Artikel mit ‘Israel’ getagged

Der Fluch der Bombe

Sonntag, 13. August 2017

(pri) Neun Staaten sind es bislang, die über Nuklearwaffen verfügen. Sie alle sahen und sehen darin eine Art Versicherung ihrer Unverwundbarkeit, muss doch jeder Aggressor befürchten, einem tödlichen Gegenschlag ausgesetzt zu werden. Gleichzeitig betrachteten und betrachten sie die Bombe als einen Machtfaktor, der ihnen eine besondere Rolle in der Weltpolitik zuweist. Beides erwies sich in der nun 72-jährigen Geschichte der Atombombe faktisch als Schimäre; weder sorgte sie für die Besitzer für mehr Sicherheit noch stärkte sie deren Verantwortungsgefühl für den Weltfrieden – ganz im Gegenteil. (mehr …)

Die Niederlage Israels im Krieg gegen die Hamas könnte zur Chance für den Frieden werden

Dienstag, 05. August 2014

(pri) Einen Monat lang hat das hoch gerüstete Israel, das als viertstärkste Militärmacht der Welt gilt, Krieg gegen die Hamas mit ihren vermutlich nur 3000 Kämpfern geführt, doch die 86000 israelischen Soldaten vermochten es trotz extensivsten Einsatzes ihrer modernen Waffen nicht, den Gegner in die Knie zu zwingen. Im Gegenteil, nach 28 Tagen musste Israel zähneknirschend in den Totalabzug seiner Truppen aus dem Gaza-Streifen einwilligen, um einen Waffenstillstand zu erreichen. (mehr …)

Von selektiver Wahrnehmung zu totaler Kriegführung – Gaza und die Ukraine

Dienstag, 22. Juli 2014

(pri) Gern verteidigt das hoch gerüstete Israel seinen ungezügelten Krieg gegen den winzigen Landstrich Gaza mit der Frage, was man denn zum Beispiel in Berlin täte, wenn die Stadt dauernd – vielleicht aus Sachsen – von Raketen angegriffen würde und die Menschen der Hauptstadt in ständiger Angst leben müssten. Wie die Antwort auch immer ausfiele, eine wäre wohl niemand in den Sinn gekommen – dass nämlich Sachsen durch Panzer, Artillerie und Bomber dem Erdboden gleichgemacht werden müsste. Aber das nur nebenbei, denn viel aufschlussreicher an der israelischen Frage ist die daraus sprechende selektive Wahrnehmung eines jahrzehntelangen Konfliktes, der zwar auch gelegentlich durch palästinensische Raketenangriffe auf Israel gekennzeichnet ist, aber sich keineswegs darauf beschränkt. (mehr …)

Die Mauer muss weg – damit das Geld stimmt

Samstag, 30. März 2013

(pri) Wer eine Wette darauf eingeht, dass in einigen Jahren von der zur bedeutsamsten Mauergedenkstätte hochstilisierten East Side Galery nicht mehr als einige kümmerliche Reste stehen, kann sich heute schon ziemlich sicher fühlen. Denn gegen blanke Profitmacherei kommt keine Mauer an; sie bleibt am Ende doch immer der Sieger. Das hätte man spätestens bereits vor sieben Jahren wissen können (mehr …)

Auch Israel muss sich den Realitäten stellen

Mittwoch, 21. November 2012

(pri) Wenn es beim jetzt verkündeten Waffenstillstand zwischen Israel und der palästinensischen Hamas einen Sieger gibt, dann ist es – natürlich außer den Menschen im Gazastreifen und dem südlichen Landesteil Israels, die auf ruhigere Tage und Nächte hoffen können – die Hamas. Sie setzte nicht nur durch, was Israels Premier Netanjahu bis zuletzt entschieden ausgeschlossen hatte (mehr …)

Das Elend der Nobelpreisträger

Mittwoch, 17. Oktober 2012

(pri) Der gerade von der Schwedischen Akademie in Stockholm mit dem Literaturnobelpreis 2012 ausgezeichnete Chinese Mo Yan ist offensichtlich ein ganz schlechter Preisträger. (mehr …)

Syrien als Schlachtfeld weltstrategischer Machtkämpfe

Samstag, 28. Juli 2012

(pri) Je länger die kriegerische Auseinandersetzung in und um Syrien dauert, umso klarer wird, dass es sich dabei schon lange nicht mehr um eine nationale Angelegenheit, nicht einmal vordergründig um einen regionalen Konflikt im Pulverfass des Nahen Ostens, sondern um eine weltstrategische Auseinandersetzung handelt, bei der es darum geht, wer global das Sagen hat und wer nicht (mehr …)

Günter Grass hat in ein Wespennest gestochen

Montag, 09. April 2012

(pri) Einen vergleichbaren medialen Shitstorm wie dieser Tage gegen das Gedicht »Was gesagt werden muss« von Günter Grass erlebten wir hierzulande wohl zuletzt im November 1976, als die DDR Wolf Biermann die Wiedereinreise nach einem Konzert in der Bundesrepublik verweigerte und dagegen einige Schriftsteller und Künstler maßvoll Protest erhoben. Damals wie heute reagierten Staat und Medien derart panikartig, weil offensichtlich ein besonders schwerer Angriff auf die herrschende Staatsräson durch die Meinung eines einzelnen oder einzelner Prominenter zu verzeichnen war bzw. ist. (mehr …)

Zwei Wahrheiten in Syrien

Sonntag, 05. Februar 2012

(pri) Die seit Monaten andauernde Kampagne westlicher Politiker und der auf sie eingeschworenen Medien gegen Syrien trägt inzwischen alle Züge des originalgetreuen Remakes eines Thrillers aus der Hochzeit des kalten Krieges. Ideologietreu und starrsinnig zogen sich die USA und ihre Verbündeten in flink erneut ausgehobene Schützengräben zurück und lassen sich daraus durch nichts vertreiben – weder durch den gesunden Menschenverstand (mehr …)

Panzersperren gegen die arabische Demokratie

Mittwoch, 06. Juli 2011

(pri) Wenn Politiker und Medien am Waffendeal der Bundesrepublik mit Saudi-Arabien nur beklagen, dass wieder einmal Geschäft vor Moral ging oder es an politischem Fingerspitzengefühl, an Sensibilität für den Zeitpunkt fehlte, dann greifen sie eindeutig zu kurz. Denn die Lieferung von 200 Kampfpanzern an das diktatorische Regime Saudi-Arabiens ist vor allem ein klares Signal an die demokratischen Kräfte im Nahen Osten, dass dem Westen die eigenen strategischen Interessen in der Region allemal wichtiger sind als die emanzipatorischen Träume der Araber. (mehr …)