Auf Sonjas Spuren…

(rhe) Die Deutschen leben eine Zeit, in der zunehmend in Vergessenheit gerät, woran sich  geschichtsbewusste Gesellschaften erinnern sollten. Dazu zählen auch Per­sonen mit umstrittener Lebensleistung. Eine von ihnen ist Ruth Werner. Ihr 104. Geburtstag und der 66. Tag des Sieges sind Anlass für mehrfache Ehrungen:

Ge­denkwanderung in Berlin-Treptow,

Ausstellung in Carwitz bei Feldberg,

Fami­lientreffen in Estlands Hauptstadt Tallin.

„Wir gedenken hier der standhaften Kommunistin und aufrechten Internationalistin Ursula Beurton, geborene Kuczynski, der Schriftstellerin Ruth Werner, der verschwiegenen Kund­schafterin Sonja. Die – was erst nach Erscheinen ihrer Erinnerungen „Sonjas Rapport“ im Jahre 1977 im DDR-Verlag Neues Leben publik wurde – unter Lebensgefahr als Funkerin in China und Polen und für die Rote Kapelle in der Schweiz sowie als Kurier für den Kernphy­siker und späteren „Atomspion“ Klaus Fuchs in England auch eine anerkannte Rolle zur Sicherung des Weltfriedens und zum Sieg über den Hitlerfaschismus spielte. Was mit hohen sowjetischen und deutschen Aus­zeichnungen gewürdigt wurde, darunter mit dem Rotbanner-Orden und dem Nationalpreis 1. Klasse.

Neuauflage im Jahre 2006

Gerade als Vertreter der Linkspartei erkläre ich, dass wir uns weiterhin der Würdigung der Lebensleistung unserer Mitgenossin stellen werden. Der Versuch der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversamm- lung Treptow-Köpenick sie kurz vor ihrem 100. Geburtstag im Mai 2007 mit der Benennung einer Straße oder einem Weg in der Nähe ihres Wohnviertels in Baumschulenweg/Plänterwald zu ehren, ist an den Mehrheitsverhältnissen und dem Un­willen der anderen Fraktionen gescheitert. Es reichte nicht einmal für einen Kompromiss der SPD, eine Info-Tafel an oder vor ihrem Wohnhaus im Dammweg anzubringen. Die im Übri­gen auch nicht der Würdigung, sondern einer so genannten kritischen Auseinandersetzung dienen sollte. Was wir nach wie vor ablehnen.

Geschichtsrevisionismus der NPD

All diesen unschönen Hickhack hat Ruth Werner unter Beachtung ihrer Leistung für den ge­sellschaftlichen Fortschritt, zu dem auch ihr Wirken als Schriftstellerin und als am Gemein­wohl orientierter Einwohnerin der Treptower Region nicht verdient. Erst recht nicht die wüs­ten Beschimpfungen durch die NPD-Vertreter, die Ruth als „Vaterlandsverräter“ diffamierten – hier lässt der Geschichtsrevisionismus grüßen. Nach dieser unwürdigen Debatte hat der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion Philipp Wohlfeil in einem Interview mit ND erklärt, dass sich die Linke Gedanken machen wird, wie künftig und über ihren 100. Geburtstag hin­aus, an Ruth Werner erinnert werden kann.“

Mit diesen Überlegungen hat Hans Erxleben, Leiter AG Antifaschismus Bezirksverband Die Linke Treptow-Köpenick, im Mai vor drei Jahren am Grab von Ruth Werner und Len Beurton auf dem Friedhof Berlin-Baumschulenweg an jene Frau erinnert, die nicht in Verges­senheit geraten darf. Ähnlich könnte er sich auch am bevorstehenden 9. Mai äußern. Nämlich dann, wenn die von den Linken inspirierte und vom russischen Trio SCHO begleitete „Wandergruppe“, nach ihrem Start um 11.30 Uhr am S-Bahnhof Berlin-Plänterwald, am Rei­henhaus Dammweg 35, fünf Jahrzehnte das Domizil der Beurtons, Station macht.

