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	<title>blogsgesang.de &#187; Umverteilung</title>
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	<description>Blog zu Politik, Zeitgeschichte, Kultur und Welt-Anschauung von Peter Richter (pri) und Rudolf Hempel (rhe)</description>
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		<title>Wie das Bundesverfassungsgericht mit dem Hartz-IV-Urteil das System zu stabilisieren versucht</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 15:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das vernichtende Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#252;ber Hartz IV stellt dem Erfinder des wohl in j&#252;ngerer Zeit drakonischsten sozialen Umverteilungsprogramms von unten nach oben, der einstigen rot-gr&#252;nen Bundesregierung, wie auch der freudig zustimmenden damaligen b&#252;rgerlichen Opposition ein denkbar schlechtes Zeugnis aus; redet man Klartext, haben sich die Beteiligten am sozialen Hartz-IV-Kahlschlag samt und sonders als Verfassungsfeinde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das vernichtende Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#252;ber Hartz IV stellt dem Erfinder des wohl in j&#252;ngerer Zeit drakonischsten <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/grafiken/2291201_Der-Hartz-IV-Regelsatz.html" target="_blank"><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/92e1f15d33c34e7aab16de4df36b41a1" alt="" width="1" height="1" />sozialen Umverteilungsprogramms von unten nach oben</a>, der einstigen rot-gr&#252;nen Bundesregierung, wie auch der freudig zustimmenden damaligen b&#252;rgerlichen Opposition ein denkbar schlechtes Zeugnis aus; redet man Klartext, haben sich die Beteiligten am sozialen Hartz-IV-Kahlschlag samt und sonders als Verfassungsfeinde erwiesen.<span id="more-1488"></span></p>
<p>So hart formuliert es nat&#252;rlich Karslruhe nicht, wie &#252;berhaupt das Urteil abseits der teilweise <a href="http://www.zeit.de/2010/07/Hartz-IV" target="_blank">drastischen verbalen Schelte </a>in der Sache selbst <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4514" target="_blank">den mit Hartz IV verbundenen Denkmustern erstaunlich deutlich verhaftet </a>bleibt. Denn das Urteil stellt keinesfalls die Wirtschaftsverfassung in Frage, die sich in Deutschland in den letzten Jahren herausgebildet hat und die durch eine st&#228;ndig zunehmende Verlagerung von Produktionskosten weg von den Unternehmen und hin zur Allgemeinheit gekennzeichnet ist. Auch hier der Klartext: Die Wirtschaft erwartet immer mehr, dass die Gesellschaft ihren steigenden Profite dadurch nicht nur absichert, sondern st&#228;ndig noch erh&#246;ht, dass sie sukzessive anfallende Verbindlichkeiten &#252;bernimmt. Das betrifft vor allem Lohnkosten, aber immer &#246;fter auch Investitionsmittel, die vom Staat &#252;ber Subventionen oder die Minimierung von Kreditrisiken erwartet werden. Und das bei gleichzeitiger Verweigerung jener Steuermittel, aus denen heraus allein der Staat seine Aufgaben erf&#252;llen kann. Insofern waren die Hartz-IV-Gesetze nur der willige Vollzug von Wirtschaftforderungen. An der Macht der Wirtschaft aber will nat&#252;rlich das Bundesverfassungsgericht nicht r&#252;tteln, geh&#246;rt sie doch zu eben jenem Grundgesetz, das es zu sch&#252;tzen hat.</p>
