Verdraengungsvokabel-Unrechtsstaat.html" target="_blank">Volkmar Sch&#246;neburg </a>– sogar das Abweichen von einer Art Parteilinie (nicht mehr der SED, sondern jetzt wohl der CDU) als Makel gesehen; weil er &#252;ber Mauersch&#252;tzenprozesse und die Rechtslage in der DDR anderer Meinung als die regierungsoffiziellen Gesichtsdeuter ist. Und<a href="http://www.n24.de/news/newsitem_5557328.html" target="_blank"> Bodo Ramelow</a>, der in Th&#252;ringen Ministerpr&#228;sident werden wollte und dem als Westdeutschem keinerlei DDR-S&#252;nden vorgeworfen werden k&#246;nnen, disqualifiziert sich in den Augen seiner Gegner vor allem dadurch, dass er &#252;berhaupt konsequent linke Politik betreiben will.</p>
<p>Damit jedoch entlarven sich viele der gegen die Linkspartei vorgebrachten Argumente als vorgeschoben. Solange viele die Linke nicht als echte Gefahr f&#252;r das bundesrepublikanische System betrachteten, nahm man ihre Einbeziehung in SPD-gef&#252;hrte Regierung hin. Jetzt jedoch scheint mancher die Risiken linker Machtbeteiligung f&#252;r die althergebrachte Ordnung vor dem Hintergrund sozialdemokratischen Niedergangs viel dramatischer zu beurteilen. Und sich folglich vor dem frisch eingef&#228;rbten roten Brandenburger Adler so sehr zu f&#252;rchten, dass es auf &#252;berzeugende Begr&#252;ndungen gegen Rot-Rot schon gar nicht mehr ankommt, sondern nur noch auf die Verhinderung einer Entwicklung, die man vor 20 Jahren ein f&#252;r alle Mal f&#252;r beendet glaubte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2009/11/08/woher-die-furcht-vor-brandenburgs-rotem-adler-kommt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Matschie des Saarlands hei&#223;t Hubert Ulrich</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/10/11/der-matschie-des-saarlands-heisst-hubert-ulrich/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2009/10/11/der-matschie-des-saarlands-heisst-hubert-ulrich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 19:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Hubert Ulrich]]></category>
		<category><![CDATA[Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Matschie]]></category>
		<category><![CDATA[Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=1310</guid>
		<description><![CDATA[Die Entscheidung der Saar-Gr&#252;nen f&#252;r die Fortsetzung der CDU-Herrschaft im Lande war seit langem vorhersehbar. Wie in Th&#252;ringen Christoph Matschie, so hatte der hiesige Vorsitzende der einstigen Alternativen, Hubert Ulrich, seine Pr&#228;ferenz von Anfang an ziemlich unverhohlen durchblicken lassen und brauchte die sechs Wochen seit der Landtagswahl nur dazu, um die Linkspartei als »Schuldigen« aufzubauen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entscheidung der Saar-Gr&#252;nen f&#252;r die <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4812255/Gruene-fluechten-vor-Lafontaine-nach-Jamaika.html" target="_blank"><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/e9a15111dab8403698764ffc2a32d24e" width="1" height="1" alt="">Fortsetzung der CDU-Herrschaft</a> im Lande war seit langem vorhersehbar. Wie in Th&#252;ringen Christoph Matschie, so hatte der hiesige Vorsitzende der einstigen Alternativen, Hubert Ulrich, seine Pr&#228;ferenz von Anfang an ziemlich unverhohlen durchblicken lassen <span id="more-1310"></span>und brauchte die sechs Wochen seit der Landtagswahl nur dazu, um die Linkspartei als »Schuldigen« aufzubauen. Und so wie an der Saar der th&#252;ringische Ramelow Oskar Lafontaine hei&#223;t, so ist Ulrich damit zum