Er würde dann allerdings auch daran erinnern, dass exakt zu Sonjas 100. Geburtstag mehr als 150 ihrer Freunde und Sympathisanten ihren  Weg gingen, um das von Jutta Matuschek (MdA, Verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke) einst anläss­lich einer Lesung aus „Sonjas Rapport“ angeregte Anliegen am Spree-Ufer auch öffent­lich zu demonstrieren. Oder, dass anlässlich des 10. Todestag im Juli vergangenen Jahres der Platz für eine Ehrung kaum ausreichte. Neues Deutschland hatte mit „Wir dachten, die Re­vo­lution ist gleich um die Ecke“ das Event angekündigt:

„Als Ruth Werner noch Ursula Kuczynski hieß, heiratete sie. Das war 1929. Ausgerüs­tet mit grenzenlosem Sendungswillen, erstaunlichem Mut und starker Energie begann für sie ein Jahr später in Shanghai eine neue Etappe ihres in Berlin schon gedachten Lebens. Ange­worben und mit Deckname `Sonja` versehen von Ri­chard Sorge arbeitete sie dann 20 Jahre im Auf­trag des Russischen Militärischen Geheim­dienstes GRU. Sie wirkte, oft unter Lebens­gefahr, in China, Polen, der Schweiz. Und in England, wo sie als `Nachrichten-Bote` des am ameri­kanisch-britischen `Manhatten`-Projekt beteiligten Physikers Klaus Fuchs mit diesem die An­tihitlerkoalition stärkte, und Bündnispartner Sowjetunion half.

An ihrer Seite standen auch ihr erster Mann (Architekt Rolf Hamburger), eine Liaison (Füh­rungsoffizier Ernst) und Ehemann Nr. 2 (Spanienkämpfer Len Beurton). In dieser Reihen­folge wurden sie auch die Väter der Kinder Michael, Janina und Peter. Mit denen im Gepäck zog Sonja durch eine Welt permanenter Herausforderungen. Was ein solches Leben im Klartext bedeutet, darüber mag  jeder selbst seine bildhafte Vermutung anstellen.“

Ruth-Werner-Verein in Carwitz

Auf die ND-Ankündigung folgte in der jungen Welt – in persona ihres Freien Mitarbeiters Denis Ruh – eine mit dem Blick auf Ruth Werners Le­bensleistung verbundene Nachbetrach­tung. In „Sonja bleibt unvergessenen“ heißt es: „All dies wurde noch einmal lebendig, als sich am vergangenen Mittwoch Freunde und Weg­ge­fährten Ruth Werners in der überfüllten Begegnungsstätte der VVN-BdA in der Treptower Kiefholzstraße einfanden, um ihres 10. Todestages zu gedenken. Hans Erxleben, Abgeordne­ter der Linkspartei in der BVV, erneuerte dabei die Forderung, eine Straße oder einen Platz nach Ruth Werner zu benennen. Die Kinder Michael Hamburger, Janina Blankenfeld und Peter Beurton trugen mit Beiträgen über ihre Mutter zum Gelingen der Veranstaltung bei.“

Der Autor erwähnt auch, dass sich am gleichen Tag in Carwitz bei Feldberg, wo die Schrift­stellerin mit ihrer Familie seit den 50er Jahren ihren Sommerurlaub verbrachte, der Ruth-Werner-Verein gegründet werden solle. Genau in diesem Carwitz entstanden Passagen von „Sonjas Rapport“. Der übrigens zu DDR-Zeiten in knapp 500 000 Exemplare aufgelegt, da­nach in ein Dutzend Sprachen übersetzt wurde. Und der nach 1990 als Vollstän­dige Ausgabe in England und China erschien, bevor die deutsche Fassung des um die Klaus Fuchs-Passage vervollständigten Rapports im Jahre 2006 auch in der nun BRD, im gleichen Verlag,  jetzt zur Eulenspiegel-Verlagsgruppe gehörend, herauskam.