<p>Aus eben diesen Selbstverst&#228;ndnis heraus sieht sich jedoch Karslruhe auch nicht in der Lage, dem Gesetzgeber eine zwingende Erh&#246;hung der Hartz-IV-S&#228;tze vorzugeben. Denn das Gericht f&#252;hlt sich dem Funktionieren das bestehenden Staates verpflichtet, was seine <a href="http://www.welt.de/news/article6329037/Unions-Politiker-fuer-niedrigere-Hartz-IV-Saetze.html" target="_blank">finanzielle &#220;berforderung ausschlie&#223;t</a>. Es erkennt jedoch das Dilemma, das aus aus den – auch von ihm durchaus akzeptierten – Forderungen der Wirtschaft einerseits und der objektiven Finanzsituation des Staates erw&#228;chst und versucht darauf eine das Gesamtsystem stabilisierende Antwort zu geben.</p>
<p>Diese besteht zum einen in der <a href="http://www.zeit.de/2010/07/01-Hartz-IV?page=all" target="_blank">scharfen R&#252;ge an die Politik</a>, dass ihr nichts Besseres zur Bew&#228;ltigung des Problems einfiel als b&#252;rokratenherrliche Pauschalierungen, die zudem noch von einem<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0210/meinung/0012/index.html" target="_blank"> total &#252;berholten, im Grunde erzkonservativen Menschenbild</a> ausgehen. Damit aber &#246;ffnet das Bundesverfassungsgericht nur ein kleines Ventil zum Ablassen von Unmut, weshalb es dar&#252;ber hinaus die ernste Mahnung an den Gesetzgeber richtet, beim n&#228;chsten Umverteilungsprojekt phantasievoller vorzugehen. Denn nat&#252;rlich sehen die Verfassungsrichter auch die Gefahr, dass die Wirtschaftsweise der Globalisierung den inneren Frieden im Lande beeintr&#228;chtigen k&#246;nnte. Die weltweite Geldvernichtung des Finanzkapitals ist als objektiver Prozess des heutigen Kapitalismus nicht aus der Welt zu schaffen, und die tiefe Krise der Realwirtschaft mit all ihren sozialen Verwerfungen h&#228;lt an. Beides birgt Risiken, die Verfassungsw&#228;chter schon qua Amt deutlicher erkennen als <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/detail_dpa_23820212.php" target="_blank">kaum &#252;ber den Tellerrand blickende Politiker</a>. Und sie w&#228;hnen diese Gefahren offensichtlich schon so nahe, dass sie der Politik nur noch eine kurze Frist zum Gegensteuern einr&#228;umen m&#246;gen.</p>
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		<title>Statt der Symptome den Krankheitsherd des Finanzsystems behandeln</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 14:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oberblogsaenger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn wir aus der derzeitigen Finanzkrise eins gelernt haben, dann dies: Geld ist ausreichend vorhanden. Es fiel den Regierungen der Industriel&#228;nder &#252;berhaupt nicht schwer, in k&#252;rzester Zeit Hunderte Milliarden Euro oder Dollar herbeizuzaubern, um damit dem beinahe zusammengebrochenen Finanzsystem neues Blut in die Adern zu jagen &#8211; und das, obwohl seit Jahr und Tag &#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir aus der derzeitigen Finanzkrise eins gelernt haben, dann dies: Geld ist ausreichend vorhanden. Es fiel den Regierungen der Industriel&#228;nder &#252;berhaupt nicht schwer, in k&#252;rzester Zeit Hunderte Milliarden Euro oder Dollar herbeizuzaubern, um damit dem beinahe zusammengebrochenen Finanzsystem neues Blut in die Adern zu jagen &#8211; und das, obwohl seit Jahr und Tag &#252;ber fehlendes Geld geklagt wird, vor allem dann, wenn es f&#252;r Bildung, Kultur, die &#246;ffentliche Infrastruktur oder soziale Zwecke ben&#246;tigt wird. <span id="more-523"></span>Es liegt auch auf der Hand, dass ausreichend Geld vorhanden ist, hat doch in den vergangenen Jahrzehnten vor allem die technische und technologische Entwicklung f&#252;r ein derartiges Wirtschaftswachstum gesorgt, dass &#252;berall die Profite reichlich flossen, dass in gewaltige Industrien investiert werden konnte, dass man kostspielige Kriege f&#252;hrte