saarl&#228;ndischen Matschie geworden. Gemeinsam ist beiden die zahlenm&#228;&#223;ige wie wohl auch intellektuelle Unterlegenheit gegen&#252;ber der Linkspartei und ihren Protagonisten; sie wollten einfach das Risiko nicht eingehen, in einer solchen Konstellation nur die Nebenrollen spielen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Die bleiben ihnen zwar nun auch nur, aber wenigstens in der CDU-W&#228;rmestube mit ihrem vertrauten Mief. Dem frischen und f&#252;r neoliberale Anwandlungen gewiss auch rauen Wind der Ver&#228;nderung mochten sie sich nicht aussetzen – und schon gar nicht der Unberechenbarkeit neuer politischer Wege. In der Koalition mit Schr&#246;ders SPD hatten sich die Gr&#252;nen endg&#252;ltig von der einst beschworenen Alternative zum herrschenden System verabschiedet. Das Zusammengehen mit der CDU in Hamburg und jetzt im Saarland sind insofern nur die logische Konsequenz ihres<a href="http://www.handelsblatt.com/politik/handelsblatt-kommentar/gruene-als-fdp-des-21-jahrhunderts;2467710" target="_blank"> &#220;bertritts ins so genannte b&#252;rgerliche Lager</a>. Weitere derartige Schritte werden folgen.</p>
<p>F&#252;r die Linke ist diese Entwicklung zwar eine Wachstumsgarantie, die politisch allerdings auf absehbare Zeit ohne substantielle Folgen bleiben d&#252;rfte. Denn f&#252;r die Union ist die Umorientierung erst der SPD und nun auch der Gr&#252;nen viel mehr – n&#228;mlich eine <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Jamaika-Saarland-Lafontaine;art141,2921241" target="_blank">Herrschaftsgarantie</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2009/10/11/der-matschie-des-saarlands-heisst-hubert-ulrich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SPD-Verluste sicherten Mehrheit f&#252;r Schwarz-Gelb</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/09/28/spd-verluste-sicherten-mehrheit-fuer-schwarz-gelb/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2009/09/28/spd-verluste-sicherten-mehrheit-fuer-schwarz-gelb/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 17:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Müntefering]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwähler]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[SED]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Wählerwanderung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=1301</guid>
		<description><![CDATA[Auch wenn es die total realit&#228;tsferne und zu einem Befreiungsschlag unf&#228;hige SPD-F&#252;hrung nicht wahrhaben will: Die alleinige Schuld daran, dass Schwarz-Gelb demn&#228;chst die Macht &#252;bernimmt, trifft sie allein. Die strukturelle Mehrheit links vom so genannten b&#252;rgerlichen Lager, die bei den Wahlen 2005 trotz allen Unmuts &#252;ber die Schr&#246;dersche »Agenda 2010« noch erreicht werden konnte, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es die total realit&#228;tsferne und zu einem Befreiungsschlag unf&#228;hige SPD-F&#252;hrung nicht wahrhaben will: Die alleinige Schuld daran, dass Schwarz-Gelb demn&#228;chst die Macht &#252;bernimmt, trifft sie allein. <span id="more-1301"></span>Die strukturelle Mehrheit links vom so genannten b&#252;rgerlichen Lager, die bei den <img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/deff405e998341fcbc1a229901681dd4" width="1" height="1" alt=""><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2005#Endg.C3.BCltiges_amtliches_Endergebnis" target="_blank">Wahlen 2005 </a>trotz allen Unmuts &#252;ber die Schr&#246;dersche »Agenda 2010« noch erreicht werden