Der kleine, seit Jahren durch das Hans-Fallada-Museum weithin bekannte Ort in Mecklen­burg-Vorpommern, hat also mit dem neuen Verein seit bald einem Jahr eine weitere „Attrak­tion“. Um dessen zunehmende Ausstrahlung eine Gruppe links orientierter Einwohner der Region, mit Tobias Hecht als Vorsitzendem, sich redlich bemüht. Aktuelles Indiz ist eine ab dem 15. Mai geplante Ausstellung über Ruth Werner. Mit dem freiberuflichen Lektor gab es im Vorfeld dieser Veröffentlichung elektronisch-telefonischen Kontakt, hier wichtige Passagen.
“Vielen Dank für Ihr Interesse. Es freut mich sehr, dass der Verein `so weite Kreise` zieht und Publizität erfährt. Sie fragen nach  Daten zum Verein und zur Ausstellung. Wir sind 22 Mitglieder, nicht nur Feldberger sondern auch aus der Region und z.B. aus Ber­lin. Im letzten Jahr gründete sich der Verein recht kurzfristig, so dass die schnell hergerich­tete Ruth-Werner-Ausstellung  nur etwa 6 Wochen gezeigt werden konnte. Im vergangenen Herbst  veranstalteten wir  eine Lesung mit Eberhard Panitz, der sein Buch  „Geheimtreff Banbury: Wie die Atombombe zu den Russen kam“ vorstellte.
Meine Stellvertreterin Ingrid Becker hielt während der ersten drei Monate des Jahres 2011 zwei Vorträge über Ruth Werner. Würdigung fanden diese Ereignisse in der lokalen Presse. Übrigens: Schon vor Vereinsgründung gab es eine „Schubladenausstellung“ im Hans-Fallada-Haus, die unter Beteiligung von Peter Beurton entstand, der ja vor einiger Zeit von Berlin nach Carwitz zog.
Der Verein ist vital, die Mitgliederversammlung fand erst kürzlich statt. Für dieses Jahr sind bisher geplant eine Kinderbuchlesung auf dem Stadtfest in Feldberg – wohl am 1. Juli. Ingrid Becker kümmert sich darum. Für die Adventszeit soll eine `Vorlesung` aus einem der Bücher Ruth Werners zu einem passenden Thema stattfinden. Im Moment sind wir auf der Suche nach einem Schriftsteller für eine weitere Lesung,
Die Ausstellung ist geöffnet vom 15. Mai – bis „irgendwann  im Oktober mal Schluss ist“. Täg­lich außer montags von 14 bis 16 Uhr. Gern würden wir länger öffnen – vielleicht findet sich eine Möglichkeit, dies  öffentlich  zu finanzieren.

Der Ausstellungs-Ort:
17258 Feldberger  Seenlandschaft, OT Carwitz, Carwitzer Straße 33
(„Scheunenladen“). Zentral gelegen, oft mit freiem Parkplatz vor der Tür.

Die Ausstellung mit bekannten, aber auch noch unbekannten Bildern soll nicht nur die Schriftstel­lerin,  sondern auch die „Kundschafterin“ und den engagierten Menschen Ruth Werner und ihren Lebensweg  zeigen.

Wir konnten dazu das Foto-Archiv Peter Beurtons nutzen und haben Tafeln gestaltet, die jeweils  einen Aspekt zeigen:
1. Ruth Werner: Kommunistin, Agentin, Schriftstellerin
2. Kindheit in Berlin
3. Jugendjahre bis 1929
4. die eigene Familie
5. Kundschafterin „Deckname Sonja“
6. die Zeit in der DDR – ab 1950
7. Ehrungen, Orden und Auszeichnungen

Die Tafel „Ruth Werner und Len Beurton in Carwitz“ ist geplant.  Zur Ausstellung gehören  auch Werners Bücher sowie Zeitungsausschnitte und  Publi­kationen, wie beispielsweise das Buch „Funksprüche an Sonja“.

