Artikel mit ‘Staatssicherheit’ getagged

Der 4. November 1989 und eine stille Sehnsucht

Dienstag, 04. November 2014

(pri) Nein, zu einer großen Siegesfeier der alten Bundesrepublik über die DDR wird der derzeit allgegenwärtige Rückblick auf 1989/90 nicht werden – den verbissenen Bemühungen, möglichst alle seither in die Welt gesetzten Klischees über den anderen deutschen Staat noch einmal im Zeitraffer Revue passieren zu lassen, zum Trotz. Vielmehr entwickelt sich in diesen Tagen eine engagierte Debatte, die nicht nur dieses ideologisch geprägte Geschichtsbild in Frage stellt, sondern auch zu ergründen versucht, was denn an dieser DDR, die noch immer so viele Versteher und gar Verteidiger hat, wirklich dran war. (mehr …)

Merkels Handy oder der neue flächendeckende Überwachungswahn

Sonntag, 27. Oktober 2013

(pri) Wenn jemand wissen will, was eigentlich unter einem »Hornberger Schießen« zu verstehen ist, dann sollte er in diesen Tagen den hiesigen Umgang mit der NSA-Spionageaffäre verfolgen. Es klingt zwar derzeit – vor allem in jenen Medien, die sich im Sommer bereitwillig die regierungsamtliche Version der flächendeckenden USA-Überwachungspraxis hatten aufschwatzen lassen – nach gehörigem Donnerwetter (mehr …)

Die Glienicker Brücke – Tor zu Spähers verborgener Heimat

Samstag, 11. Februar 2012

(pri) Heute ist die Glienicker Brücke nur ein Flussübergang wie jede andere. Zwar überspannen ihre eisernen Bögen die Havel in durchaus beeindruckender Weise, doch ist nicht das der Grund ihrer Berühmtheit. Er ist mit dem 10. Februar vor 50 Jahren verbunden; da schritten zum ersten Mal ein Spion West und ein Spion Ost über ihren Asphalt – zurück in ihre jeweilige Heimat, die sie verlassen hatten, um auszukundschaften, was als Feindesland betrachtet wurde. Mit dem Agentenaustausch des Sowjetspions Rudolf Abel gegen den US-Luftspion Gary Powers begann die geheimnisvolle »Karriere« einer Brücke, die erst Mitte der 80er Jahre endete (mehr …)

Bundestrojaner, das IM-System des Internetzeitalters

Donnerstag, 13. Oktober 2011

(pri) Als das Bundesverfassungsgericht vor gut dreieinhalb Jahren den Sicherheitsbehörden die Online-Durchsuchung gestattete, sie aber durch allerlei Auflagen zur seltenen Ausnahme zu machen versuchte, war bereits klar dass damit dem Zugriff auf die Computer aller Bürger Tür und Tor geöffnet wurde. (mehr …)

Wie Patricia Riekel zur Erbin Erich Mielkes wurde

Sonntag, 07. März 2010

Es waren nicht irgendwelche unverbesserlich-ostalgischen Verharmloser des DDR-Regimes, die dieser Tage Patricia Riekel, die Chefredakteurin der Illustrierten »Bunte« in eine Reihe mit Ex-Stasi-Chef Erich Mielke stellten, sondern (mehr …)

Vor 20 Jahren – Die Hinterlassenschaft der DDR-Spionage macht Probleme

Montag, 08. Februar 2010

Heute vor 20 Jahren, am 8. Februar, wollte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR seinen 40. Geburtstag – wie immer mit großem Pomp – begehen. Es erlebte zwar diesen Tag noch, wenn auch inzwischen umbenannt, aber zum Feiern war kein Anlass. (mehr …)

Vor 20 Jahren – Sturm auf die Stasi-Zentrale

Freitag, 15. Januar 2010

Eins der wenigen gewalttätigen Ereignisse der Wendezeit 1989/90 fand heute vor 20 Jahren in der Berliner Normannenstraße statt. Hier residierte die geheimnisumwitterte Zentrale der DDR-Staatssicherheit, in der die Arbeit anscheinend unbeeindruckt vom Geschehen des letzten Vierteljahres auf den Straßen weiterzugehen schien. (mehr …)

Vor 20 Jahren – Der Zusammenbruch des DDR-Spionageapparates

Freitag, 13. November 2009

Heute vor 20 Jahren hat Erich Mielke in der DDR-Volkskammer eine Rede gehalten, mit der er das Organ, das er 32 Jahre führte, der Lächerlichkeit preisgab. Es war dies der gleiche Erich Mielke, der in seiner Amtszeit aus dem Ministerium für Staatssicherheit einen schlagkräftigen Apparat gemacht hatte, von dem man kaum erwarten konnte, dass er binnen weniger Wochen total zusammenbricht. Noch heute rätseln viele (mehr …)

Vor 20 Jahren – Wahlmanipulation und Ausreisewelle befördern die Erosion eines Staates (Teil 2)

Sonntag, 17. Mai 2009

Im Mai vor 20 Jahren, als die Ungarn schrittweise die Grenze zu Österreich öffneten und damit vor allem DDR-Bürgern eine  unerwartete Möglichkeit zur Flucht in den Westen boten, war die DDR schon nicht mehr in der Lage, dagegen wirksam vorzugehen. So lesen sich die Durchhalteparolen der SED und der Stasi aus heutiger Sicht wie Belege der Hilflosigkeit, gepaart von permanenter Negierung der Realität im Lande. Eine eher lächerliche Rolle spielten dabei Medien der DDR, insbesondere das SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“. (mehr …)

Vor 20 Jahren – Wahlmanipulation und Ausreisewelle befördern die Erosion eines Staates (Teil 1)

Donnerstag, 07. Mai 2009

Für viele gilt der 7. Mai als ein Datum, an dem der Beginn der letzten Etappe der »alten« DDR festgemacht werden kann. An diesem Tag fanden Kommunalwahlen, letztmalig nach dem alten Muster des so genannten Zettelfaltens, statt, aber immer weniger DDR-Bürger zeigten sich bereit, das einfach so hinzunehmen. (mehr …)