und dennoch genug &#252;brig behielt, um in der Oberschicht ein bisher nie dagewesenes Luxusleben zu f&#252;hren und im &#252;brigen Milliarden wie in einem <a href="http://de.youtube.com/watch?v=MRRWHSY7ZwI&amp;feature=related" target="_blank">globalen Casino einfach zu verzocken</a>. Vor allem letzteres allerdings wurde so stark &#252;bertrieben, dass dann das Geld doch auszugehen drohte. Aber siehe da, die Staaten, die sich bei Forderungen nach Daseinsvorsorge und einer menschenw&#252;rdigen Wohlfahrt f&#252;r alle arm rechnen, hatten doch noch gen&#252;gend Geld auf der hohen Kante.</p>
<p>Aus all dem ergibt sich eine zweite Lehre: Offensichtlich existiert ein enger Zusammenhang zwischen Verarmung in der Unterschicht und schamloser Bereicherung ganz oben. Die Gewinne aus der weitgehend technisierten, automatisierten Produktion, die mit immer weniger Menschen auskommt, werden allein durch die Besitzer der Produktionsmittel realisiert, w&#228;hrend der Wert der Produktivkraft Mensch allein dadurch, dass sie immer weniger f&#252;r die Produktion ben&#246;tigt wird, rapide gesunken ist und weiter sinkt. Das f&#252;hrt weltweit zu Niedrigstl&#246;hnen, die oft unter das Existenzminimum abgesunken sind, vor allem in den L&#228;ndern der Dritten Welt, aber l&#228;ngst nicht mehr nur dort, sondern bereits auch direkt unter uns. Erst diese objektive Entwicklung konnte zu den Verwerfungen des Finanzsystems f&#252;hren, denn es war pl&#246;tzlich Geld im &#220;berfluss vorhanden, das fr&#252;her &#8211; &#252;ber die L&#246;hne &#8211; zu einem betr&#228;chtlichen teil an die Arbeitnehmer geflossen war, nun jedoch bei den Arbeitgebern verblieb und von diesen zu den Banken gelangte, die es aber immer weniger f&#252;r neue produktive Investitionen bereitstellten, sondern damit noch mehr Geld zu machen versuchten.</p>
<p>Auf diese Weise entstand neben der Realwirtschaft eine zweite unreale Wirtschaft &#8211; vielleicht k&#246;nnte man sie Virtualwirtschaft nennen, bei der es nicht darum ging, etwas Produktives zu schaffen, sondern allein durch Spekulation das Geld zu mehren. Diese Virtualwirtschaft ist der eigentliche Krankheitsherd des Finanzsystems, und dessen Krise ist nur dadurch zu &#252;berwinden, dass man diesen Krankheitsherd beseitigt, also die virtuelle, die unreale Wirtschaft ausmerzt. Davon allerdings sind alle bisher ergriffenen Ma&#223;nahmen weit entfernt. Sie doktern nur an den Symptomen herum und versuchen, das kranke System zu reanimieren, um dann wie gehabt weitermachen zu k&#246;nnen. Und weil das so ist, machen die Banken, die Wirtschaftsbosse, die neoliberalen Trommler zun&#228;chst gute Miene zum f&#252;r sie zwar nicht b&#246;sen, aber doch etwas irritierenden Spiel. Zwar sind sie verunsichert, inwieweit der Staat auf seine neuen Kompetenzen zur Krisenbew&#228;ltigung wieder verzichtet, aber sie hoffen doch, dass er zumindest <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/1014/meinung/0070/index.html" target="_blank">am System nichts &#228;ndert </a>- und bisher hat er ihnen das auch versprochen und d&#252;rfte es halten.</p>