Ruth und Len beim Spaziergang in Carwitz

Die Präsentation ist leider nicht besonders professionell. Wir beschäftigen eben  keinen Kurator und verfügen nicht über entsprechende  Mittel, wie vergleichsweise das Hans-Fallada-Haus. Allerdings können die Besucher jedes Buch  im Scheunenladen lesen oder auch ausleihen.
Mit den besten Grüßen
Tobias Hecht

Die Mail macht deutlich, welche dankenswerte ehrenamtliche Kleinarbeit sich hinter einem Vereins-Begriff verbirgt und, dass eine solche Einrichtung immer auch auf Spenden angewie­sen ist. Wer sich als Sponsor, Mitglied in spe oder in anderer Form angeregt fühlt, der kann Kontakt aufnehmen: Ruth-Werner-Verein, Tobias Hecht, Neue Straße 8, 17258 Feldberg, Tel.:039831/140000.

Familientreffen in Tallin

Zu Ruth Werners Beisetzung im Juli 2000 waren hunderte Weggefährten, Freunde, Kollegen, Nachbarn und natürlich auch die Familienmitglieder nach Berlin-Baumschulenweg gekommen.  Eine berührende Trauerfeier fand im Kreis der Familie und engster Freunde ihre Fortsetzung im Restaurant „Kupferkessel“. Dabei kam es auch zur Überlegung – wohl ganz im Sinne der Verstorbenen – in Abständen Treffen der Großfamilie zu veranstalten. Als gute Gelegenheit nicht nur an Ruth Werner, die Mutter, Schwester, Schwägerin und enge Freundin zu denken und sie damit auf familiäre Art, nicht zuletzt im Geiste des „Kuczynski-Clans“, zu ehren.

Leicht gesagt – gut getan. Das erste Treffen folgte im Sommer 2001 in Berlin, wie nicht anders zu erwarten mit mancherlei Erwartungen und Hoffnungen verbunden. Und – da Berlin in die­sem Kontext durchaus als „Zentrale“ bezeichnet werden kann – war eine Besichtigung der Villa in Schlachtensee programmiert: Einstiger Wohnsitz der Familie des Wissenschaftlers  Robert Renè und seiner Frau Berta, geborene Gradenwitz, einer Malerin.

Das 1. Treffen der Großfamilie fand im Sommer 2001 vor der Villa in Schlachtensee statt

Von hier aus gingen die Kinder Jürgen (geb. 1904), Ursula (geb. 1907), Brigitte (geb. 1910), Barbara (geb. 1913), Sabine (geb. 1919) und Renate (geb. 1923) ihren Weg in die „weite Welt“. Ursula ging, frisch verheiratet, den Segen der KPD-Zentrale im Gepäck, mit Rudolf Hamburger nach Shanghai. Dort schloss sie Bekanntschaft mit Richard Sorge, ihre 20jährige gefahrvolle Arbeit als „Kundschafterin“ begann. In der Zeit des Dritten Reiches war England zum Aufent­haltsland der Kuczynski-Familie geworden. Dort sind die Eltern begraben, dort lebt jetzt noch mit Renate (Reni) eine der Schwestern von Ruth.

London war auch die Stadt des 2. Treffens. Weitere Zusammenkünfte fanden in Berlin und Paris statt. Für die Zeit vom 13. bis 15. Mai ist das aktuelle Event  in der estnischen Haupt­stadt Tallin vorgesehen, dort lebende enge Freunde der Familie laden ein. Am Disput über Gott und die Welt  in der über Tausend Jahre alten Stadt, die heute noch von einer historischen, gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer umgeben ist, werden auch Sonjas Söhne Mi­chael Hamburger und Peter Beurton teilnehmen. Letzterer könnte  von der „vorgezogenen Geburtstagsehrung“ in Berlin-Treptow ausführlich berichten.

Siegesfeier mit Gesang

Diese geht um 14 Uhr am Parkplatz Rosengarten/Puschkinallee quasi nahtlos über in die Fei­erlichkeiten zum Fest des Sieges. Vorausgegangen war am 8. Mai die Zentrale Kund­gebung der Berliner VVN-BdA am Sowjetischen Ehrenmal, auf der Hans Coppi sprach, Gina Pietsch Befreiungslieder sang, Kränze und Blumen am Denkmal „Mutter Heimat“ niederge­legt wurden.