konnte, ist durch das Agieren der M&#252;ntefering, Steinmeier und Co. In der Koalition mit CDU und CSU verspielt worden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2009" target="_blank">2,1 Millionen W&#228;hler</a>, die 2005 noch f&#252;r die SPD votiert hatten, blieben diesmal zu Hause und verschafften damit CDU, CSU und FDP ein &#220;bergewicht &#252;ber die drei anderen Parteien von fast 1,2 Millionen Stimmen. Vor vier Jahren hatten letztere noch mit &#252;ber 2,8 Millionen Stimmen vor dem »b&#252;rgerlichen Lager« gelegen. Dieser Vorsprung w&#228;re – wenn auch nur knapp – gehalten worden, h&#228;tten von den SPD-Anh&#228;ngern nicht &#252;ber zwei Millionen auf ihr Wahlrecht verzichtet.</p>
<p>Mehr als 6,2 Millionen W&#228;hler hat <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/778/489168/text/" target="_blank">die SPD durch ihr Abenteuer mit der gro&#223;en Koalition eingeb&#252;&#223;t.</a> 870000 wechselten laut Infratest/dimap neben den genannten 2,1 Millionen, die haupts&#228;chlich daf&#252;r verantwortlich sind, dass die Wahlbeteiligung auf den Tiefstwert von 70, 8 Prozent sank, gleich zur Union und weitere 500000 zur FDP; sie fanden wohl, dass die kaum noch erkennbaren Unterschiede der Sozialdemokraten zu den urspr&#252;nglich rechts von ihr stehenden Parteien eine solche Wahl sinnvoll erscheinen lie&#223;en. 1,1 Millionen gingen hingegen zur Linkspartei und 860000 zu den Gr&#252;nen und blieben so dem Lager links von Schwarz-Gelb erhalten.</p>
<p>Das allerdings reichte nicht aus, den Aderlass nach rechts auszugleichen. Bei den Gr&#252;nen d&#252;rfte vor allem ihre unklare Haltung zu k&#252;nftigen B&#252;ndnissen viele ehemalige SPD-W&#228;hler vom Wechsel abgehalten haben; zu h&#228;ufig und zu vernehmlich sind inzwischen gr&#252;ne Stimmen geworden, die sich dem »b&#252;rgerlichen Lager« andienen. Und die Linke hat noch immer mit ihrer Stigmatisierung als ehemalige DDR-Staatspartei zu k&#228;mpfen; nur sehr langsam w&#228;chst vor allem in den westlichen Bundesl&#228;ndern das Vertrauen in diese politische Formation, obwohl sie mit der alten SED inzwischen sehr wenig gemein hat. Welches Potential jedoch in ihr stecken k&#246;nnte, hat vor vier Wochen die <a href="http://wahlarchiv.tagesschau.de/wahlen/2009-08-30-LT-DE-SL/analyse-wanderung.shtml" target="_blank">Landtagswahl im Saarland </a>gezeigt. Hier, wo mit Oskar Lafontaine ein vertrauensw&#252;rdiger und &#228;u&#223;erst popul&#228;rer Politiker f&#252;r die Linke warb, erreichte sie aus dem Stand 21,3 Prozent, nur gut drei Punkte weniger als die SPD. Besonders interessant war dabei nicht nur, dass die Linkspartei gegen&#252;ber den Wahlen zuvor 26000 Stimmen von der SPD und sogar 10000 von der CDU abgezogen hatte, sondern dass es ihr auch gelang, 43000 Nichtw&#228;hler wieder an die Urnen zu bringen. Damit leistete sie einen wesentlichen Beitrag dazu, die Wahlbeteiligung gegen&#252;ber 2004 von damals 55,5 auf wieder 67,6 Prozent ansteigen zu lassen.</p>
<p>Die Linkspartei scheint insofern derzeit am ehesten die Voraussetzungen daf&#252;r zu haben, die f&#252;r die Aktivierung einer Mehrheit links von CDU, CSU und FDP unabdingbare R&#252;ckgewinnung der Nichtw&#228;hler zu bew&#228;ltigen, zumal dann, wenn die SPD-F&#252;hrung ungeachtet das immer schnelleren Niedergangs der Partei stur <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651857,00.html" target="_blank">am »Weiter so« festh&#228;lt </a>– wie sie es gegenw&#228;rtig noch