<p>Tats&#228;chlich jedoch ist die Krise nur dann nachhaltig zu bew&#228;ltigen, wenn Regeln gefunden werden, durch die zumindest ein Teil der Gewinne aus einer weitgehend menschenlosen Produktion der Allgemeinheit zugute kommt, ihrer Bildung, ihrer kulturellen Entwicklung, ihrem Lebensumfeld und auch jenen, die f&#252;r die Produktion nicht mehr gebraucht werden und ihren Beitrag zur Gesellschaft auf anderen Feldern erbringen, vor allem solchen des solidarischen Miteinander, aber auch denen, die durch die Entwicklung an den Rand der Gesellschaft gedr&#228;ngt wurden und der F&#252;rsorge bed&#252;rfen. Es geht also letztlich nicht nur um Regeln f&#252;r den Finanzmarkt, sondern um grunds&#228;tzliche Verteilungsregeln, die nicht nur f&#252;r die materielle Wohlfahrt, sondern genau so f&#252;r die geistige Verfassung der Gesellschaft erforderlich sind. Geld, so haben wir gelernt, sit gen&#252;gend vorhanden. Es muss nur so verteilt werden, dass zum einen die Wirtschaft ordentlich arbeiten kann, aber zum anderen auch das soziale Gef&#252;ge stabilisiert und nicht &#8211; wie derzeit &#8211; immer weiter untergraben wird.</p>
<p>Die Chancen, dass im Ergebnis der Finanzkrise solche Regeln aufgestellt werden, stehen schlecht. Schon setzen sich einige der geistigen Verursacher der Finanzkrise &#8211; wie der CDU-Bierdeckel-Denker Friedrich Merz &#8211; wieder aufs hohe Ross und singen das Lied des ungebremsten Kapitalismus. Andere richten dreiste Forderungen an die Gewerkschaften, nun Lohnverzicht zu &#252;ben, also die Arbeitnehmer f&#252;r das Versagen der Geldbranche zahlen zu lassen. Tats&#228;chlich jedoch muss auch hier das Verursacherprinzip gelten. Wenn im Gefolge der Finanzkrise Unternehmen in Schwierigkeiten kommen, sind die Banken gefordert, ihnen unter die Arme zugreifen; schlie&#223;lich haben sie von ihren Machenschaften so ausgiebig profitiert, dass ein R&#252;ckfluss der Gewinne an Gesch&#228;digte nur gerecht w&#228;re. Auch der Staat l&#228;sst bereits durchblicken, dass f&#252;r seine Hilfema&#223;nahmen f&#252;r den Bankensektor die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden k&#246;nnten; noch sagt er es leise, aber bald wird es lauter zu h&#246;ren sein. Dabei gilt auch hier, dass die Banken nicht nur die Hilfsgelder der Steuerzahler auf Heller und Pfennig zur&#252;ckzuzahlen haben, sondern auch noch mit jenem Zins und Zinseszins, den schlie&#223;lich auch sie von ihren Kunden verlangen. All das ist eigentlich selbstverst&#228;ndlich und w&#228;re doch nur ein erster Schritt auf einem weiten Weg, der mit einem Wort umschrieben werden kann: Gerechtigkeit.</p>
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		<title>Der Weg des Geldes – immer nach oben</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 20:47:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer es noch nicht gewusst hat, ist nun f&#246;rmlich mit der Nase darauf gesto&#223;en worden: Das Geld, dessen Fehlen f&#252;r soziale Zwecke, die &#246;ffentliche Daseinsf&#252;rsorge, f&#252;r Bildung und Kultur allenthalben beklagt wird, ist von so genannten global playern, vor allem einer ma&#223;los gierigen Finanzclique, mit den Ziel immer gr&#246;&#223;eren Profits verzockt worden. Der Staat hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer es noch nicht gewusst hat, ist nun f&#246;rmlich mit der Nase darauf gesto&#223;en worden: Das Geld, dessen Fehlen f&#252;r soziale Zwecke, die &#246;ffentliche Daseinsf&#252;rsorge, f&#252;r Bildung und Kultur allenthalben beklagt wird, ist von so genannten global playern, vor allem einer ma&#223;los gierigen Finanzclique, mit den Ziel immer gr&#246;&#223;eren Profits verzockt worden. <span id="more-489"></span>Der Staat hat nicht nur die Steuern f&#252;r Unternehmen und Finanzwirtschaft st&#228;ndig gesenkt und ihnen damit Milliardengeschenke auf Kosten der Masse der Bev&#246;lkerung gemacht. Er griff gleichzeitig in die Sozialsysteme ein, verwendete zum Teil deren Best&#228;nde f&#252;r sachfremde Zwecke, reduzierte damit die Mittel f&#252;r Soziales, k&#252;rzte Renten, ruinierte die Krankenversicherung und ist dabei die Arbeitslosenversicherung vor allem zugunsten der Wirtschaft gegen Null zu fahren.</p>