Eine Gruppe von Veranstaltern lädt also zum 66. Jahrestag des Sieges über den deutschen Fa­schismus, nicht ohne Hinweis auf den 70. Jahrestag des Überfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. Der deutsche Antifaschist, Exilant und Veteran der Roten Armee Stefan Doernberg hatte es vor drei Jahren in seiner Festrede auf den Punkt gebracht: „Die Rote  Armee rettete die Zivilisation“.

Daran zu erinnern, sei der Anlass eines nicht-kommerziellen, fröhlichen Festes im Treptower Park, das seit drei Jahren ehrenamtlich organisiert wird, eine Führung zum Ehrenmal einge­schlossen. Der Kampf um den Frieden bleibe die Aufgabe des Tages. Dazu werden  Zeitzeu­gen wie Hanna Podymachina und Werner Knapp erwartet. Mit dabei sind die Gruppen Inter­nationale Chor Impuls, Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, Bloody Kalinka, Cosmo­nautix und 44 Leningrad. Die Veranstalter hoffen auf Kuchenspenden, ansonsten aber sei für Bortscht aus der Gulaschkanone, Pelmeni, Gegrilltes und diverse Getränke reichlich gesorgt.

Die Fakten sprechen für sich, der Zusammenhang liegt auf der Hand: Eine Ehrung für Sonja und die Feier des Sieges sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Diese ist geschmiedet aus jener Legierung russischer Prägung, die dem deutschen Faschismus standhielt und ihn, tatkräftig sekundiert von den westlichen Alliierten, auf dem eigenen Territorium besiegte. Eine damit verbundene Mahnung an Menschen mit Realitätssinn und Verantwortung spiegelt sich weniger in dem am vergangenen Sonnabend in der ARD zum wiederholten Male gezeigten umstritte­nen Film „Der Untergang“. Die Botschaft Siegestages lautet schlicht und ergreifend „Wer nicht feiert hat verloren!

 

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3 Antworten zu “Auf Sonjas Spuren…”

  1. buy silver sagt:

    Als die Todesanzeige in der Zeitung stand zuckte ein Schreck auf: Wieder eine von denen nicht mehr da, die genug Moral und Mut hatten gegen Nazi-Deutschland zu kämpfen. Die einfach taten, was nötig war. Insofern war „Sonjas Rapport“ von Ruth Werner schon ein kleines Ereignis auf dem „Marktplatz der Sensationen“ in der DDR. Mit der ein Jahr zuvor, 1976, herausgekommenen Dokumentation „Doctor Sorge funkt aus Tokyo“ ist der Rapport mit eine der ersten Veröffentlichungen über die Arbeit der sowjetischen Kundschafter des Friedens in den 30er Jahren, mitten im Krieg und in der Nachkriegzeit.

  2. Helmut Holfert sagt:

    Ich nahm am Ruth Werner Gedenkspaziergang am 10.5. 2011 im Plänterwald teil. Viel fotografiert und sehr beindruckt vom Zusammentreffen auch mit Peter Beurton – ebenso mit Victor Grossmann – habe ich auf meiner privaten Website dazu unter „Erlebtes“ einen Report gestaltet. Ich hoffe, dass ich damit auch im Nachhinein noch vielen Interessierten die Gelegenheit gebe, sich eine Vorstellung von dieser gelungenen Wanderung durch einen kleinen Teil der Geschichte der Ruth Werner und ihrer Familie zu machen. Hoffe ich auf viele Besuche und vielleicht auch diese oder jene Resonanz.
    Mit solidarischem Gruß
    Helmut Holfert

  3. Lady Malsch sagt:

    Als gelernter DDR-Bürger (ein Begriff aus dem vorigen Jahrhundert, oder Jahrtausend, ganz wies beliebt) konnte man zwar mit den Namen Ruth Werner etwas anfangen, über das Leben „Der Frau mit Eigenschaften“ erfuhr ich allerdings erst als mir das Buch „Funksprüche an Sonja“ in die Finger kam. Nun lässt sich über den Beruf des Kundschafters trefflich streiten, aber eine Straße nach einer Frau zu benennen, die die Stirn hatte, ihr Leben zu riskieren gegen den Faschismus, das können eben nur jene Kleingeister ablehnen, die noch nie etwas riskiert, geschweige denn etwas bewirkt haben. (lama)

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