praktiziert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2009/09/28/spd-verluste-sicherten-mehrheit-fuer-schwarz-gelb/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Christoph Matschie geht in Th&#252;ringen nur Althaus</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/09/02/mit-christoph-matschie-geht-in-thueringen-nur-althaus/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2009/09/02/mit-christoph-matschie-geht-in-thueringen-nur-althaus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 13:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[Althaus]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Maas]]></category>
		<category><![CDATA[Hubert Ulrich]]></category>
		<category><![CDATA[Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Matschie]]></category>
		<category><![CDATA[Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Ypsilanti]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=1270</guid>
		<description><![CDATA[»Was ich vor der Wahl gesagt habe, gilt auch nach der Wahl«, erkl&#228;rt Th&#252;ringens SPD-Spitzenkandidat f&#252;r die Landtagswahl, Christoph Matschie, immer wieder. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass er dieses Versprechen brechen wird. Denn im Wahlkampf hatte er nicht nur eine Wahl des Linken Bodo Ramelow zum Ministerpr&#228;sidenten ausgeschlossen, sondern auch die Wiederwahl des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Was ich vor der Wahl gesagt habe, gilt auch nach der Wahl«, erkl&#228;rt Th&#252;ringens SPD-Spitzenkandidat f&#252;r die Landtagswahl, Christoph Matschie, immer wieder. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass er dieses Versprechen brechen wird. <span id="more-1270"></span><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/c543228bd8f84e49a7c206ba836a31aa" alt="" width="1" height="1" />Denn im Wahlkampf hatte er nicht nur eine Wahl des Linken Bodo Ramelow zum Ministerpr&#228;sidenten ausgeschlossen, sondern auch die Wiederwahl des derzeitigen CDU-Regierungschefs Dieter Althaus , denn das Schlimmste f&#252;r Th&#252;ringen w&#228;ren <a href="http://www.stern.de/wahl-2009/landtagswahl/regierungsbildung-in-thueringen-alle-wollen-chef-werden-1506369.html" target="_blank">»f&#252;nf weitere verlorene Jahre mit einer Regierung Althaus«</a>. Noch am Wahlabend rief er: »Das System Althaus ist abgew&#228;hlt.«</p>
<p>Damit hat er recht, doch zugleich schickt er sich gerade an, den von den Th&#252;ringern abgew&#228;hlten Althaus vor dem Untergang zu retten und mit den Stimmen seiner Partei erneut ins Spitzenamt der Regierung zu w&#228;hlen. Damit macht er sich zu einer tragischen Figur, die zwar lauthals verk&#252;ndet, ohne die SPD gehe in Th&#252;ringen nichts; dabei geht mit ihr nicht anders als Althaus und seine System. In seiner Person spiegelt sich, wie sehr die Wirklichkeit &#252;ber die Sozialdemokratie inzwischen hinweggegangen ist. Zwanzig Jahre hat sie in ihrer Mehrheit gebraucht, sich halbherzig dazu durchzuringen, die Linkspartei wenigstens in den L&#228;ndern als Koalitionspartner zu akzeptieren, zwanzig Jahre, die die Linken dazu nutzten, W&#228;hlerstimme um W&#228;hlerstimme zuzulegen und die SPD da und dort bereits zu &#252;berholen, was f&#252;r die Sozialdemokraten ein neues Problem schuf: Wer &#252;bernimmt in einer solchen Koalition die F&#252;hrung? Und erneut erweist sich die SPD als politikunf&#228;hig, und man muss f&#252;rchten, dass sie weitere zwanzig Jahre braucht, diese neue Herausforderung auf demokratische Weise und nicht nach ideologisch gepr&#228;gtem Wunschdenken zu bew&#228;ltigen. Sie erinnert mit ihrer Realit&#228;tsverweigerung erstaunlich stark an die SED in ihrer Schlussphase, und gespannt wartet man schon auf einen M&#252;ntefering-Satz der Art: Die SPD in ihrem Lauf h&#228;lt weder Ochs noch Esel auf!</p>
