Archiv für die Kategorie ‘Kulturbuch’

Weißenseer Doppelspitze

Montag, 25. Juni 2018

(pri) In »Sepp Maiers 2-Raum-Wohnung« regiert derzeit König Fußball. Das Etablissement in der Berliner Langhansstraße bietet aber viel mehr. (mehr …)

»Liberté« an der Volksbühne – Theater fast ton- und ganz tatenlos

Freitag, 23. März 2018

(pri) Wer sich dieser Tage an der jüngst sehr ins Gerede gekommenen Volksbühne am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz das Sck »Liberté« von Albert Serra nur deshalb ansehen will, um einmal den einst berühmten österreichischen Schauspieler Helmut Berger leibhaftig zu erleben, kommt nicht so recht auf seine Kosten. Denn Berger, vor 50 Jahren Star in Viscontis Filmen, vor allem als Ludwig II. mit Romy Schneider, ist – obwohl ohne Zweifel auf der Bühne präsentso richtig dort nicht zu sehen und auch kaum zu hören. Das liegt weniger an den 73 Jahren, die der Mime inzwischen erreicht hat, als vielmehr am Autor und Regisseur Serra, der nach eigenem Bekunden Theater »ohne Bewegtbilder« und »mit Worten, fast im Flüsterton« machen wollte. (mehr …)

Neues Nachdenken über die DDR -– der Film »Die Anfängerin«

Montag, 05. Februar 2018

(pri) Neu ist das Sujet nun gerade nicht: Midlifecrisis, Probleme im Beruf, Scheitern der Ehe, gestörte Mutter-Tochter-Beziehung. Wen all dies heimsucht, flüchtet ins Traumland, das in der Regel in der Jugendzeit liegt. Auch Annebärbel Buschhaus sucht in der Vergangenheit Trost, als sie noch von einer Karriere als Eisprinzessin träumte. Und sie sieht durch Zufall, dass Eiskunstlaufen nicht nur ein Jugendsport sein kann, sondern auch Älteren Spaß macht. Sie wird noch einmal zur »Anfängerin«, im Spielfilm-Debüt der Regisseurin Alexandra Sell, das unter diesem Titel jetzt in den Kinos läuft. (mehr …)

Wie Eulenspiegel einen Roman schrieb und außer den Autor auch seinen eigenen Lektor, Zensor und Kritiker spielte

Freitag, 12. Januar 2018

Als Eulenspiegel in die Jahre gekommen war, stieß ihm auf, dass all seine irdischen wie auch die über- und unterirdischen Taten es wert seien, für die Nachwelt aufbewahrt zu werden. Also entschloss er sich wie manch anderer Weggefährte dieses Lebensabschnitts, ein Buch zu schreiben, in dem sorgsam registriert werden sollte, was er getan und gelassen hatte, was ihm im Guten wie im Schlechten widerfahren sei, womit er in die »Gechichte«, wie ein großer Landsmann zu formulieren pflegte, eingehen könne. »Schön, wenn einer etwas schafft, das ihn überdauert«, das ist doch schon mal ein guter Satz. (mehr …)

Mutmacherinnen – 20 Berliner Frauen im Porträt

Freitag, 26. August 2016

(rhe) Gästebücher sind Brennspiegel der Stimme des Volkes, Lob und Tadel haben dort gleichermaßen ihre Berechtigung. Die „Präsentation Berlin Stadt der Fraeuen – 20 Biografien erzählen Geschichte“, noch bis zum 28. August im Berliner Ephraim-Palais zu sehen, ist mit einem hohen, im doppelten Sinne historischen Anspruch versehen – der betrifft das Konzept, ebenso aber auch die ausgewählten Personen. (mehr …)

Die Banalität des Bösen reloaded

Dienstag, 19. Februar 2013

(pri) Manchmal genügt schon ein Kinoprogramm, um Zusammenhänge in dieser unübersichtlichen Welt sichtbar zu machen. Zum Beispiel, wenn zu gleicher Zeit solche doch total unterschiedlichen Filme wie »Zero Dark Thirty« und »Hannah Arendt« in den Lichtspielhäusern laufen, zwischen denen sich plötzlich ein überraschender Bezug auftut. (mehr …)

Die Utopie stirbt nie …

Dienstag, 01. Januar 2013

(pri) … aber sie ist genügsam geworden. Nichts zeigt das deutlicher als der Kontrast zwischen der Moskauer Arbeiterschaft, die 1935 die Metro ihrer Stadt erst baute und dann selbstbewusst in Besitz nahm, und den Medellíner Slumbewohnern, 2011 beschenkt mit einer Rolltreppe (mehr …)

Sunnys Solo – anregend wie am ersten Tag

Samstag, 10. März 2012

(pri) Wohl keiner der Besucher der Wiederaufführung des DEFA-Films »Solo Sunny« und der anschließenden Diskussion kürzlich im Berliner Kino »Toni« mag daran gedacht haben, dass es sich dabei um ein – in der Filmsprache gesagt – Remake handelte. Denn solche Debatten über den Film von Konrad Wolf fanden auch schon ziemlich exakt vor 32 Jahren statt, als er im Frühjahr 1980 erstmals über die Leinwände flimmerte (mehr …)

Wider die »eleganten Lösungen« der Regierenden

Dienstag, 28. Februar 2012

(pri) Ein happy end gibt es in diesem Film nicht. Weder für die afrikanischen Flüchtlinge, die nach tagelanger Tortur mehr tot als lebendig die europäische Küste des Mittelmeers erreichen und dann doch brutal ins Abschiebelager verfrachtet werden, noch für die italienischen Fischer, die ihnen entsprechend uraltem Seefahrerkodex halfen und dafür in Handschellen abgeführt werden. (mehr …)

Das Buch zur DT-Serie

Donnerstag, 09. Februar 2012

Gregor Gysi: Offene Worte im Dienst der öffentlichen Meinung

 

(rhe). Vor knapp neun Jahren begann im Deutschen Theater ein „Sonntags-Experiment“, das sich quasi über Nacht zu einem Volltreffer entwickeln sollte. (mehr …)