Artikel mit ‘Stolpe’ getagged

Vor 25 Jahren – Vom Runden Tisch an die Spitze des Kabinetts

Mittwoch, 18. März 2015

(pri) Heute vor 25 Jahren fanden in der DDR die letzten Volkskammerwahlen statt – erstmals mit konkurrierenden Parteienlisten und einem erbitterten Wahlkampf. Sieger dieser Wahl wurde die »Allianz für Deutschland«, eine von der westdeutschen CDU erdachte Schöpfung, die unter Helmut Kohls maßgeblicher Leitung sechs Wochen zuvor in Westberlin aus der Taufe gehoben und zwei Wochen vor dem Wahlgang in Bonn mit einem Programm versehen worden war. Ihre Hauptkraft war die damalige DDR-CDU (mehr …)

Der 4. November 1989 und eine stille Sehnsucht

Dienstag, 04. November 2014

(pri) Nein, zu einer großen Siegesfeier der alten Bundesrepublik über die DDR wird der derzeit allgegenwärtige Rückblick auf 1989/90 nicht werden – den verbissenen Bemühungen, möglichst alle seither in die Welt gesetzten Klischees über den anderen deutschen Staat noch einmal im Zeitraffer Revue passieren zu lassen, zum Trotz. Vielmehr entwickelt sich in diesen Tagen eine engagierte Debatte, die nicht nur dieses ideologisch geprägte Geschichtsbild in Frage stellt, sondern auch zu ergründen versucht, was denn an dieser DDR, die noch immer so viele Versteher und gar Verteidiger hat, wirklich dran war. (mehr …)

Vor 20 Jahren – Der kurze Sieg der Opposition

Samstag, 05. September 2009

Im September vor 20 Jahren begann in der DDR der Countdown hin zu ihrem Ende zu laufen. Die Ausreisewelle im Sommer 1989 und die Unfähigkeit der SED-Führung, darauf angemessen zu reagieren, schufen den Boden, auf dem sich die seit Jahren vorhandene Oppositionsbewegung stürmisch entwickeln konnte. (mehr …)

Vor 20 Jahren – Wahlmanipulation und Ausreisewelle befördern die Erosion eines Staates (Teil 2)

Sonntag, 17. Mai 2009

Im Mai vor 20 Jahren, als die Ungarn schrittweise die Grenze zu Österreich öffneten und damit vor allem DDR-Bürgern eine  unerwartete Möglichkeit zur Flucht in den Westen boten, war die DDR schon nicht mehr in der Lage, dagegen wirksam vorzugehen. So lesen sich die Durchhalteparolen der SED und der Stasi aus heutiger Sicht wie Belege der Hilflosigkeit, gepaart von permanenter Negierung der Realität im Lande. Eine eher lächerliche Rolle spielten dabei Medien der DDR, insbesondere das SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“. (mehr …)

Vor 21 Jahren – Sturm auf die Umweltbibliothek

Dienstag, 25. November 2008

Ende der 80er Jahre gab es in der DDR viele Gründe, nicht nur mit den Verhältnissen unzufrieden zu sein, sondern auch immer öfter und immer nachdrücklicher deren Veränderung zu fordern. Weltweit schien der Entspannungsprozess – nicht zuletzt durch die neue Offenheit eines Michail Gorbatschow – schrittweise voranzukommen. Die ökonomischen Probleme der sozialistischen Länder verlangten nach besseren als den bisherigen Antworten. (mehr …)

Vor 20 Jahren – Realitätsverlust in der »Wagenburg«

Freitag, 17. Oktober 2008

Unübersehbar war im Herbst 1988 die Unzufriedenheit in weiten Teilen der DDR-Bevölkerung über die Verhältnisse in ihrem Land geworden. Und ebenso deutlich zeigten sich wachsendes Selbstbewusstsein vieler Bürger, vor allem der Jugend. Der Staat DDR und die ihn beherrschende Einheitspartei SED hatten samt ihrem Geheimdienst Staatssicherheit darauf keine adäquate Antwort mehr, (mehr …)

Vor 20 Jahren – Ossietzky-Schüler als »antisozialistische Plattform im Blauhemd«

Freitag, 12. September 2008

In diesen Tagen vor 20 Jahren gab es in der DDR immer mehr Anzeichen wachsenden Protestes gegen die bestehenden Verhältnisse. Vor allem junge Leute wollten sich nicht mehr den Mund verbieten lassen und ihre Meinung zu inneren wie äußeren Entwicklungen des Sozailismus sagen – mit dem Ziel, dadurch Debatten über notwendigeVeränderungen anzuregen. Großes Aufsehen erregten zum Beispiel Aktivitäten der Schüler eines Berliner Gymnasiums, der Erweiterten Oberschule „Carl von Ossietsky“. (mehr …)

Vor zwanzig Jahren – Pastoren am Pranger

Donnerstag, 06. März 2008

Eine wesentliche Rolle bei den Ereignissen, die vor zwanzig Jahren dem Zusammenbruch der DDR vorausgingen, spielte die evangelische Kirche. Sie war in der DDR die einzige relevante Kraft, die eigene Strukturen hatte und ohne staatliche Bevormundung flächendeckend im Lande wirken konnte. Daher war die DDR-Führung stets bestrebt, diesen exklusiven, von ihr nicht dominierten Bereich dennoch unter Kontrolle zu nehmen, wozu sie eine offizielle Politik gegenüber der Kirche betrieb und zugleich inoffizielle Mittel gegen sie einsetzte. (mehr …)