<p>Was die Sache selbst, n&#228;mlich die Entscheidung &#252;ber einen Ministerpr&#228;sidenten ungeachtet der von den Parteien erreichten Mehrheiten, angeht, kann man nat&#252;rlich sagen, dass die Au&#223;erachtlassung bisheriger Gepflogenheiten kein uninteressanter Gedanke ist. Es w&#228;re durchaus vorstellbar, nicht denjenigen mit den st&#228;rksten Bataillonen, sondern den vermutlich F&#228;higsten zum Ministerpr&#228;sidenten zu bestimmen. . Das aber geht nat&#252;rlich nur, wenn er diese F&#228;higkeit nachhaltig bewiesen hat und sie daher allgemein anerkannt wird. Gerade Christoph Matschie auf diesen Sockel zu stellen, scheint etwas vermessen; eher w&#228;re schon denkbar, dass im Saarland ein Oskar Lafontaine an die Spitze der Regierung tritt; schlie&#223;lich ist er dort bei Freund wie Feind popul&#228;r und betr&#228;gt sein Abstand zum SPD-Spitzenmann Heiko Maas keine neun, sondern nur gut drei Prozent. Aber wenn es schon nicht um Mehrheiten, sondern um die Position im Koalitionspoker geht, k&#246;nnte hier auch der Gr&#252;nen-Spitzenkandidat Hubert Ulrich Anspruch auf die Staatskanzlei in Saarbr&#252;cken erheben, denn ohne seine drei Abgeordneten geht dort schlie&#223;lich auch nichts.</p>
<p>Bleibt eigentlich nur die Frage, warum Matschie nicht auch gegen&#252;ber die CDU den eigenen Anspruch auf das Ministerpr&#228;sidentenamt formuliert. Schlie&#223;lich w&#228;re das seine einzige Chance, dem <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4164" target="_blank">Wortbruch gegen&#252;ber dem W&#228;hler </a>zu entgehen. Aber nicht einmal jene Medien, die am Beispiel Andrea Ypsilanti spaltenlang &#252;ber die Verwerflichkeit von Wortbr&#252;chen nach dem Wahltag philosophierten, sehen jetzt dieses Problem. Es ist offenbar nur existent, wenn wenn man damit der Linkspartei eins auswischen kann. Geht es jedoch um den Machterhalt der CDU, wird Wortbruch zum Kavaliersdelikt, &#252;ber das man gern gro&#223;z&#252;gig hinwegsieht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2009/09/02/mit-christoph-matschie-geht-in-thueringen-nur-althaus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Weisheit der W&#228;hler</title>
		<link>http://www.blogsgesang.de/2009/08/30/die-weisheit-der-waehler/</link>
		<comments>http://www.blogsgesang.de/2009/08/30/die-weisheit-der-waehler/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 21:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minibuch]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Maas]]></category>
		<category><![CDATA[Matschie]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Ypsilanti]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogsgesang.de/?p=1240</guid>
		<description><![CDATA[Wieder einmal haben die W&#228;hler ihre Weisheit und ihre Unabh&#228;ngigkeit von den Spr&#252;cheklopfern der etablierten Parteien und Medien bewiesen. Sie haben in Th&#252;ringen und im Saarland dem mit Hilfe williger Demoskopen herbeigeredeten Schwarz-Gelb eine Abfuhr erteilt und durch die gleichzeitige St&#228;rkung der Linken die SPD vor jene Entscheidungsfrage gestellt, vor der sie sich solange dr&#252;cken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal haben die W&#228;hler ihre Weisheit und ihre Unabh&#228;ngigkeit von den Spr&#252;cheklopfern der etablierten Parteien und Medien