<p>Damit aber gab der <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0924/meinung/0010/index.html" target="_blank">b&#252;rgerliche Staat </a>bereitwillig seine Hand zu einem gigantischen Missbrauch von finanziellen Werten, die nicht von der Akteuren der Finanzkrise, sondern von der Allgemeinheit geschaffen wurden &#8211; selbstverst&#228;ndlich unter Nutzung des technischen und technologischen Fortschritts, der jedoch auch nicht das Produkt irgendwelcher Finanzmanager war, sondern das Ergebnis sch&#246;pferischer und flei&#223;iger Arbeit in Forschungslabors, Entwicklungsabteilungen und Produktionsst&#228;tten.</p>
<p>All das haben sich einige wenige gewisserma&#223;en unter den Nagel gerissen und wirtschaften damit, als geh&#246;rten all diese materiellen Werte allein ihnen. Immer weniger durch Produktion und Innovation als vielmehr durch Spekulation und Manipulation erzockten sie sich immer gr&#246;&#223;ere Gewinne und fragten nicht einmal, wessen Geld es war, mit dem sie bedenkenlos Monopoly spielten. Es ist dies der »parasit&#228;re Kapitalismus«, von dem Lenin in Weiterentwicklung Marx&#8217; sprach und der noch bis vor kurzem als &#252;berholte Schim&#228;re verlacht wurde. Tats&#228;chlich ist das, was besch&#246;nigend Finanzkrise genannt wird, der bsiherige H&#246;hepunkt eines gigantischen Umverteilungsvorgangs von unten nach oben, wobei das Geld, das oben bereits ankam, unten auf ewig verloren ist.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich &#228;ndern will man daran nat&#252;rlich nichts, nur die Schussfahrt ein wenig abbremsen. Es spricht B&#228;nde, dass selbst der amerikanische Senat die nur <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/402/die-mutter-aller-bailouts" target="_blank">kosmetischen Korrekturen</a>, die die Bush-Administration am Finanzsystem zulassen wollte, emp&#246;rt zur&#252;ckwies; schlie&#223;lich steht man im Wahlkampf und kann nicht einfach zur Tagesordnung &#252;bergehen. Hierzulande jedoch waschen die Politiker ihre H&#228;nde gleich ganz in Unschuld und sehen keinerlei Handlunbgsbedarf &#8211; so als ob die Milliarden, die bei KfW/IKB und diversen Landesbanken in den Sand gesetzt wurden, nur Peanuts seien. W&#228;hrend jeder Hartz-IV-Empf&#228;nger durch einen betr&#228;chtlichen Apparat von Sp&#228;hern st&#228;ndig &#252;berwacht wird, damit nicht etwa zehn Euro zuviel vom Arbeitsamt bereitgestellt werden, w&#228;hrend k&#252;nftig auch Rentner einer versch&#228;rften Steuerpr&#252;fung unterzogen werden, w&#228;hrend so genannter Sozialmissbrauch von botm&#228;&#223;igen Medien fast zum Schwerverbrechen erkl&#228;rt wird, sollen jene, die neunstellige summen dem Staat und damit der Allgemeinheit entziehen, auch weiterhin kaum Einschr&#228;nkungen unterliegen. Schon melden sich erste Stimmen, die die offene Debatte &#252;ber den Finanzcrash schnell beenden m&#246;chten, weil sie gesch&#228;ftssch&#228;digend sei.</p>
<p>Andererseits aber sollen die vom Geld-Establishment verursachten Sch&#228;den wie eh und je dazu herhalten, weitere K&#252;rzungen bei L&#246;hnen und Sozialleistungen zu begr&#252;nden; an der Emp&#246;rung der Metallunternehmer &#252;ber die Lohnforderungen der Gewerkschaft kann das gerade wieder einmal studiert werden. Ungeachtet des Super-Gaus im Finanzwesen wollen die daf&#252;r Verantwortlichen unger&#252;hrt das fortsetzen, was sie herbeif&#252;hrte &#8211; die unverfrorene Umverteilung von unten nach oben.</p>
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