»Liberté« an der Volksbühne – Theater fast ton- und ganz tatenlos

23. März 2018

(pri) Wer sich dieser Tage an der jüngst sehr ins Gerede gekommenen Volksbühne am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz das Sck »Liberté« von Albert Serra nur deshalb ansehen will, um einmal den einst berühmten österreichischen Schauspieler Helmut Berger leibhaftig zu erleben, kommt nicht so recht auf seine Kosten. Denn Berger, vor 50 Jahren Star in Viscontis Filmen, vor allem als Ludwig II. mit Romy Schneider, ist – obwohl ohne Zweifel auf der Bühne präsentso richtig dort nicht zu sehen und auch kaum zu hören. Das liegt weniger an den 73 Jahren, die der Mime inzwischen erreicht hat, als vielmehr am Autor und Regisseur Serra, der nach eigenem Bekunden Theater »ohne Bewegtbilder« und »mit Worten, fast im Flüsterton« machen wollte. Lies den Rest des Artikels »

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Der Fall Skripal: Für den Westen ein Geschenk des Himmels?

16. März 2018

(pri) Inzwischen ist es ein schon ziemlich abgegriffenes Szenario: Wenn eine Regierung innenpolitisch in Bedrängnis gerät, gar um ihre Macht fürchten muss, wird geschwind ein äußerer Feind aus dem Hut gezaubert, um die kritische Öffentlichkeit wieder hinter sich zu bringen. Selbst sich gern als klassische Demokratien bezeichnende Staaten sind gegen solche Versuchung nicht gefeit, wie aktuell der Alarmismus der britischen Premierministerin Theresa May im Fall Sergej Skripal anschaulich zeigt. Lies den Rest des Artikels »

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Angela Merkels Personalentscheidungen – Frischzellenkur und Nachlassvorsorge

26. Februar 2018

(pri) Mit ihren Personalentscheidungen vor dem CDU-Sonderparteitag verfolgte Angela Merkel zwei Ziele – kurzfristig die Sicherung ihrer Machtposition und langfristig den Einstieg in die geordnete Bewahrung ihres politischen Erbes. Dass ihre Taktik aufgeht, ist nicht sicher. Lies den Rest des Artikels »

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Merkel bleibt, weil sich die SPD klein macht

07. Februar 2018

(pri) Am Ende war es wohl doch die Angst vor dem Scheitern und seinen unwägbaren Folgen, die die Union dazu veranlasste, der SPD Zugeständnisse zu machen, die die Groko III trotz allen innerparteilichen Widerstandes bei den Sozialdemokraten sicherstellen könnte. Und es war ein – möglicherweise letzter – Sieg Angela Merkels, mit dem sie die Konservativen in der eigenen Partei ausbremste und auch die CSU zum Einlenken zwang, denn Neuwahlen wären nicht nur für die SPD in ihrer heutigen Gestalt, sondern auch für die Union zum Desaster geworden. Lies den Rest des Artikels »

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Neues Nachdenken über die DDR -– der Film »Die Anfängerin«

05. Februar 2018

(pri) Neu ist das Sujet nun gerade nicht: Midlifecrisis, Probleme im Beruf, Scheitern der Ehe, gestörte Mutter-Tochter-Beziehung. Wen all dies heimsucht, flüchtet ins Traumland, das in der Regel in der Jugendzeit liegt. Auch Annebärbel Buschhaus sucht in der Vergangenheit Trost, als sie noch von einer Karriere als Eisprinzessin träumte. Und sie sieht durch Zufall, dass Eiskunstlaufen nicht nur ein Jugendsport sein kann, sondern auch Älteren Spaß macht. Sie wird noch einmal zur »Anfängerin«, im Spielfilm-Debüt der Regisseurin Alexandra Sell, das unter diesem Titel jetzt in den Kinos läuft. Lies den Rest des Artikels »

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SPD in der Zerreißprobe

16. Januar 2018

(pri) Wie auch immer sich der SPD-Parteitag am Sonntag in Bonn entscheidet; er wird die Sozialdemokraten in eine Zerreißprobe führen, die sie am Ende die Existenz als gestaltende Kraft im Land kosten kann. Das gilt sowohl für ein Ja zur Koalition mit CDU und CSU als auch für ein Nein, denn inzwischen ist die Situation für die SPD insgesamt derart verfahren, dass sie ohne Blessuren nicht mehr aus ihr herauskommt. Lies den Rest des Artikels »

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Wie Eulenspiegel einen Roman schrieb und außer den Autor auch seinen eigenen Lektor, Zensor und Kritiker spielte

12. Januar 2018

Als Eulenspiegel in die Jahre gekommen war, stieß ihm auf, dass all seine irdischen wie auch die über- und unterirdischen Taten es wert seien, für die Nachwelt aufbewahrt zu werden. Also entschloss er sich wie manch anderer Weggefährte dieses Lebensabschnitts, ein Buch zu schreiben, in dem sorgsam registriert werden sollte, was er getan und gelassen hatte, was ihm im Guten wie im Schlechten widerfahren sei, womit er in die »Gechichte«, wie ein großer Landsmann zu formulieren pflegte, eingehen könne. »Schön, wenn einer etwas schafft, das ihn überdauert«, das ist doch schon mal ein guter Satz. Lies den Rest des Artikels »

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Groko III – Scheitern von Schulz oder Scheitern an Merkel?

17. Dezember 2017

(pri) Tatsächlich steht heuer die bundesdeutsche so genannte große Koalition, die in Wirklichkeit nur noch eine knappe 53,5%-Mehrheit bei der letzten Wahl hatte, auf der Kippe. Nicht deshalb freilich, weil der SPD-Vorsitzende Martin Schulz sein forsches Wort vom Wahlabend so entschlossen gehalten hätte, sondern weil die Basis seiner Partei ihn darin offensichtlich beim Wort zu nehmen gedenkt und Opposition und Erneuerung einer neuen Runde sozialdemokratischer Demütigung mit der Folge weiterer Marginalisierung vorziehen will – ungeachtet des Opportunismus einer Mehrheit in der SPD-Führung, die ganz im Sinne des Müntefering-Worts vom „Mist“ der Opposition eher an die Sicherung der eigenen Pfründe als an die Erwartungen der Mitglieder und Anhänger einer Partei denkt, die dereinst zum Kampf für die Interessen der Schwachen und Benachteiligten in der kapitalistischen Gesellschaft angetreten war. Lies den Rest des Artikels »

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Jamaika und die Erosion des Parteienstaats

21. November 2017

(pri) Die Dominanz der globalisierten Wirtschaft entzieht der etablierten Politik ihre Massenbasis und führt zur Herausbildung heterogener sozialer Bewegungen. Das birgt Gefahren, eröffnet aber auch Chancen. Lies den Rest des Artikels »

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Angela Merkel schließt die rechte Flanke der Union

09. Oktober 2017

(pri) Es ist nicht nur der Druck seitens der CSU und Horst Seehofers, der Angela Merkel nun zum nahezu gänzlichen Einschwenken auf den Rechtskurs der Alt- und Wertkonservativen in der Union veranlasste; es ist auch und vor allem ihre nüchterne Analyse des politischen Kräfteverhältnisses hierzulande, die ihr diesen Kurswechsel geraten erscheinen lässt.Nach dem Wahlergebnis vom 24. September sieht sie keine Notwendigkeit mehr, wie bisher Zugeständnisse in Richtung links zu machen, um ihre Macht zu erhalten. Jetzt geht es vielmehr um Angebote nach rechts zur Sicherung auch künftiger Mehrheiten. Lies den Rest des Artikels »

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