Das Wetter von heute

Für heute war angekündigt: »Gebietsweise halten sich zähe Nebel- und Hochnebelfelder, nach deren Auflösung ist freundliches Wetter mit Sonnenschein zu erwarten. Es bleibt verbreitet trocken. Die Temperatur steigt je nach Nebelauflösung auf 8 bis 12 Grad. Es weht ein meist nur schwacher südlicher Wind.« Früher waren die November anders. Heine wählte den Monat als eher pessimistischen Einstieg in sein »Wintermärchen«: »Im traurigen Monat November war’s. Die Tage wurden trüber, der Wind riss von den Bäumen das Laub, da reist ich nach Deutschland hinüber.« Und Joseph Viktor Scheffel ließ gar den Trompeter von Säckingen ausrufen: »Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.« Und ein Dichter, der vor 125 Jahren geboren wurde, Stefan Zweig, hat doch tatsächlich später Selbstmord begangen. 1942, in Brasilien – dort aber mitten im Sommer. Am Wetter kann es also nicht gelegen haben.

Brasilianisches Sommerwetter haben wir zwar hier nicht gerade, aber es ist dennoch ganz ungewöhnlich für die Tage kurz vor dem meteorologischen Winteranfang. Nicht einmal Nebel gibt es. Klar und sonnig steht vor mir die Welt, und südliche Winde tragen mediterrane Stimmung ins Gemüt. Also genießen wir den Tag einmal ganz abseits aller politischen Querelen – und sogar ohne an die weltweiten Folgen solch extremen Klimawunders zu denken.

Eine Antwort zu “Das Wetter von heute”

  1. Ralf sagt:

     

    Hallo lieber Autor, heute will ich Dir sagen, dass ich fleißig und mit Freude lese, was Du tagtäglich zu sagen hast und mir auch immer einen Kommentar in meinen nicht vorhandenen Bart brubbel. Für tiefergehende Kommentare hab ich leider eher nicht die Zeit oder den Mut :-). Unverschämtheiten wie Verbalschrott finde ich übrigens unverschämt :-), dafür Berichte über moderne Autos wirklich amüsant… Nun aber genug gelabert… ich wünsche Dir (und mir) dass Du fleißig weiter schreiben willst und kannst. Liebe Grüße aus Hamburg von Ines und Ralf

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