bewiesen. Sie haben in <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2009/08/31/nach-landtagswahl-in-thueringen/palast-revolution-gegen-dieter-althaus.html" target="_blank">Th&#252;ringen</a> und im <a href="http://www.sr-online.de/nachrichten/30/956196.html" target="_blank">Saarland</a> dem mit Hilfe williger Demoskopen herbeigeredeten Schwarz-Gelb eine Abfuhr erteilt und durch die gleichzeitige <a href="http://www.zeit.de/online/2009/36/wahl-linke" target="_blank">St&#228;rkung der Linken </a><span id="more-1240"></span><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/7c014e7978be49f8bdfb8ac153ba2908" alt="" width="1" height="1" />die SPD vor jene Entscheidungsfrage gestellt, vor der sie sich solange dr&#252;cken wollte. Nur in <a href="http://www.die-topnews.de/landtagswahl-sachsen-vorlaeufiges-endergebnis-zur-wahl-2009-371851" target="_blank">Sachsen</a>, wo wegen der Schw&#228;che der Sozialdemokraten keine reale Chance auf eine linke Alternative bestand, konnten sich CDU und FDP gemeinsam durchsetzen.</p>
<p>Der Zuwachs der FDP geht weitgehend auf die Verluste der CDU zur&#252;ck (in Sachsen vermutlich auf jene der NPD); hier versammelten sich die durch die Finanzkrise verunsicherten Besserverdienenden, die eher von den Freidemokraten als von der Merkel-CDU die Sicherung ihrer Einlagen erwarten. Solch ein Nullsummenspiel k&#246;nnte die hochfliegenden schwarz-gelben Tr&#228;ume durchaus platzen lassen.</p>
<p>Ob allerdings das W&#228;hlervotum die offensichtlich erw&#252;nschten Folgen tats&#228;chlich haben wird, ist &#228;u&#223;erst unsicher, denn der SPD geht es nicht zuerst um einen Politikwechsel, sondern um Regierungsbeteiligung um jeden Preis. »Ganz wichtig ist, dass in Th&#252;ringen und im Saarland die SPD an der Regierung beteiligt wird«, sagte dazu der M&#252;ntefering-Vertraute Oppermann. Und nach allem, was aus dem Willy-Brandt-Haus bislang zu h&#246;ren war und was – siehe den Umgang mit Andrea Ypsilanti in Hessen – praktisch diesbez&#252;glich von dort aus organisiert worden ist, spricht ein solcher Satz eben gerade nicht f&#252;r das, was Th&#252;ringens SPD-Kandidat Christoph Matschie in Erfurt lauthals verk&#252;ndete: »Das System Althaus ist abgew&#228;hlt.« Sondern daf&#252;r, dass er am Ende Dieter Althaus wieder zum Ministrerpr&#228;sidenten w&#228;hlt und daf&#252;r mit einem Posten in dessen Regierung abgefunden wird. Und auch Heiko Maas k&#246;nnte sich gegen seinen Willen als Juniorpartner in einem neuen Saar-Kabinett M&#252;ller wiederfinden, weil es den M&#252;ntefering und Steinmeier taktisch besser in den Kram passt – und anscheinend auch den Saar-Gr&#252;nen, die wohl gern die ersten w&#228;ren, die so etwas Exotisches wie Jamaika in einem Landtag mit auf die Beine stellen.</p>
<p>Manche wunderten sich heute &#252;ber die Gelassenheit und Fr&#246;hlichkeit, mit der Sozialdemokraten Ergebnisse zwischen zehn und nicht einmal 25 Prozent kommentierten. Das ist eigentlich nur damit zu erkl&#228;ren, dass die SPD solche Zahlen angesichts des genannten Nullsummenspiels zwischen Union und FDP als ausreichend ansieht, die schwarz-rote Koalition in Berlin fortzusetzen, was von Anfang an ihr Ziel war. Angesichts solcher Sachlage bleibt nur der Kommentar, dass es selbst die gr&#246;&#223;te Weisheit des W&#228;hlers schwer hat, sich gegen die Beschr&#228;nktheit politischer Starrk&#246;pfe durchzusetzen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blogsgesang.de/2009/08/30/die-weisheit-der-waehler/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

